Schulze: “Wir brauchen eine globale Strategie für grünen Wasserstoff”

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Weltklimakonferenz: BMU gründet internationale Wissens- und Vernetzungsplattform für synthetische Energieträger aus Ökostrom

Das Bundesumweltministerium will die internationale Zusammenarbeit zu nachhaltigen synthetischen Brenn-, Kraft- und Grundstoffen aus Ökostrom (Power-to-X) ausbauen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze kündigte dazu heute auf der Weltklimakonferenz in Madrid den Aufbau eines Power-to-X-Sekretariats an, das künftig die Plattform für ein internationales Power-to-X-Netzwerk bilden soll. Das Sekretariat wird seinen Sitz in Berlin haben. Mit dem Begriff Power-to-X werden Technologien zur Herstellung synthetischer Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus elektrischer Energie zusammengefasst.

Für tatsächlich nachhaltige Energieträger ist es entscheidend, dass als Ausgangsprodukt zunächst “grüner” Wasserstoff aus Wind- und Sonnenenergie hergestellt wird. Ziel der Initiative des Bundesumweltministeriums ist es unter anderem, den weltweiten Wissensaustausch zu verbessern, Klimaschutzpotentiale dieser Produkte besser zu bestimmen und gemeinsam die Nachhaltigkeitskriterien für deren Einsatz zu entwickeln.

Svenja Schulze: “Wir brauchen eine weltweite Strategie für die Herstellung synthetischer Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus Ökostrom. Diese können perspektivisch national wie international einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und für den Aufbau einer klimaneutralen Wirtschaft leisten. Wir müssen jetzt die Kriterien setzen, mit denen wir einen umwelt- und klimafreundlichen Einsatz sichern – und zwar global. Wir dürfen nicht die Fehler wiederholen, die einst bei den Biokraftstoffen gemacht wurden. Damit das gelingt, müssen wir weltweit zusammenarbeiten. Darum wollen wir eine Plattform schaffen und ein internationales Netzwerk aufbauen. Das Power-to-X-Sekretariat ist hierfür der Ausgangspunkt.”

Damit Energieträger aus Strom einen echten Beitrag zum Klimaschutz leisten, muss die Produktion und die Anwendung von Anfang an bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Das wichtigste Kriterium dafür: Sie sollten ausschließlich aus erneuerbarer Energien produziert werden. Weiterhin ist nicht jedes Anwendungsgebiet sinnvoll, nicht nur aus Sicht des Klima- und Umweltschutzes, sondern auch aus Kosten- und Effizienzgründen. Bei strombasierten Energieträgern wie grünem Wasserstoff oder entsprechenden Kraftstoffen sind Umwandlungsverluste unvermeidlich. Derzeit fallen diese sehr hoch aus. Am Beispiel Auto kann man das sehen: Der Strombedarf bei der Nutzung synthetisch hergestellter Kraftstoffe für PKW ist zwischen zwei- und fast siebenmal höher als die direkte Stromnutzung eines Elektroautos. Deshalb ist es wichtig, nachhaltig produzierte Power-to-X-Produkte gezielt dort einzusetzen, wo eine direkte Elektrifizierung nicht möglich ist, also etwa im Luftverkehr oder in der Stahlindustrie.

Die Produktion von Energieträgern aus Ökostrom wie grünem Wasserstoff wird global erfolgen, vor allem in Ländern, die besonders viel Sonnen- und Windstrompotential haben. Für das Schaffen eines tragfähigen globalen Marktes für nachhaltige synthetische Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus Ökostrom ist es wichtig, alle relevanten Akteure national und weltweit in einen Dialog einzubinden, um die Chancen der Technologie zu nutzen und die Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Um die weltweite Vernetzung zu stärken, die Klimaschutzpotentiale synthetischer Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus Ökostrom darzustellen und international eine Diskussion über Nachhaltigkeitsstandards zu führen, hat das Bundesumweltministerium die GIZ damit beauftragt, die internationalen Power-to-X-Aktivitäten unter einem Dach zu verzahnen und auszubauen. Konkreter Arbeitsauftrag ist überdies, einen Beitrag zur Klärung zentraler Fragen rund um die Themen Energieeffizienz und Ressourcen, Potentiale und Machbarkeit, Zeitrahmen zur Herstellung marktreifer Produkte, Aufbau von lokalen Wertschöpfungsketten sowie Finanzierungskonzepte zu leisten. Dazu soll das Power-to-X-Sekretariat in Deutschland und weltweit mit Kooperationspartnern zusammenarbeiten, aufbauend auf bereits bestehenden Projekten und Kooperationen des Bundesumweltministeriums unter anderem mit Institutionen aus Marokko, Südafrika und Chile.

