Schulze: “Wir brauchen eine globale Strategie für grünen Wasserstoff”

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Weltklimakonferenz: BMU gründet internationale Wissens- und Vernetzungsplattform für synthetische Energieträger aus Ökostrom

Das Bundesumweltministerium will die internationale Zusammenarbeit zu nachhaltigen synthetischen Brenn-, Kraft- und Grundstoffen aus Ökostrom (Power-to-X) ausbauen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze kündigte dazu heute auf der Weltklimakonferenz in Madrid den Aufbau eines Power-to-X-Sekretariats an, das künftig die Plattform für ein internationales Power-to-X-Netzwerk bilden soll. Das Sekretariat wird seinen Sitz in Berlin haben. Mit dem Begriff Power-to-X werden Technologien zur Herstellung synthetischer Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus elektrischer Energie zusammengefasst.

Für tatsächlich nachhaltige Energieträger ist es entscheidend, dass als Ausgangsprodukt zunächst “grüner” Wasserstoff aus Wind- und Sonnenenergie hergestellt wird. Ziel der Initiative des Bundesumweltministeriums ist es unter anderem, den weltweiten Wissensaustausch zu verbessern, Klimaschutzpotentiale dieser Produkte besser zu bestimmen und gemeinsam die Nachhaltigkeitskriterien für deren Einsatz zu entwickeln.

Svenja Schulze: “Wir brauchen eine weltweite Strategie für die Herstellung synthetischer Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus Ökostrom. Diese können perspektivisch national wie international einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und für den Aufbau einer klimaneutralen Wirtschaft leisten. Wir müssen jetzt die Kriterien setzen, mit denen wir einen umwelt- und klimafreundlichen Einsatz sichern – und zwar global. Wir dürfen nicht die Fehler wiederholen, die einst bei den Biokraftstoffen gemacht wurden. Damit das gelingt, müssen wir weltweit zusammenarbeiten. Darum wollen wir eine Plattform schaffen und ein internationales Netzwerk aufbauen. Das Power-to-X-Sekretariat ist hierfür der Ausgangspunkt.”

Damit Energieträger aus Strom einen echten Beitrag zum Klimaschutz leisten, muss die Produktion und die Anwendung von Anfang an bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Das wichtigste Kriterium dafür: Sie sollten ausschließlich aus erneuerbarer Energien produziert werden. Weiterhin ist nicht jedes Anwendungsgebiet sinnvoll, nicht nur aus Sicht des Klima- und Umweltschutzes, sondern auch aus Kosten- und Effizienzgründen. Bei strombasierten Energieträgern wie grünem Wasserstoff oder entsprechenden Kraftstoffen sind Umwandlungsverluste unvermeidlich. Derzeit fallen diese sehr hoch aus. Am Beispiel Auto kann man das sehen: Der Strombedarf bei der Nutzung synthetisch hergestellter Kraftstoffe für PKW ist zwischen zwei- und fast siebenmal höher als die direkte Stromnutzung eines Elektroautos. Deshalb ist es wichtig, nachhaltig produzierte Power-to-X-Produkte gezielt dort einzusetzen, wo eine direkte Elektrifizierung nicht möglich ist, also etwa im Luftverkehr oder in der Stahlindustrie.

Die Produktion von Energieträgern aus Ökostrom wie grünem Wasserstoff wird global erfolgen, vor allem in Ländern, die besonders viel Sonnen- und Windstrompotential haben. Für das Schaffen eines tragfähigen globalen Marktes für nachhaltige synthetische Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus Ökostrom ist es wichtig, alle relevanten Akteure national und weltweit in einen Dialog einzubinden, um die Chancen der Technologie zu nutzen und die Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Um die weltweite Vernetzung zu stärken, die Klimaschutzpotentiale synthetischer Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus Ökostrom darzustellen und international eine Diskussion über Nachhaltigkeitsstandards zu führen, hat das Bundesumweltministerium die GIZ damit beauftragt, die internationalen Power-to-X-Aktivitäten unter einem Dach zu verzahnen und auszubauen. Konkreter Arbeitsauftrag ist überdies, einen Beitrag zur Klärung zentraler Fragen rund um die Themen Energieeffizienz und Ressourcen, Potentiale und Machbarkeit, Zeitrahmen zur Herstellung marktreifer Produkte, Aufbau von lokalen Wertschöpfungsketten sowie Finanzierungskonzepte zu leisten. Dazu soll das Power-to-X-Sekretariat in Deutschland und weltweit mit Kooperationspartnern zusammenarbeiten, aufbauend auf bereits bestehenden Projekten und Kooperationen des Bundesumweltministeriums unter anderem mit Institutionen aus Marokko, Südafrika und Chile.

Quelle: BMU 10.12.2019 | Pressemitteilung Nr. 236/19 | COP 25

Brandenburgs Energieminister sieht Wasserstoff als Schlüsselelement der Energiewende

Power to Liquid

Steinbach: Wasserstoff kann Schlüsselelement der Energiewende sein

Energieminister sieht Projekt „H2Rail.Prignitz“ als weiteren Schritt zur H2-Vorreiterregion

Potsdam, 6. Dezember 2019.  „Wasserstoff kann das Schlüsselelement für das Gelingen der Energiewende und zum Erreichen der Klimaziele sein. Denn Wasserstoff ermöglicht die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und Industrie und bietet das größte Potenzial für eine weitgehende Dekarbonisierung unser Industrieprozesse. Die Anwendung innovativer H2-Technologien birgt große industriepolitische Chancen für Brandenburg, verbunden mit zusätzlicher regionaler Wertschöpfung und Beschäftigung.“ Das erklärte Energieminister Jörg Steinbach heute in Potsdam, wo er gemeinsam mit der Deutschen Eisenbahn Service AG (DESAG) über das Projekt „H2Rail.Prignitz“ informierte.

Kern des Pilotprojektes ist es, den emissionsfreien Speicherantrieb mit grünem Wasserstoff aus regional erzeugtem erneuerbaren Strom zu erproben. Damit soll gezeigt werden, wie ein CO2-freier Bahnbetrieb im oberleitungsfreien ländlichen Raum funktionieren kann. „Zudem bietet H2Rail neue Chancen für den Fahrzeug- und Anlagenbau. Deshalb freut es mich besonders, dass mit der DESAG ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen aus Brandenburg die Federführung übernimmt“, sagte Steinbach. Erfreulich sei zudem, dass der Bund das Projekt finanziell absichern wolle. H2Rail sei ein „weiterer Schritt auf Brandenburgs Weg zur H2-Vorreiterregion“.

Einmal mehr appellierte der Minister an den Bund, dass „aus der bisher als Stromwende betriebenen Energiewende endlich eine energieträger- und sektorenübergreifende Energiewende werden muss“. Vom Energiebedarf in Deutschland würden nur 20 Prozent auf den Stromsektor entfallen, weitere 30 Prozent auf die Mobilität und 50 Prozent auf den Wärmesektor. „Was bisher unter dem Begriff Energiewende lief, war fast nur auf den Stromsektor fokussiert. Wir müssen aber perspektivisch auch den Energiebedarf bei Mobilität und im Wärmesektor ,grün‘ bekommen“, sagte Steinbach. Eine besondere Rolle komme dabei Power-to-X-Technologien und Wasserstoff zu. Die Anwendungsmöglichkeiten für grünen Wasserstoff seien vielfältig. Beispielhaft verwies er auf die Stahlindustrie in Eisenhüttenstadt und die Chemieindustrie in Schwarzheide.

Die für Ende dieses Monats angekündigte Nationale Wasserstoffstrategie dürfe „kein wolkiges Ankündigungspapier“ werden, sondern müsse konkrete und kurzfristig umzusetzende Punkte enthalten, forderte Steinbach. „Neben der weiteren Verstärkung der Forschungsaktivitäten brauchen wir schnell einen Markt für erneuerbaren Wasserstoff. Nur so werden die Investitionen ausgelöst, die wir für den Hochlauf einer Wasserstoffproduktion jetzt brauchen“, sagte der Minister.

Deshalb müsse sich der Bund mit der Nationalen Wasserstoffstrategie zu einer ambitionierten Umsetzung der Erneuerbaren Energien Richtlinie (Renewable Energy Directive, RED II) in nationales Recht verpflichten. Brandenburg hatte für seine darauf abzielende Initiative am 11. Oktober eine breite Mehrheit im Bundesrat bekommen. „Jetzt ist der Bund in der Pflicht. Mit einer entsprechenden Umsetzung der RED II wird eine Nachfrage nach erneuerbarem Wasserstoff aus den Raffinerien ermöglicht. Das kann und muss die Initialzündung für das Thema werden“, sagte Steinbach.

Zudem müsse sich der Bund bei der für 2022/2023 geplanten Überarbeitung der EU-Flottenemissionsverordnungen dafür einsetzen, dass synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) auf die von der EU festgelegten Emissionswerte von Fahrzeugflotten angerechnet würden. „Dies würde eine Nachfrage nach E-Fuels bei den Fahrzeugherstellern auslösen, was ein weiterer Impuls wäre“, sagte Steinbach. „Auch dieses Thema muss sich in der Nationalen Wasserstoffstrategie wiederfinden – sie ist der Lackmustest, ob es die Bundesregierung tatsächlich ernst meint mit dem Thema oder weiter nur Kulissen schiebt.“

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE)

Greener Skies Ahead 2019

Kopernikus P2X

Bonn, 20. November 2019

Der Luftfahrtverband IASA e.V. veranstaltete auch in diesem Jahr eine Konferenz aus der Reihe “GREENER SKIES AHEAD 2019” zum Themenbereich Nachhaltige Luftfahrt.

Die Veranstaltung fand diesmal im Wissenschaftszentrum Bonn statt und war mit circa achtzig Teilnehmern gut besucht. Nach Grußworten des Bonner Oberbürgermeisters Ashok Sridharan und des Köln/Bonner Flughafenchefs Johan Vanneste, die beide die Wichtigkeit einer nachhaltigen und damit klimafreundlichen Luftfahrt unterstrichen, startete der fachliche Teil der Konferenz.

Greener Skies Ahead 2019

Konferenz GREENER SKIES AHEAD 2019 im Wissenschaftszentrum Bonn

Der Vorstandsvorsitzende der IASA e.V., Rudolf Dörpinghaus, eröffnete dann die Konferenz und verwies auf das 10. Jubiläum der Konferenzreihe GREENER SKIES AHEAD und das 5-jährige Jubiläum der IASA in ihrem Bemühen, das Thema Power-to-Liquid nach vorne zu bringen.

War das Kürzel PtL im Jahr 2014 noch ein “Geheimcode”, den nur sehr wenige Menschen entschlüsseln konnten, so ist PtL heute in aller Munde so Dörpinghaus. Daran hat auch die IASA mit ihren Konferenzen, Artikeln und Projekten einen erheblichen Anteil wie der Redner betonte.

Als weitere erfreuliche Entwicklung nannte Rudolf Dörpinghaus den Aufbau der eigenen Nachwuchsorganisation IASA-Graduate, deren Mitglieder die Idee einer nachhaltigen Luftfahrt im Kreis akademischer Nachwuchskräfte verbreiten und verstärken.

GREENER SKIES AHEAD 2019

Rudolf (Rolf) Dörpinghaus, President IASA e.V.

Die komplette Rede von Rudolf Dörpinghaus, “Sustainable Aviation – The Urgent Need for Transformation“, kann über die Homepage des Luftfahrtverbands heruntergeladen werden.

Transformation der Luftfahrt

Die Fachvorträge spannten den Bogen über die gegenwärtig drängendsten Probleme und Herausforderungen der Luftfahrt bei der Erfüllung der Klimaschutzziele der Branche und einer erfolgreichen Energiewende. Es gab Beiträge zu folgenden Themenblöcken:

  • PtL-Solutions / The State of the Art
  • Tackling CO2 in Air Transport
  • Sustainable Airports – Infrastructure and Services
  • Electro Hybrid Aircraft Solutions

Die Reihe der Fachvorträge wurde durch zwei Diskussionsrunden aufgelockert. Dabei ging es zum einen um die Frage wie PtL-Treibstoffe schnell und erfolgreich in den Markt gebracht werden können. Die andere Runde beschäftigte sich mit der Zukunft von elektro-hybriden Antrieben, die in der Luftfahrt zumindest eine Brückentechnologie darstellen werden.

Die Notwendigkeit zur Transformation der Luftfahrt in Richtung Nachhaltigkeit war das Leitthema der Konferenz. Die Fachvorträge und Diskussionen drehten sich dabei schwerpunktmäßig um die Frage, wie die Luftfahrt ihre Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen am schnellsten erreichen könne. Synthetische Treibstoffe aus Erneuerbaren Energien wie PtL-Kerosin, elektrische und hybride Antriebe für Flugzeuge als Alternative zu Verbrennungsmotoren und die Nutzung von CO2 als Rohstoff waren die Schwerpunkte.

Obwohl die Probleme und Herausforderungen nicht beschönigt wurden, zog sich doch als rote Linie die Erkenntnis durch die Veranstaltung, dass die technischen Probleme doch weitgehend gelöst sind und es “nur” darum gehe, nun endlich in die Praxis zu kommen.

Kopernikus P2X

Als Highlight des Vormittags wurde die Zusammenarbeit zwischen IASA e.V. und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Projekt Kopernikus P2X bekanntgegeben. Professor Dittmeyer, Leiter des Instituts für Mikroverfahrenstechnik (KIT) erläuterte zunächst das Projekt und die bisherigen Ergebnisse aus der ersten und nun abgeschlossenen Projektphase.