Quelle: BMU 10.12.2019 | Pressemitteilung Nr. 236/19 | COP 25

Brandenburgs Energieminister sieht Wasserstoff als Schlüsselelement der Energiewende

Power to Liquid

Steinbach: Wasserstoff kann Schlüsselelement der Energiewende sein

Energieminister sieht Projekt „H2Rail.Prignitz“ als weiteren Schritt zur H2-Vorreiterregion

Potsdam, 6. Dezember 2019.  „Wasserstoff kann das Schlüsselelement für das Gelingen der Energiewende und zum Erreichen der Klimaziele sein. Denn Wasserstoff ermöglicht die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und Industrie und bietet das größte Potenzial für eine weitgehende Dekarbonisierung unser Industrieprozesse. Die Anwendung innovativer H2-Technologien birgt große industriepolitische Chancen für Brandenburg, verbunden mit zusätzlicher regionaler Wertschöpfung und Beschäftigung.“ Das erklärte Energieminister Jörg Steinbach heute in Potsdam, wo er gemeinsam mit der Deutschen Eisenbahn Service AG (DESAG) über das Projekt „H2Rail.Prignitz“ informierte.

Kern des Pilotprojektes ist es, den emissionsfreien Speicherantrieb mit grünem Wasserstoff aus regional erzeugtem erneuerbaren Strom zu erproben. Damit soll gezeigt werden, wie ein CO2-freier Bahnbetrieb im oberleitungsfreien ländlichen Raum funktionieren kann. „Zudem bietet H2Rail neue Chancen für den Fahrzeug- und Anlagenbau. Deshalb freut es mich besonders, dass mit der DESAG ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen aus Brandenburg die Federführung übernimmt“, sagte Steinbach. Erfreulich sei zudem, dass der Bund das Projekt finanziell absichern wolle. H2Rail sei ein „weiterer Schritt auf Brandenburgs Weg zur H2-Vorreiterregion“.

Einmal mehr appellierte der Minister an den Bund, dass „aus der bisher als Stromwende betriebenen Energiewende endlich eine energieträger- und sektorenübergreifende Energiewende werden muss“. Vom Energiebedarf in Deutschland würden nur 20 Prozent auf den Stromsektor entfallen, weitere 30 Prozent auf die Mobilität und 50 Prozent auf den Wärmesektor. „Was bisher unter dem Begriff Energiewende lief, war fast nur auf den Stromsektor fokussiert. Wir müssen aber perspektivisch auch den Energiebedarf bei Mobilität und im Wärmesektor ,grün‘ bekommen“, sagte Steinbach. Eine besondere Rolle komme dabei Power-to-X-Technologien und Wasserstoff zu. Die Anwendungsmöglichkeiten für grünen Wasserstoff seien vielfältig. Beispielhaft verwies er auf die Stahlindustrie in Eisenhüttenstadt und die Chemieindustrie in Schwarzheide.

Die für Ende dieses Monats angekündigte Nationale Wasserstoffstrategie dürfe „kein wolkiges Ankündigungspapier“ werden, sondern müsse konkrete und kurzfristig umzusetzende Punkte enthalten, forderte Steinbach. „Neben der weiteren Verstärkung der Forschungsaktivitäten brauchen wir schnell einen Markt für erneuerbaren Wasserstoff. Nur so werden die Investitionen ausgelöst, die wir für den Hochlauf einer Wasserstoffproduktion jetzt brauchen“, sagte der Minister.

Deshalb müsse sich der Bund mit der Nationalen Wasserstoffstrategie zu einer ambitionierten Umsetzung der Erneuerbaren Energien Richtlinie (Renewable Energy Directive, RED II) in nationales Recht verpflichten. Brandenburg hatte für seine darauf abzielende Initiative am 11. Oktober eine breite Mehrheit im Bundesrat bekommen. „Jetzt ist der Bund in der Pflicht. Mit einer entsprechenden Umsetzung der RED II wird eine Nachfrage nach erneuerbarem Wasserstoff aus den Raffinerien ermöglicht. Das kann und muss die Initialzündung für das Thema werden“, sagte Steinbach.