Kopernikus P2X

Partner im Projekt Kopernikus P2X
v.l.n.r. Rudolf Dörpinghaus, Michael Wühle (IASA), Roland Dittmeyer (KIT)

 

In den nun folgenden Phasen wird IASA als assoziierter Projektpartner das KIT dabei unterstützen, geeignete Standorte für PtL-Produktionsanlagen in Deutschland zu finden. Weiterhin besteht die Rolle der IASA auch darin, geeignete Industriepartner und Abnehmer des dann produzierten PtL-Kerosins an Bord zu holen. Die Zusammenarbeit besiegelten die Partner mit einem Letter-of-Intent (siehe Foto).

Nachhaltigkeit messbar machen

Der Veranstalter stellte in einem weiteren Vortrag auch das selbstentwickelte ICS-System zur Transformation von Unternehmen der Luftfahrt in Richtung Nachhaltigkeit vor. Das System IASA Certified Sustainability® macht den Grad der Nachhaltigkeit von Organisationen jeder Art sichtbar und vergleichbar.

Das mit dem System verbundene Gütesiegel bestätigt der jeweiligen Organisation, Nachhaltigkeitskriterien eingeführt zu haben und diese auch tatsächlich zu leben. Das zugrundeliegende Zertifizierungssystem orientiert sich an der DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung“ und übernimmt daraus Empfehlungen, die für das Gütesiegel und seinem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung von Organisationen angepasst wurden.

Alle Vorträge der Konferenz stehen auf der Event-Seite der GSA19 zum Download zur Verfügung.

Quelle: IASA e.V.


 

Sustainable Aviation – The Urgent Need for Transformation

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation
Rede zur Eröffnung der internationalen Fachkonferenz
GREENER SKIES AHEAD 2019

von Rudolf (Rolf) Doerpinghaus, Vorstandsvorsitzender IASA e.V.
Bonn, 19. November 2019

Es gilt das gesprochene Wort.

Greener Skies Ahead 2019

Rudolf (Rolf) Dörpinghaus, President IASA e.V.


Dear Mayor Limbach,
Dear Mr. Vanneste,
Most Distinguished Guests,
Ladies and Gentlemen,
Dear Friends and Members of IASA,

Welcome to the 10th GREENER SKIES AHEAD!

Thank you for joining us today!

It is an honor as well as a special pleasure to share this conference and the idea of sustainable aviation with you.

As a symposium for sustainability in aviation, GREENER SKIES AHEAD is already the conference with the longest tradition.

That’s why we are a little bit proud today!

As we have German and English speaking guests, I will use both languages.

Meine Damen und Herren,

es gibt noch ein zweites Jubiläum: Seit nunmehr fünf Jahren steht die GSA ganz im Zeichen erneuerbarer, klimafreundlicher bzw. vollsynthetischer Treibstoffe für die Luftfahrt, nachhaltig, umweltschonend, naturschützend und industriell hergestellt aus
 grünem Strom,
 Wasser und
 und dem Wertstoff CO2.

Dieses Power-to-Liquid – kurz PtL – genannte Verfahren wird von Beginn an dazu beitragen, den Luftverkehr klimafreundlicher zu machen und im Idealfall sogar einen quasi klimaneutralen Luftverkehr ermöglichen, nicht CO2-bedingte Klimaeffekte weitgehend eingeschlossen.

Als IASA sind wir stolz darauf, dazu beigetragen zu haben, das Interesse an PtL in der Luftverkehrswirtschaft ebenso wie in der Politik zu wecken.

Dies belegt auch die PtL-Zielvereinbarung im Koalitionsvertrag dieser Bundesregierung, über die wir uns besonders gefreut haben.

Mit dem Aufbau unseres Chapters ‘IASA Graduate’ ist es uns zudem gelungen, die Idee eines nachhaltigen Luftverkehrs verstärkt im Kreis akademischer Nachwuchskräfte zu verankern. Auch darüber freuen wir uns sehr!

Meine Damen und Herren,

an dieser Stelle eine grundlegende Bemerkung zur Arbeit der IASA:

Als IASA betrachten wir die Luftfahrt stets als Ganzes.

Unser Thema ist das weltweite System Luftverkehr und nicht etwa ‘nur’ ‘klimafeundliche Treibstoffe’, so wichtig dies Thema auch ist!

Die GREENER SKIES AHEAD ist dabei die einzige Veranstaltung dieser Art, die das Thema Nachhaltigkeit im Luftverkehr ganzheitlich und im Sinne der drei Säulen der Nachhaltigkeit thematisiert.

Die GSA adressiert beispielsweise
 Airlines, Flugzeughalter und Flughäfen ebenso wie den
 Flugzeug- und Triebwerksbau, den
 Boden- und Flugbetrieb oder die
 Reise bzw. den Transport von und zum Flughafen.

Ziel ist die Förderung des fachlichen Dialogs wie auch die Information der interessierten Öffentlichkeit.

Vor dem Hintergrund des drohenden Klimawandels und der erforderlichen Nachhaltigkeit adressiert die IASA aktuell vor allem
 synthetische, PtL-basierte Treibstoffe,
 innovative Antriebe und die
 Verwendung erneuerbarer Energien.

Deshalb empfehle ich Ihnen auch ganz besonders den zweiten Teil dieser Konferenz, der sich mit
 neuen Flugzeugkonzepten sowie
 elektrischen bzw. elektrohybriden Antrieben befasst.

Ladies and Gentlemen,

Here and now, we do not need to talk about Climate Change!
 You know that 2016 was the warmest year for more than a century.
 You know that this year has brought again new warming records – including October 2019.
 You know that according to WMO, global warming is happening faster than predicted.
 You are aware of evermore record-setting high temperatures.
 You know the main reason for global warming is not CO2 itself, but the increasing concentration of CO2 in the atmosphere.

Likewise important:

Here and now, we also do not need to talk about the importance and the multiple benefits of aviation,
 from its significant contribution to the global GDP to its
 unique function as the one and only worldwide web that brings people around the globe face-to-face together.

According to the latest ICAO long-term forecast,
 the number of 4.1 billion airline passengers counted in 2017
 will grow to about 10 billion in 2040!

People fly, simply and mostly because they need to fly.

Because aviation
 offers the highest level of connectivity,
 is safe and reliable,
 supports all kinds of business,
 helps to increase wealth and prosperity globally,
 creates jobs and
 makes the world a better place.

But, aviation also contributes to climate change!

Today aviation is accounted for up 3 % of global CO2 emissions.

Even though this number seems small, the impact on climate change is taken very seriously!!

In addition, there are also significant non-CO2-related effects contributing to global warming, which are still subject to further research.

The good news: for nearly all of these climate damaging effects are technical solution availbable or at least in sight!

Ladies and Gentlemen,

This conference has a simple message: Climate-friendly, even climate neutral aviation is achievable!
 It cane be done!
 It has to be done!
 And the necessary transformation is urgent and
 has to be started immediatley!

Climate change is real. Also real are potential solutions, helping aviation to meet the requirements of the Paris Climate Agreement.

And these solutions are
 already availabe or
 at least within reach in a timely manner!

To be not misunderstood: The transformation of aviation is and it will be a long and challenging road! But for most climate-related problems, technical solutions are identified!

Meine Damen und Herren,

Im Klartext: Klimafreundlicher, im Idealfall sogar klimaneutraler Luftverkehr, ist weitestgehend möglich!
Das belegen gerade auch zahlreiche Beiträge zur heutigen Konferenz.

Klimafreundliche Lösungen in der Luftfahrt entstehen
 durch neues Denken,
 durch technische Innovation,
 durch entschlossenes Handeln,
 durch den Willen aller Beteiligten, verfügbare Technologien zu realisieren und beispielsweise PtL-Fuels bzw. sogenannte E-Fuels auch zeitnah am Markt einzuführen sowie insbesondere
 durch eine verbindliche Beimischungs-Quote von PtL-Fuels.

Klimafreundliche Lösungen in der Luftfahrt entstehen jedoch
nicht durch
 einseitige Verbote,
 willkürliche Beschränkungen,
 zusätzliche Steuern oder
 sonstige Gebühren, die den unterschiedlichsten Zwecken, selten jedoch dem direkten Klimaschutz in der Luftfahrt zu Gute kommen.

Ebenso klar ist:
 Die Zeit drängt!
 Wir haben keine (!) Zeit zu verlieren!

Das heißt aber auch:
 Es genügt nicht, den drohenden Klimawandel zu beklagen.
 Es hilft nicht, etwa die Luftverkehrssteuer zu erhöhen, wenn die Einnahmen nicht auch tatsächlich zur Verminderung der CO2-Emissionen des Luftverkehrs genutzt werden.
 Es hilft auch nicht, wenn Airlines und die Betreiber von Infrastruktur – wie etwa die Flughäfen und Flugplätze – durch immer neue Belastungen wirtschaftlich und im Wettbewerb geschwächt werden.
 Es hilft auch nicht, wenn ganze Regionen vom Luftverkehr quasi abgekoppelt und damit in ihrer Entwicklung benachteiligt werden.

Meine Damen und Herren,

wir brauchen einen kostruktiven Klimaschutz!
 Nur ein wirtschaftlich starkes, international konkurrenzfähiges Luftverkehrssystem kann die erheblichen Aufgaben und Investitionen schultern, die für die schnelle Transformation der Luftfahrt in eine klimafreundliche, post-fossile Zukunft erforderlich sind.
 Nur ein wirtschaftlich starkes, international konkurrenzfähiges Luftverkehrssystem kann Vorbild und Vorreiter eines weltweit klimafreundlichen Luftverkehrs werden!
 Nur ein wirtschaftlich starkes, international konkurrenzfähiges Luftverkehrssystem kann in Verbindung mit PtL zu neuen, insbesondere auch regionalen Wertschöpfungsketten führen und damit Arbeitsplätze schaffen, wo heute aus anderen Gründen Arbeitsplätze verloren gehen.

Meine Damen und Herren,

Alle reden vom Klima.

PtL ist kein Produkt des aktuellen Klima-Hypes.

Die chemische Basis für PtL, die Fischer-Tropsch-Synthese,
 wurde vor rund 100 Jahren entdeckt,
 bereits in früheren Jahrzehnten intensiv genutzt und
 in jüngster Zeit verfahrenstechnisch immer mehr verfeinert.

Aus heutiger Sicht ist PtL die ideale Vernüpfung
 des Notwendigen, nämlich Klimaschutz,
 mit dem technolgisch Machbaren, nämlich PtL,
 und den Erfordernissen des Marktes, nämlich einer prosperierenden, der Allgemeinheit und der Nachfrage dienenden Entwicklung des Luftverkehrs.

Wenn wir die Pariser Klimaziele erreichen wollen, dann müssen wir den Luftverkehr vor allem zielführend transformieren!

Dazu brauchen wir
 neue, PtL-basierte Treibstoffe – insbesondere für die weltweiten Bestandsflotten – und
 neue Antriebstechnologien, wo immer sie sich sinnvoll einsetzen lassen.

Den Luftverkehr national zu bekämpfen, ist keine Lösung.

Ideologie hilft nicht weiter.

Es gibt keine guten oder schlechten Verkehrsträger, sondern nur im jeweiligen Bedarfsfall geeignete oder weniger geeignete Verkehrsmittel!

Meine Damen und Herren,

Steuern und Gebühren zählen zu den wirkungsvollsten Lenkungsmaßnahmen eines Staates. Um so wichtiger ist es, dass diese Instrumente klug, umsichtig, verantwortungsvoll und vor allem zielführend eingesetzt werden.

Das gilt gerade auch für den Klimaschutz.

Blinder Aktivismus kann leicht zusätzlichen Schaden anrichten.

Die Wissenschaft belegt, dass die Erderwärmung in direktem Zusammenhang mit dem CO2-Anteil in der Atmosphäre steht.

Wenn das so ist, und daran besteht kein Zweifel,
 dann muss der besteuert werden, der den CO2-Anteil in der Atmosphäre durch die Zufuhr aus fossilen Energieträgern erhöht
 und nicht der, der mit Einführung eines PtL-gestützten CO2-Kreislaufs aktiven Klimaschutz betreibt!

PtL ist der Schlüssel für einen industriellen CO2-Kreislauf auf dem Treibstoffsektor.

Eine CO2-Besteuerung, die nicht an der Quelle des zusätzlich in die Atmosphäre eingebrachten Kohlenstoffs ansetzt, ist der falsche Weg.

CORSIA und das europäische ETS können daher nur erste Zwischenschritte sein.

Meine Damen und Herren,

Hysterie ist kein guter Ratgeber. Schon gar nicht, wenn man es mit hoch komplexen Systemen wie beim Klima oder auch beim Luftverkehr zu tun hat.

Warten, bis andere handeln, ist auch keine Lösung.

Es ist geradezu staatsbürgerliche Pflicht,
 die Gesellschaft von aktivistischen Schnellschüssen abzuhalten und
 zeitnah zu zielführendem, insbesondere nachhaltigem Handeln zu motivieren!

Ladies and Gentlemen,
 Don’t think small!
 Think sustainable!

Look always for the best possible solution –
 for the protection of the climate and the environment
and
 for the future of aviation!

Enjoy the conference!

Thank you!

Inbetriebnahme Power-to-Liquid Anlage Kopernikus-P2X

PtX

Karlsruhe, 7. November 2019

Kick-Off Kopernikus-Projekt P2X – Phase 2

Das Kopernikus-Projekt P2X dient der Erforschung, Validierung und Implementierung von “Power-to-X”-Konzepten. Ziel des Kopernikus-Projektes ist es, neuartige Technologien zu entwickeln, mit welchen unter Einsatz von regenerativ erzeugtem Strom aus Wasser und CO2 stoffliche Energieträger und chemische Produkte für die Sektoren Verkehr und Chemie kostengünstig, zeitlich flexibel und auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse abgestimmt hergestellt werden. „Power-to-X“-Technologien stellen einen Lösungsansatz hin zu einer erfolgreichen flächendeckenden Sektorenkopplung unter Ausnutzung der P2X-Wertschöpfungsketten dar.