Zudem müsse sich der Bund bei der für 2022/2023 geplanten Überarbeitung der EU-Flottenemissionsverordnungen dafür einsetzen, dass synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) auf die von der EU festgelegten Emissionswerte von Fahrzeugflotten angerechnet würden. „Dies würde eine Nachfrage nach E-Fuels bei den Fahrzeugherstellern auslösen, was ein weiterer Impuls wäre“, sagte Steinbach. „Auch dieses Thema muss sich in der Nationalen Wasserstoffstrategie wiederfinden – sie ist der Lackmustest, ob es die Bundesregierung tatsächlich ernst meint mit dem Thema oder weiter nur Kulissen schiebt.“

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE)

Greener Skies Ahead 2019

Kopernikus P2X

Bonn, 20. November 2019

Der Luftfahrtverband IASA e.V. veranstaltete auch in diesem Jahr eine Konferenz aus der Reihe “GREENER SKIES AHEAD 2019” zum Themenbereich Nachhaltige Luftfahrt.

Die Veranstaltung fand diesmal im Wissenschaftszentrum Bonn statt und war mit circa achtzig Teilnehmern gut besucht. Nach Grußworten des Bonner Oberbürgermeisters Ashok Sridharan und des Köln/Bonner Flughafenchefs Johan Vanneste, die beide die Wichtigkeit einer nachhaltigen und damit klimafreundlichen Luftfahrt unterstrichen, startete der fachliche Teil der Konferenz.

Greener Skies Ahead 2019

Konferenz GREENER SKIES AHEAD 2019 im Wissenschaftszentrum Bonn

Der Vorstandsvorsitzende der IASA e.V., Rudolf Dörpinghaus, eröffnete dann die Konferenz und verwies auf das 10. Jubiläum der Konferenzreihe GREENER SKIES AHEAD und das 5-jährige Jubiläum der IASA in ihrem Bemühen, das Thema Power-to-Liquid nach vorne zu bringen.

War das Kürzel PtL im Jahr 2014 noch ein “Geheimcode”, den nur sehr wenige Menschen entschlüsseln konnten, so ist PtL heute in aller Munde so Dörpinghaus. Daran hat auch die IASA mit ihren Konferenzen, Artikeln und Projekten einen erheblichen Anteil wie der Redner betonte.

Als weitere erfreuliche Entwicklung nannte Rudolf Dörpinghaus den Aufbau der eigenen Nachwuchsorganisation IASA-Graduate, deren Mitglieder die Idee einer nachhaltigen Luftfahrt im Kreis akademischer Nachwuchskräfte verbreiten und verstärken.

GREENER SKIES AHEAD 2019

Rudolf (Rolf) Dörpinghaus, President IASA e.V.

Die komplette Rede von Rudolf Dörpinghaus, “Sustainable Aviation – The Urgent Need for Transformation“, kann über die Homepage des Luftfahrtverbands heruntergeladen werden.

Transformation der Luftfahrt

Die Fachvorträge spannten den Bogen über die gegenwärtig drängendsten Probleme und Herausforderungen der Luftfahrt bei der Erfüllung der Klimaschutzziele der Branche und einer erfolgreichen Energiewende. Es gab Beiträge zu folgenden Themenblöcken:

  • PtL-Solutions / The State of the Art
  • Tackling CO2 in Air Transport
  • Sustainable Airports – Infrastructure and Services
  • Electro Hybrid Aircraft Solutions

Die Reihe der Fachvorträge wurde durch zwei Diskussionsrunden aufgelockert. Dabei ging es zum einen um die Frage wie PtL-Treibstoffe schnell und erfolgreich in den Markt gebracht werden können. Die andere Runde beschäftigte sich mit der Zukunft von elektro-hybriden Antrieben, die in der Luftfahrt zumindest eine Brückentechnologie darstellen werden.

Die Notwendigkeit zur Transformation der Luftfahrt in Richtung Nachhaltigkeit war das Leitthema der Konferenz. Die Fachvorträge und Diskussionen drehten sich dabei schwerpunktmäßig um die Frage, wie die Luftfahrt ihre Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen am schnellsten erreichen könne. Synthetische Treibstoffe aus Erneuerbaren Energien wie PtL-Kerosin, elektrische und hybride Antriebe für Flugzeuge als Alternative zu Verbrennungsmotoren und die Nutzung von CO2 als Rohstoff waren die Schwerpunkte.

Obwohl die Probleme und Herausforderungen nicht beschönigt wurden, zog sich doch als rote Linie die Erkenntnis durch die Veranstaltung, dass die technischen Probleme doch weitgehend gelöst sind und es “nur” darum gehe, nun endlich in die Praxis zu kommen.

Kopernikus P2X

Als Highlight des Vormittags wurde die Zusammenarbeit zwischen IASA e.V. und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Projekt Kopernikus P2X bekanntgegeben. Professor Dittmeyer, Leiter des Instituts für Mikroverfahrenstechnik (KIT) erläuterte zunächst das Projekt und die bisherigen Ergebnisse aus der ersten und nun abgeschlossenen Projektphase.