Power-to-Liquid

CO2-arme PtL-Treibstoffe sind einer der wichtigsten Faktoren hin zu einer klimaschonenden Luftfahrt und gewinnen immer mehr an Bedeutung. Zur Zeit sind PtL-Fuels jedoch am Treibstoffmarkt nicht verfügbar. Umso mehr ist die zügige Entwicklung von PtL-Produktionsanlagen erforderlich. Das Kopernikus-Projekt P2X ist ein bedeutender Meilenstein am dem Weg dorthin.

Phase 1 – Konzeption

In der ersten Phase des Projekts wurde auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Campus Nord eine modulare P2X-Anlage auf der Basis eines 40-Zoll-Containers errichtet. Diese Anlage wurde nun am 7. November feierlich von den Projektbeteiligten in Betrieb genommen.

Die kompakte PtX-Anlage produziert aus dem Atmosphärengas Kohlendioxid (CO2), das mittels innovativer Technik aus der Umgebungsluft entnommen wird und aus intern durch Abwärme erzeugten Wasserdampf zunächst ein CO- und H2-haltiges Synthesegas mittels innovativer Hochtemperatur Co-Elektrolyse erzeugt. Anschließend erfolgt im Fischer-Tropsch-Reaktor die Umwandlung in Kohlenwasserstoffe aus denen schließlich die gewünschten synthetischen Treibstoffe destilliert werden.

 

PtX

PtX-Kompaktanlage der Phase 1 im KIT-Campus

Die PtX-Anlage der 1. Phase hat den Nachweis eindrucksvoll erbracht, dass es mit vorhandener Technologie möglich ist, klimaschonende synthetische Treibstoffe aus erneuerbaren Energiequellen dezentral zu gewinnen.

Damit ist das Tor weit geöffnet, weltweit dezentrale Produktionsanlagen für “grünen” Treibstoff insbesondere für die Luftfahrt zu errichten. Benötigt werden nur eine Quelle erneuerbarer Energien und Wasser. Die Atmosphäre steht dabei als aus menschlicher Sicht unerschöpfbare Quelle von CO2 zur Verfügung.

Aus dem klimaschädlichen Treibhausgas und Schadstoff CO2 wird somit ein wertvoller Rohstoff zur Treibstoffgewinnung, der in immer neuen Zyklen zur Verfügung steht.

 

PtX

Prof. Dr. Roland Dittmeyer, Leiter des Instituts für Mikroverfahrenstechnik am KIT

Die anwesenden Projektmitglieder, Pressevertreter und weitere Gäste konnten die PtX-Anlage persönlich in Augenschein nehmen. Prof. Dr. Dittmeyer, Mitglied im Lenkungskreis des Kopernikus-Projekts P2X erläuterte die Funktionsweise der Anlage und präsentierte Proben der bereits erzeugten PtL-Fuels.

Phase 2 – Optimierung

Nach erfolgreichem Abschluss der 1. Phase wird das P2X-Kopernikus-Projekt nun auf die nächste Entwicklungsebene gehoben. In Phase 2 soll die entwickelte Kompaktlösung auf eine PtL-Produktion von 200 Litern pro Tag hochskaliert werden (10 L/Tag in Phase 1). Die elektrische Anschlußleistung der Elektrolyse wird dabei bei 150kW liegen.

Diese Anlage kombiniert in größerem Maßstab wie bisher in Phase 1 die CO2-Gewinnung aus der Luft (Climeworks), die sogenannte Hochtemperatur Ko-Elektrolyse (Sunfire) zur Synthesegasherstellung, die anschließende Umwandlung des Synthesegases in flüssige Kraftstoffe (Ineratec) mit nachgeschaltetem Hydrocracking und Auftrennung in die unterschiedlichen Produkte, u.a. Kerosin Jet A1 (KIT IMVT).

Ziel ist es in dieser Phase 2, den Prototyp für ein effizientes, wärmeintegriertes und flexibles Verfahren zur dezentralen Kraftstoffsynthese, je nach Wunsch entweder Diesel oder Kerosin, aus erneuerbarem Strom und CO2 zu entwickeln. Der Wirkungsgrad soll dabei deutlich über 60% liegen. Die entsprechende PtX-Produktionsanlage wird wie in Phase 1 auf dem KIT-Campus errichtet. Auf dem als “Energy Lab 2.0” bezeichneten Areal wird ab sofort gebaut und einzelne Teilsysteme in Betrieb genommen. Die Entwicklungs- und Testphase dieser PtX-Anlage läuft bis Ende 2022.

Die Projektteilnehmer wurden am zweiten Tag der Veranstaltung im Rahmen eines Kick-Off-Meetings mit dem Fahrplan der 2. Phase vertraut gemacht. Daneben gab es Fachvorträge der Industriepartner Climeworks, Sunfire und Ineratec. Bereits im Januar wird das nächste Treffen der Projektbeteiligten stattfinden. Die Entschlossenheit der Teilnehmer, das Projekt sehr zügig anzugehen und die Überzeugung, ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen war deutlich zu spüren. Es lag Pioniergeist in der Luft.

Phase 3 – Demonstration

Um bereits in Phase 2 möglichst konkret werden zu können, werden Szenarien für den praktischen Einsatz von PtL-Produktionsanlagen insbesondere auch für die Luftfahrt untersucht. Hier tritt der Luftfahrtverband IASA e.V. auf den Plan. Die Luftfahrtexperten des gemeinnützigen Vereins werden geeignete Investoren und potenzielle Betreiber von kommerziellen PtL-Produktionsanlagen in Deutschland aus ihrem Netzwerk ansprechen und für das Projekt gewinnen. Im gleichen Zug wird IASA auch potenzielle Abnehmer des synthetischen Kerosins ansprechen. Sowohl die Business-Aviation als auch die kommerzielle Luftfahrt sollen so früh wie möglich gewonnen werden, um sich dann an der Demostrationsphase spätestens ab dem Jahr 2023 aktiv zu beteiligen.

Michael Wühle, IASA e.V.


Die International Association for Sustainable Aviation e.V. (IASA) setzt sich seit 2014 für den Einsatz von Power-to-Liquid-Treibstoffen in der internationalen Luftfahrt ein und betreibt hierzu eigene Projekte und Aktivitäten. Die IASA-Jahreskonferenz GREENER SKIES AHEAD am 19. November 2019 im Bonner Wissenschaftszentrtum steht auch in diesem Jahr im Fokus von PtL-Treibstoffen für eine nachhaltige Luftfahrt. Interessierte können sich noch unter www.iasaev.org oder über https://www.xing.com/events/greener-skies-ahead-gsa-2019-2053420 für die Konferenz anmelden.

Weltweit erste Forschungsanlage für effiziente Kraftstoffsynthese aus Luft besteht Praxistest

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

28.10.2019 12:25

KIT-Medieneinladung: Weltweit erste Forschungsanlage für effiziente Kraftstoffsynthese aus Luft besteht Praxistest

Karlsruher Institut für Technologie

Vier Projektpartner, vier Prozessstufen und ein Durchbruch im „P2X“-Projekt des BMBF: Auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologe (KIT) findet am 6. November 2019 die feierliche Inbetriebnahme der weltweit ersten integrierten Power-to-Liquid-Versuchsanlage mit simultaner Elektrolyse von Wasserdampf und Kohlendioxid statt. Ein Projektteam aus KIT, Climeworks, Sunfire und Ineratec, einer Ausgründung aus dem KIT, haben in einem kompakten Container alle Prozessschritte untergebracht, mit denen aus Luft und Strom flüssiger, CO2-neutraler Kraftstoff hergestellt werden kann. Die Medien sind herzlich eingeladen, Anmeldung bitte an presse@kit.edu.

„Power-to-X“-Technologien, kurz P2X, ermöglichen es, Strom aus erneuerbaren Quellen elektrochemisch in stoffliche Ressourcen wie Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Synthesegas oder Kraftstoffe umzuwandeln. P2X ist auch der Name eines der vom BMBF geförderten Kopernikus-Projekte zur Energiewende, in denen technologische und wirtschaftliche Lösungen für den Umbau des Energiesystems entwickelt werden. Am Projekt P2X sind Forschungseinrichtungen, Industrieunternehmen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen beteiligt. Innerhalb von zehn Jahren sollen neue technologische Entwicklungen bis zur industriellen Reife gebracht werden. Die in der ersten Projektphase entwickelte modulare integrierte Anlage zur Umwandlung von Kohlendioxid (CO2) aus der Luft in Kraftstoffe markiert einen wichtigen Meilenstein auf diesem Weg.

Feierliche Inbetriebnahme der Power-to-Liquid-Anlage des Kopernikus-Projektes „P2X“ am Mittwoch, 6. November 2019, 10:00 bis 14:00 Uhr

Quelle: IdW

Neue Impulse für die Energiewende

Power to Liquid

21.10.2019

Power2X startet in die zweite Projektphase

Seit September 2019 läuft die zweite Phase des Kopernikus-Projektes P2X, das unter anderem von der DECHEMA koordiniert wird. Es will nachhaltige Lösungen für energetische Versorgung und stoffliche Wertschöpfung aufzeigen.

In den nächsten drei Jahren steht bei P2X die Zukunft eines nachhaltigen Energiesystems im Fokus. Es muss primär die Reduktion klimaschädlicher Emissionen zum Ziel haben, um den damit einhergehenden Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur so weit als noch möglich zu verlangsamen. Andererseits muss Energie für die chemische Industrie, Haushalte, Transport und Verkehr bezahlbar bleiben und die Versorgungssicherheit gewahrt werden. Neben der wissenschaftlichen Forschung sind daher auch Fragen zur Akzeptanz ein Thema.

In der ersten Phase des Kopernikus-Projektes P2X wurde die technologische Basis für Lösungen erforscht. Diese Technologien können dabei helfen, die CO2-Neutralität von Produkten wie Kraftstoffen und Chemikalien zu erreichen. Die Highlights aus der ersten Förderphase, die im Herbst endete, sind in der Broschüre „Impulse für die Energiewende“ zusammengestellt. Dazu gehört beispielsweise die Entwicklung neuer Elektrodenmaterialien, mit denen Wasser wirtschaftlicher und kostengünstiger in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt werden kann. Auch eine nachhaltige Chemie wird möglich: Mithilfe von Bakterien können zum Beispiel Basischemikalien mit CO2 und Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt werden.

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Forschung, Industrie, Gesellschaft und Politik müssen zusammenarbeiten, damit unser Energiesystem sich grundlegend verändern kann und bereit für die Energiewende ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert dazu seit Herbst 2016 vier Kopernikus-Projekte. In dieser Forschungswerkstatt für die Energiewende arbeiten mehr als 240 Partner aus Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft zusammen. Weitere vom Bundesministerium geförderte Kopernikus-Projekte:

ENSURE diskutiert darüber, wie die Netze der Zukunft aussehen können und welche Möglichkeiten der Energieverteilung es dabei gibt.

SynErgie erforscht, wie industrielle Prozesse durch erneuerbare Energien verbessert werden können.

ENavi untersucht, wie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenfinden können. Es geht dabei um Fragen wie: Welche politischen Vorgaben sind am erfolgversprechendsten, um den CO2-Ausstoß zu verringern? Und wie kann man die Gesellschaft für unliebsame Maßnahmen gewinnen?

Weitere Informationen: https://www.kopernikus-projekte.de

Hinweis: IASA e.V. ist assoziierter Partner der zweiten Phase des Kopernikus-Projektes P2X

Quelle: DECHEMA

Global Alliance Powerfuels wirbt für mehr alternative Kraftstoffe im Luftverkehr

Power to Liquid Impulskampagne
PRESSEMITTEILUNG, MONTREAL/BERLIN

Wichtigster Schritt: weltweite Beimischungsquote von mindestens 2 Prozent / Vorreiternationen sollten zusätzliche Programme auflegen / Analyse informiert über Kosten und Maßnahmen

Positionspapier: Powerfuels in Aviation

Die Global Alliance Powerfuels – ein branchenübergreifender Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden – hat die Mitgliedstaaten der Zivilluftfahrtorganisation der Vereinten Nationen ICAO dazu aufgerufen, strombasierte, erneuerbare Kraftstoffe (Powerfuels) in den Fokus ihrer Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategie zu rücken. Für den Einstieg sollte das Ziel sein, eine weltweite Quote zur Beimischung von Powerfuels in Höhe von mindestens 2 Prozent zu beschließen. Die Kosten dafür wären schon heute gut vertretbar. Der Preis für ein Flugticket würde sich entsprechend der Beimischungsquote erhöhen: bei einer Beimischung von 2 Prozent um 2 Prozent, bei 10 Prozent um 10 Prozent, bei 50 Prozent um 50 Prozent. Das zeigt eine Analyse, die die Global Alliance zur 40. Versammlung der ICAO im kanadischen Montreal veröffentlich hat.