Kopernikus P2X

Partner im Projekt Kopernikus P2X
v.l.n.r. Rudolf Dörpinghaus, Michael Wühle (IASA), Roland Dittmeyer (KIT)

 

In den nun folgenden Phasen wird IASA als assoziierter Projektpartner das KIT dabei unterstützen, geeignete Standorte für PtL-Produktionsanlagen in Deutschland zu finden. Weiterhin besteht die Rolle der IASA auch darin, geeignete Industriepartner und Abnehmer des dann produzierten PtL-Kerosins an Bord zu holen. Die Zusammenarbeit besiegelten die Partner mit einem Letter-of-Intent (siehe Foto).

Nachhaltigkeit messbar machen

Der Veranstalter stellte in einem weiteren Vortrag auch das selbstentwickelte ICS-System zur Transformation von Unternehmen der Luftfahrt in Richtung Nachhaltigkeit vor. Das System IASA Certified Sustainability® macht den Grad der Nachhaltigkeit von Organisationen jeder Art sichtbar und vergleichbar.

Das mit dem System verbundene Gütesiegel bestätigt der jeweiligen Organisation, Nachhaltigkeitskriterien eingeführt zu haben und diese auch tatsächlich zu leben. Das zugrundeliegende Zertifizierungssystem orientiert sich an der DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung“ und übernimmt daraus Empfehlungen, die für das Gütesiegel und seinem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung von Organisationen angepasst wurden.

Alle Vorträge der Konferenz stehen auf der Event-Seite der GSA19 zum Download zur Verfügung.

Quelle: IASA e.V.


 

Sustainable Aviation – The Urgent Need for Transformation

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation
Rede zur Eröffnung der internationalen Fachkonferenz
GREENER SKIES AHEAD 2019

von Rudolf (Rolf) Doerpinghaus, Vorstandsvorsitzender IASA e.V.
Bonn, 19. November 2019

Es gilt das gesprochene Wort.

Greener Skies Ahead 2019

Rudolf (Rolf) Dörpinghaus, President IASA e.V.


Dear Mayor Limbach,
Dear Mr. Vanneste,
Most Distinguished Guests,
Ladies and Gentlemen,
Dear Friends and Members of IASA,

Welcome to the 10th GREENER SKIES AHEAD!

Thank you for joining us today!

It is an honor as well as a special pleasure to share this conference and the idea of sustainable aviation with you.

As a symposium for sustainability in aviation, GREENER SKIES AHEAD is already the conference with the longest tradition.

That’s why we are a little bit proud today!

As we have German and English speaking guests, I will use both languages.

Meine Damen und Herren,

es gibt noch ein zweites Jubiläum: Seit nunmehr fünf Jahren steht die GSA ganz im Zeichen erneuerbarer, klimafreundlicher bzw. vollsynthetischer Treibstoffe für die Luftfahrt, nachhaltig, umweltschonend, naturschützend und industriell hergestellt aus
 grünem Strom,
 Wasser und
 und dem Wertstoff CO2.

Dieses Power-to-Liquid – kurz PtL – genannte Verfahren wird von Beginn an dazu beitragen, den Luftverkehr klimafreundlicher zu machen und im Idealfall sogar einen quasi klimaneutralen Luftverkehr ermöglichen, nicht CO2-bedingte Klimaeffekte weitgehend eingeschlossen.

Als IASA sind wir stolz darauf, dazu beigetragen zu haben, das Interesse an PtL in der Luftverkehrswirtschaft ebenso wie in der Politik zu wecken.

Dies belegt auch die PtL-Zielvereinbarung im Koalitionsvertrag dieser Bundesregierung, über die wir uns besonders gefreut haben.

Mit dem Aufbau unseres Chapters ‘IASA Graduate’ ist es uns zudem gelungen, die Idee eines nachhaltigen Luftverkehrs verstärkt im Kreis akademischer Nachwuchskräfte zu verankern. Auch darüber freuen wir uns sehr!

Meine Damen und Herren,

an dieser Stelle eine grundlegende Bemerkung zur Arbeit der IASA:

Als IASA betrachten wir die Luftfahrt stets als Ganzes.

Unser Thema ist das weltweite System Luftverkehr und nicht etwa ‘nur’ ‘klimafeundliche Treibstoffe’, so wichtig dies Thema auch ist!