Andreas Kuhlmann, Sprecher der Global Alliance Powerfuels und Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena): „Powerfuels sind der Schlüssel für den Klimaschutz im Luftverkehr. Die bisherigen Instrumente zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in diesem Sektor reichen bei weitem nicht aus. Die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen in anderen Sektoren ist nur ein Ausgleichsmechanismus und nachhaltige Biokraftstoffe sind für den Luftverkehr sehr begrenzt verfügbar. Deshalb sollte die ICAO Powerfuels in ihre Nachhaltigkeitsstrategie aufnehmen und zeitnah Beimischungsquoten einführen. Einzelne Staaten und Regionen sollten darüber hinaus aktiv werden, um die Entwicklung zu beschleunigen, zum Beispiel durch eigene Quotenregelungen und Anreizprogramme für Fluglinien, Flughäfen und Kraftstoffproduzenten. Die Bundesregierung sollte zum Beispiel die Gelegenheit nutzen, mit dem Klimaschutzprogramm 2030 die geplante Erhöhung der Luftverkehrssteuer für die Förderung der Produktion von Powerfuels-Flugkraftstoffen einzusetzen.“

Kosten überschaubar: 10 Prozent Beimischung bedeutet 10 Prozent höhere Flugpreise

Der Markt für Powerfuels steht noch am Anfang. Erste Projekte zum Aufbau der Powerfuels-Produktion für den Luftverkehr laufen zum Beispiel in den Niederlanden, in Norwegen und Deutschland. Wie die Analyse der Global Alliance zeigt, könnte der Markt durch eine regional oder sogar weltweit verpflichtende Beimischungsquote schnell wachsen. Der Preis pro Liter würde rasch abnehmen und könnte bis 2050 auf fast einen Euro sinken.

Selbst bei Kosten von 2,40 Euro pro Liter Powerfuels-Kerosin, die nach Schätzungen schon in naher Zukunft erreichbar wären, ließen sich die Emissionen spürbar senken, ohne dass Flugtickets erheblich teurer würden. Ein typischer Urlaubsflug von Berlin nach Mallorca kostet beispielsweise 145 Euro. Bei einer Beimischungsquote von 2 Prozent würde das Ticket 3 Euro teurer werden, bei einer Beimischungsquote von 10 Prozent 15 Euro. Ein Langstreckenflug von Berlin nach Peking für 525 Euro würde bei einem Powerfuels-Anteil von 2 Prozent 11 Euro teurer werden; bei einem Anteil von 10 Prozent 53 Euro.

Das CO2-Reduktionspotenzial von Powerfuels-Kerosin hängt stark davon ab, welcher Strommix und welche CO2-Quellen bei der Produktion zum Einsatz kommen. Nach sehr konservativen Schätzungen könnte es im Vergleich zu fossilem Kerosin etwa 75 Prozent betragen. Bei einer weltweiten Beimischungsquote von 2 Prozent könnten somit rund 14 Millionen Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden; bei einer Beimischungsquote von 10 Prozent rund 68 Millionen Tonnen CO2. Das wäre mehr als der jährliche Treibhausgasausstoß eines Landes wie Irland.

Rahmenbedingungen für Powerfuels schaffen

Die aktuellen Rahmenbedingungen in der internationalen Luftfahrt sind aus Sicht der Global Alliance nicht geeignet, effektive Anreize für den Einsatz von Powerfuels zu geben. Die ICAO hat den Reduktionsmechanismus CORSIA eingerichtet, der garantieren soll, dass die Emissionen im Luftverkehr ab 2020 nicht weiter steigen. Der Schwerpunkt liegt dabei aber auf der Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen in anderen Sektoren. Dieses Instrument könnte so weiterentwickelt werden, dass auch Investitionen in Powerfuels attraktiv werden. Die nächste ICAO-Konferenz zu alternativen Kraftstoffen im Luftverkehr sollte dafür die Grundlagen schaffen. Vorreiternationen sollten jedoch schon vorher aktiv werden.

Auf nationaler Ebene könnte ein Teil der Einnahmen aus Steuern und Abgaben im Luftverkehr für Powerfuels-Programme genutzt werden. Der europäische Emissionshandel bezieht zwar den Luftverkehr mit ein, aber bei einem Preis von unter 30 Euro pro Tonne CO2 entstehen für die Luftverkehrswirtschaft noch keine Anreize, in Powerfuels zu investieren. Schweden und Norwegen sind dabei, Beimischungsquoten für Bio-Kraftstoffe im Flugbenzin einzuführen. Solche Quotenregelugen sollten auf Powerfuels erweitert werden.

Die deutsche Regierung hat in ihrem neuen Klimapaket angekündigt, die Rahmenbedingungen für die Produktion von strombasierten Kraftstoffen zu verbessern. Zur Diskussion steht auch, die Einführung einer Quote für Powerfuels-Kerosin zu untersuchen. Die parallel angekündigte Anhebung der Luftverkehrssteuer sollte dann jedoch nicht ausschließlich für die Bahn, sondern auch für die Förderung erster Powerfuels-Kerosin-Anlagen genutzt werden. Zusammen mit den Bundesländern, der Industrie und den Gewerkschaften hat sich die Bundesregierung außerdem vorgenommen, eine industriepolitische Initiative für Powerfuels in der Europäischen Union auf den Weg zu bringen. So steht es im Leipziger Statement zur Zukunft der Luftfahrt, das die deutschen Stakeholder im August vorgelegt haben. Die Global Alliance unterstützt dieses Vorhaben ausdrücklich.

Die Analyse „Powerfuels in Aviation“ (auf Englisch) sowie weitere Informationen zur Global Alliance Powerfuels sind online zu finden unter www.powerfuels.org (auf Englisch).

Über die Global Alliance Powerfuels

Powerfuels sind gasförmige oder flüssige Kraft-, Brenn- und Grundstoffe, die mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Solarkraft erzeugt werden. Der Strom treibt einen Elektrolyseprozess an, mit dem aus Wasser Wasserstoff gewonnen wird. Der Wasserstoff kann entweder direkt genutzt oder zu Energieträgern weiterverarbeitet werden, die je nach Bedarf Gas oder Öl ersetzen, sei es als Kraftstoff im Verkehr, als Brennstoff zur Erzeugung von Wärme und Strom oder als Grundstoff in der chemischen Industrie. Bekannt sind die Umwandlungsverfahren unter Begriffen wie Power to Gas (Strom zu Gas) und Power to Liquid (Strom zu Flüssigkeit).

Die Global Alliance Powerfuels verfolgt das Ziel, einen globalen Markt für strombasierte Kraft- und Brennstoffe aus erneuerbaren Energien aufzubauen. Sie informiert über die Potenziale, gibt Empfehlungen zur Entwicklung geeigneter Rahmenbedingungen und stößt Pilotprojekte an. Gegründet wurde sie Ende 2018 von international agierenden Unternehmen und Verbänden aus den Branchen Energie und erneuerbare Energien, Fahrzeugwirtschaft und Luftfahrt, Chemie und Mineralöl sowie Maschinen- und Anlagenbau. Die dena koordiniert als Initiator die Aktivitäten der Global Alliance.