Die GREENER SKIES AHEAD ist dabei die einzige Veranstaltung dieser Art, die das Thema Nachhaltigkeit im Luftverkehr ganzheitlich und im Sinne der drei Säulen der Nachhaltigkeit thematisiert.

Die GSA adressiert beispielsweise
 Airlines, Flugzeughalter und Flughäfen ebenso wie den
 Flugzeug- und Triebwerksbau, den
 Boden- und Flugbetrieb oder die
 Reise bzw. den Transport von und zum Flughafen.

Ziel ist die Förderung des fachlichen Dialogs wie auch die Information der interessierten Öffentlichkeit.

Vor dem Hintergrund des drohenden Klimawandels und der erforderlichen Nachhaltigkeit adressiert die IASA aktuell vor allem
 synthetische, PtL-basierte Treibstoffe,
 innovative Antriebe und die
 Verwendung erneuerbarer Energien.

Deshalb empfehle ich Ihnen auch ganz besonders den zweiten Teil dieser Konferenz, der sich mit
 neuen Flugzeugkonzepten sowie
 elektrischen bzw. elektrohybriden Antrieben befasst.

Ladies and Gentlemen,

Here and now, we do not need to talk about Climate Change!
 You know that 2016 was the warmest year for more than a century.
 You know that this year has brought again new warming records – including October 2019.
 You know that according to WMO, global warming is happening faster than predicted.
 You are aware of evermore record-setting high temperatures.
 You know the main reason for global warming is not CO2 itself, but the increasing concentration of CO2 in the atmosphere.

Likewise important:

Here and now, we also do not need to talk about the importance and the multiple benefits of aviation,
 from its significant contribution to the global GDP to its
 unique function as the one and only worldwide web that brings people around the globe face-to-face together.

According to the latest ICAO long-term forecast,
 the number of 4.1 billion airline passengers counted in 2017
 will grow to about 10 billion in 2040!

People fly, simply and mostly because they need to fly.

Because aviation
 offers the highest level of connectivity,
 is safe and reliable,
 supports all kinds of business,
 helps to increase wealth and prosperity globally,
 creates jobs and
 makes the world a better place.

But, aviation also contributes to climate change!

Today aviation is accounted for up 3 % of global CO2 emissions.

Even though this number seems small, the impact on climate change is taken very seriously!!

In addition, there are also significant non-CO2-related effects contributing to global warming, which are still subject to further research.

The good news: for nearly all of these climate damaging effects are technical solution availbable or at least in sight!

Ladies and Gentlemen,

This conference has a simple message: Climate-friendly, even climate neutral aviation is achievable!
 It cane be done!
 It has to be done!
 And the necessary transformation is urgent and
 has to be started immediatley!

Climate change is real. Also real are potential solutions, helping aviation to meet the requirements of the Paris Climate Agreement.

And these solutions are
 already availabe or
 at least within reach in a timely manner!

To be not misunderstood: The transformation of aviation is and it will be a long and challenging road! But for most climate-related problems, technical solutions are identified!

Meine Damen und Herren,

Im Klartext: Klimafreundlicher, im Idealfall sogar klimaneutraler Luftverkehr, ist weitestgehend möglich!
Das belegen gerade auch zahlreiche Beiträge zur heutigen Konferenz.

Klimafreundliche Lösungen in der Luftfahrt entstehen
 durch neues Denken,
 durch technische Innovation,
 durch entschlossenes Handeln,
 durch den Willen aller Beteiligten, verfügbare Technologien zu realisieren und beispielsweise PtL-Fuels bzw. sogenannte E-Fuels auch zeitnah am Markt einzuführen sowie insbesondere
 durch eine verbindliche Beimischungs-Quote von PtL-Fuels.

Klimafreundliche Lösungen in der Luftfahrt entstehen jedoch
nicht durch
 einseitige Verbote,
 willkürliche Beschränkungen,
 zusätzliche Steuern oder
 sonstige Gebühren, die den unterschiedlichsten Zwecken, selten jedoch dem direkten Klimaschutz in der Luftfahrt zu Gute kommen.

Ebenso klar ist:
 Die Zeit drängt!
 Wir haben keine (!) Zeit zu verlieren!

Das heißt aber auch:
 Es genügt nicht, den drohenden Klimawandel zu beklagen.
 Es hilft nicht, etwa die Luftverkehrssteuer zu erhöhen, wenn die Einnahmen nicht auch tatsächlich zur Verminderung der CO2-Emissionen des Luftverkehrs genutzt werden.
 Es hilft auch nicht, wenn Airlines und die Betreiber von Infrastruktur – wie etwa die Flughäfen und Flugplätze – durch immer neue Belastungen wirtschaftlich und im Wettbewerb geschwächt werden.
 Es hilft auch nicht, wenn ganze Regionen vom Luftverkehr quasi abgekoppelt und damit in ihrer Entwicklung benachteiligt werden.

Meine Damen und Herren,

wir brauchen einen kostruktiven Klimaschutz!
 Nur ein wirtschaftlich starkes, international konkurrenzfähiges Luftverkehrssystem kann die erheblichen Aufgaben und Investitionen schultern, die für die schnelle Transformation der Luftfahrt in eine klimafreundliche, post-fossile Zukunft erforderlich sind.
 Nur ein wirtschaftlich starkes, international konkurrenzfähiges Luftverkehrssystem kann Vorbild und Vorreiter eines weltweit klimafreundlichen Luftverkehrs werden!
 Nur ein wirtschaftlich starkes, international konkurrenzfähiges Luftverkehrssystem kann in Verbindung mit PtL zu neuen, insbesondere auch regionalen Wertschöpfungsketten führen und damit Arbeitsplätze schaffen, wo heute aus anderen Gründen Arbeitsplätze verloren gehen.

Meine Damen und Herren,

Alle reden vom Klima.

PtL ist kein Produkt des aktuellen Klima-Hypes.

Die chemische Basis für PtL, die Fischer-Tropsch-Synthese,
 wurde vor rund 100 Jahren entdeckt,
 bereits in früheren Jahrzehnten intensiv genutzt und
 in jüngster Zeit verfahrenstechnisch immer mehr verfeinert.

Aus heutiger Sicht ist PtL die ideale Vernüpfung
 des Notwendigen, nämlich Klimaschutz,
 mit dem technolgisch Machbaren, nämlich PtL,
 und den Erfordernissen des Marktes, nämlich einer prosperierenden, der Allgemeinheit und der Nachfrage dienenden Entwicklung des Luftverkehrs.

Wenn wir die Pariser Klimaziele erreichen wollen, dann müssen wir den Luftverkehr vor allem zielführend transformieren!

Dazu brauchen wir
 neue, PtL-basierte Treibstoffe – insbesondere für die weltweiten Bestandsflotten – und
 neue Antriebstechnologien, wo immer sie sich sinnvoll einsetzen lassen.

Den Luftverkehr national zu bekämpfen, ist keine Lösung.

Ideologie hilft nicht weiter.

Es gibt keine guten oder schlechten Verkehrsträger, sondern nur im jeweiligen Bedarfsfall geeignete oder weniger geeignete Verkehrsmittel!

Meine Damen und Herren,

Steuern und Gebühren zählen zu den wirkungsvollsten Lenkungsmaßnahmen eines Staates. Um so wichtiger ist es, dass diese Instrumente klug, umsichtig, verantwortungsvoll und vor allem zielführend eingesetzt werden.

Das gilt gerade auch für den Klimaschutz.

Blinder Aktivismus kann leicht zusätzlichen Schaden anrichten.

Die Wissenschaft belegt, dass die Erderwärmung in direktem Zusammenhang mit dem CO2-Anteil in der Atmosphäre steht.

Wenn das so ist, und daran besteht kein Zweifel,
 dann muss der besteuert werden, der den CO2-Anteil in der Atmosphäre durch die Zufuhr aus fossilen Energieträgern erhöht
 und nicht der, der mit Einführung eines PtL-gestützten CO2-Kreislaufs aktiven Klimaschutz betreibt!

PtL ist der Schlüssel für einen industriellen CO2-Kreislauf auf dem Treibstoffsektor.

Eine CO2-Besteuerung, die nicht an der Quelle des zusätzlich in die Atmosphäre eingebrachten Kohlenstoffs ansetzt, ist der falsche Weg.

CORSIA und das europäische ETS können daher nur erste Zwischenschritte sein.

Meine Damen und Herren,

Hysterie ist kein guter Ratgeber. Schon gar nicht, wenn man es mit hoch komplexen Systemen wie beim Klima oder auch beim Luftverkehr zu tun hat.

Warten, bis andere handeln, ist auch keine Lösung.

Es ist geradezu staatsbürgerliche Pflicht,
 die Gesellschaft von aktivistischen Schnellschüssen abzuhalten und
 zeitnah zu zielführendem, insbesondere nachhaltigem Handeln zu motivieren!

Ladies and Gentlemen,
 Don’t think small!
 Think sustainable!

Look always for the best possible solution –
 for the protection of the climate and the environment
and
 for the future of aviation!

Enjoy the conference!