Quelle: dena


 

Vereinigung Cockpit – Förderung klimaneutraler Kraftstoffe mit Power-to-Liquid-Verfahren

Donnerstag, 19 September 2019

Finanzierungskreislauf für klimafreundlichen Luftverkehr statt Augenwischerei mit Steuererhöhungen

– Rein fiskalische Maßnahmen werden keine Verbesserung für den Klimaschutz bringen, wenn nicht gleichzeigt in umweltfreundlichere Technologien und Kraftstoffe inverstiert wird. – Wir erwarten von der Politik besonnene klimapolitische Maßnahmen, die auch zur Versachlichung der gesellschaftlichen Debatte beitragen müssen.

Am 20. September will die Bundesregierung im Klimakabinett grundsätzliche Weichenstellungen zum Klimaschutz beschließen. Die Vereinigung Cockpit (VC) fordert die Regierungsparteien auf, mit klugen Maßnahmen zu einer echten Reduktion von CO2 beizutragen, statt erneut nur die Steuern zu erhöhen.

„Rein fiskalische Maßnahmen werden keine Verbesserung für den Klimaschutz bringen, wenn nicht gleichzeigt in umweltfreundlichere Technologien und Kraftstoffe investiert wird“, so Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit. „Wir brauchen einen Finanzierungskreislauf, in dem Einnahmen aus dem Luftverkehr effektiv der Weiterentwicklung in Richtung eines CO2-neutralen Luftverkehrs zugute kommen. Ökologischer Wandel, soziale Verantwortung und technischer Fortschritt müssen Hand in Hand gehen.”

Die Vereinigung Cockpit bekennt sich in ihrer Klimaschutz-Policy klar zu einem nachhaltigen und langfristig klimaneutralen Flugverkehr und schlägt konkrete Maßnahmen vor, u.A.:

– Einsparung von Emissionen durch effiziente Luftraumorganisation
Mit einem echten europäischen Luftraum (Single-European-Sky) und besserer Zuteilung des oberen Luftraums lassen sich 10% Emissionen einsparen, allein durch das Vermeiden von Umwegen und aufgrund der Möglichkeit, im oberen Luftraum treibstoffeffizienter zu fliegen.

– Förderung klimaneutraler Kraftstoffe mit Power-to-Liquid-Verfahren
Seit 2011 werden in Deutschland jährlich 1,2 Mrd. Euro über die Luftverkehrsabgabe erhoben. Diese Sonderbelastung könnte in einem Finanzierungskreislauf die Förderung von Power-to-Liquid Kraftstoffen effektiv voranbringen.

Förderung klimaneutraler Kraftstoffe mit Power-to-Liquid-Verfahren

Steuerliche Lenkungsmaßnahmen dürfen nur eingeführt werden, wenn sie international koordiniert und wettbewerbsneutral stattfinden. Das wäre im Falle einer erneuten deutschen Insellösung nicht der Fall.

Einnahmen aus diesen Abgaben müssen zweckgebunden für Klimaschutzmaßnahmen im Luftverkehr eingesetzt werden. Markus Wahl weiter: „Ein nationaler Alleingang ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Er würde zu Abwanderungsbewegungen ins benachbarte europäische Ausland und zu massiven Wettbewerbsnachteilen für die deutschen Fluggesellschaften führen, die den Wirtschaftsstandort Deutschland und Arbeitsplätze in der Luftfahrt bedrohen.“

Die Luftverkehrsbranche hat sich bereits 2016 im internationalen Abkommen CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) auf die globale Regulierung ihrer Treibhaus-Emissionen verständigt, das in mehreren Stufen von der Internationen Zivilluftfahrtsorganisation ICAO umgesetzt wird.

Wir erwarten von der Politik besonnene klimapolitische Maßnahmen, die auch zur Versachlichung der gesellschaftlichen Debatte beitragen müssen.

Quelle: Vereinigung Cockpit


 

Kopernikus-Projekt P2X

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

2.09.2019 15:01

2. Roadmap des Kopernikus-Projektes P2X erschienen

Welchen Beitrag PtX-Produkte für die Energiewende leisten können, analysiert die 2. Roadmap des Kopernikus-Projektes P2X. Sie betrachtet sowohl technologische Fragestellungen als auch Aspekte von Nachhaltigkeit und sozialer Akzeptanz.

„PtX-Energieträger werden einen zentralen Beitrag für die Energiewende leisten können und müssen. Die Technologien müssen nun schnell in einem industriell relevanten Umfeld erprobt werden, um die Voraussetzung für einen großtechnischen Einsatz zu schaffen“, sagte Prof. Kurt Wagemann, Koordinator des Projekts P2X, anlässlich der Veröffentlichung der 2. Roadmap: „Optionen für ein nachhaltiges Energiesystem mit Power-to-X Technologien Nachhaltigkeitseffekte – Potenziale – Entwicklungsmöglichkeiten“ des Kopernikus-Projektes „Power-to-X“: Flexible Nutzung erneuerbarer Ressourcen (P2X).

Die Roadmap begleitet und bewertet die technologischen Entwicklungen im P2X-Projekt hinsichtlich ihres potenziellen Beitrages zur Energiewende. Dabei werden sowohl der technologische Fortschritt innerhalb des Projektes als auch die wechselnden Anforderungen für mögliche Anwendungsbereiche im Kontext der Energiewende berücksichtigt. Der Fokus der 2. Roadmap liegt auf der Frage der Entwicklungen bzgl. der Nachhaltigkeit der Verfahren und Produkte, ihrer techno-ökonomischen Bewertung und Aspekte der sozialen Akzeptanz. Darüber hinaus werden intensiv Aspekte der Systemkompatibilität und die Betrachtung von Potenzialen auf der Herstellungs- und Anwendungsseite diskutiert.

Die wesentlichen Aussagen sind:
• PtX-Produkte können nur dann zur Treibhausgasreduktion beitragen, wenn fast ausschließlich erneuerbarer Strom für ihre Herstellung verwendet wird.
• PtX-Produkte werden auch absehbar deutlich teurer als ihre fossile Referenz bleiben.
• Eine breite Markteinführung setzt eine zügige Weiterentwicklung und Erprobung im relevanten Umfeld voraus.
• Eine Einschätzung der Akzeptanz ist aufgrund des teilweise noch niedrigen technischen Entwicklungsstandes und damit einhergehenden geringen Sichtbarkeit schwierig.
• Für eine erfolgreiche Umsetzung müssen sich Angebot und Nachfrage parallel entwickeln. Dabei spielen regulatorische Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle.

Das Projekt entwickelt stoffliche Power-to-X-Technologien zur Herstellung synthetischer Chemieroh- und Kraftstoffe, um auf Basis erneuerbarer Energien im Kontext der Energiewende stoffliche Energieträger und Rohstoffe bereitzustellen.

Die 2. Roadmap ist elektronisch auf https://dechema.de/studien.html sowie den Webseiten der beteiligten Projektpartner verfügbar.
Gedruckte Exemplare sind auf Anfrage bei der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. (roadmap-p2x(at)echema.de) erhältlich.

Quelle: idw

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