Thank you!

Lufthansa und SWISS Kunden können bei der Buchung ihrer Flüge klimaneutrale Treibstoffe kaufen

IASA e.V. - nachhaltige Luftfahrt
  • Lufthansa und SWISS bauen Optionen für CO2-Kompensation aus und integrieren „Compensaid“-Angebot des Lufthansa Innovation Hubs in ihre Buchungsportale 
  • Nachhaltige alternative Treibstoffe ermöglichen nahezu CO2-neutrales Fliegen
  • Langjähriger Partner myclimate arbeitet eng mit „Compensaid“ zusammen und unterstützt den Service der Plattform

14.11.2019

Nach erfolgreich abgeschlossener Testphase wird die vom Lufthansa Innovation Hub entwickelte Plattform „Compensaid“ das zentrale Kompensationsangebot der Lufthansa Group. Ab sofort finden Kunden von Lufthansa und SWISS „Compensaid“ direkt im Buchungsportal der Fluggesellschaften. Damit haben sie die Möglichkeit, die bei ihrer Flugreise unvermeidlich entstehenden CO2-Emissionen mit nachhaltigen alternativen Kraftstoffen weitgehend auszugleichen. Dieses sogenannte Sustainable Aviation Fuel (SAF) ist eine der vielversprechendsten Optionen, um die Zukunft des Fliegens klimaneutral zu gestalten.

„Die Förderung nachhaltiger, alternativer Treibstoffe ist zentraler Teil unserer Klimastrategie. Wir machen sie als eine der ersten Airlines weltweit unseren Kunden als Kompensationslösung verfügbar und treiben so ihre Entwicklung voran“, so Harry Hohmeister, Konzernvorstand Deutsche Lufthansa AG und Chief Commercial Officer Network Airlines. „Damit legen wir gemeinsam mit unseren Kunden einen weiteren wichtigen Grundstein für eine nachhaltigere Luftfahrt.“

Eine industrieweite Nutzung scheitert bislang an der verfügbaren Menge und den hohen Kosten des innovativen Treibstoffes, da bislang nur wenige Raffinerien weltweit in der Lage sind, SAF zertifiziert und in ausreichenden Mengen zu produzieren.

„Compensaid“ macht SAF erstmals einem breiten Publikum zugänglich

„Wir sind überwältigt von den positiven Reaktionen, die ‚Compensaid‘ im Testbetrieb erfahren hat“, sagt Gleb Tritus, Managing Director Lufthansa Innovation Hub. „Wir freuen uns, dass wir nach der überaus erfolgreichen Anlaufphase nun ein langfristiges Angebot für Lufthansa und SWISS Kunden geschaffen haben. Damit machen wir SAF und die noch junge Technologie dahinter erstmals einem breiten Publikum bekannt.“

Es handelt sich um die weltweit erste Onlineplattform dieser Art, die Endkunden eine transparente und schnell wirksame Möglichkeit gibt, mithilfe von alternativen Treibstoffen ihren CO2-Verbrauch beim Fliegen auszugleichen.

IASA e.V. - nachhaltige Luftfahrt

Betankung Lufhansa Flugzeug in Frankfurt

“Compensaid“ arbeitet eng mit Partner myclimate zusammen

Für die CO2-Kompensation über „Compensaid“ stehen den Reisenden zwei Optionen zur Verfügung: Sie können einerseits fossile Flugkraftstoffe eins-zu-eins durch SAF ersetzen. Dafür berechnet die Plattform die Preisdifferenz zwischen SAF und fossilem Kerosin. Kunden zahlen lediglich den Aufpreis für den innovativen Kraftstoff. Das Fuel Management der Lufthansa Group speist das SAF innerhalb von sechs Monaten in Frankfurt in den Flugbetrieb ein.

Alternativ können Reisende über die Schweizer Stiftung myclimate, die bereits seit 2007 Partner der Lufthansa Group für wirksamen Klimaschutz ist, Waldaufforstungsprojekte unterstützen und damit langfristig positive Klimaeffekte erzielen. Mit der „Compensaid“-Plattform haben Kunden die Wahl, über welchen Ansatz sie die CO2-Emissionen ihrer Flugreise reduzieren möchten. Ebenso möglich ist die Kombination der Alternativen.

Die Lufthansa Group bekennt sich seit Jahrzehnten zu einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmenspolitik und engagiert sich mit Nachdruck dafür, die Umweltauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf ein unvermeidbares Maß zu begrenzen. Dafür investiert der Konzern kontinuierlich: In den nächsten zehn Jahren erhält die Lufthansa Group im Schnitt alle zwei Wochen ein neues, treibstoffeffizienteres Flugzeug.

Informationen zu „Compensaid“ finden Sie unter lufthansa.compensaid.com und swiss.compensaid.com.

Quelle: Lufthansa


 

Inbetriebnahme Power-to-Liquid Anlage Kopernikus-P2X

PtX

Karlsruhe, 7. November 2019

Kick-Off Kopernikus-Projekt P2X – Phase 2

Das Kopernikus-Projekt P2X dient der Erforschung, Validierung und Implementierung von “Power-to-X”-Konzepten. Ziel des Kopernikus-Projektes ist es, neuartige Technologien zu entwickeln, mit welchen unter Einsatz von regenerativ erzeugtem Strom aus Wasser und CO2 stoffliche Energieträger und chemische Produkte für die Sektoren Verkehr und Chemie kostengünstig, zeitlich flexibel und auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse abgestimmt hergestellt werden. „Power-to-X“-Technologien stellen einen Lösungsansatz hin zu einer erfolgreichen flächendeckenden Sektorenkopplung unter Ausnutzung der P2X-Wertschöpfungsketten dar.

Power-to-Liquid

CO2-arme PtL-Treibstoffe sind einer der wichtigsten Faktoren hin zu einer klimaschonenden Luftfahrt und gewinnen immer mehr an Bedeutung. Zur Zeit sind PtL-Fuels jedoch am Treibstoffmarkt nicht verfügbar. Umso mehr ist die zügige Entwicklung von PtL-Produktionsanlagen erforderlich. Das Kopernikus-Projekt P2X ist ein bedeutender Meilenstein am dem Weg dorthin.

Phase 1 – Konzeption

In der ersten Phase des Projekts wurde auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Campus Nord eine modulare P2X-Anlage auf der Basis eines 40-Zoll-Containers errichtet. Diese Anlage wurde nun am 7. November feierlich von den Projektbeteiligten in Betrieb genommen.

Die kompakte PtX-Anlage produziert aus dem Atmosphärengas Kohlendioxid (CO2), das mittels innovativer Technik aus der Umgebungsluft entnommen wird und aus intern durch Abwärme erzeugten Wasserdampf zunächst ein CO- und H2-haltiges Synthesegas mittels innovativer Hochtemperatur Co-Elektrolyse erzeugt. Anschließend erfolgt im Fischer-Tropsch-Reaktor die Umwandlung in Kohlenwasserstoffe aus denen schließlich die gewünschten synthetischen Treibstoffe destilliert werden.

 

PtX

PtX-Kompaktanlage der Phase 1 im KIT-Campus

Die PtX-Anlage der 1. Phase hat den Nachweis eindrucksvoll erbracht, dass es mit vorhandener Technologie möglich ist, klimaschonende synthetische Treibstoffe aus erneuerbaren Energiequellen dezentral zu gewinnen.

Damit ist das Tor weit geöffnet, weltweit dezentrale Produktionsanlagen für “grünen” Treibstoff insbesondere für die Luftfahrt zu errichten. Benötigt werden nur eine Quelle erneuerbarer Energien und Wasser. Die Atmosphäre steht dabei als aus menschlicher Sicht unerschöpfbare Quelle von CO2 zur Verfügung.

Aus dem klimaschädlichen Treibhausgas und Schadstoff CO2 wird somit ein wertvoller Rohstoff zur Treibstoffgewinnung, der in immer neuen Zyklen zur Verfügung steht.

 

PtX

Prof. Dr. Roland Dittmeyer, Leiter des Instituts für Mikroverfahrenstechnik am KIT

Die anwesenden Projektmitglieder, Pressevertreter und weitere Gäste konnten die PtX-Anlage persönlich in Augenschein nehmen. Prof. Dr. Dittmeyer, Mitglied im Lenkungskreis des Kopernikus-Projekts P2X erläuterte die Funktionsweise der Anlage und präsentierte Proben der bereits erzeugten PtL-Fuels.

Phase 2 – Optimierung

Nach erfolgreichem Abschluss der 1. Phase wird das P2X-Kopernikus-Projekt nun auf die nächste Entwicklungsebene gehoben. In Phase 2 soll die entwickelte Kompaktlösung auf eine PtL-Produktion von 200 Litern pro Tag hochskaliert werden (10 L/Tag in Phase 1). Die elektrische Anschlußleistung der Elektrolyse wird dabei bei 150kW liegen.

Diese Anlage kombiniert in größerem Maßstab wie bisher in Phase 1 die CO2-Gewinnung aus der Luft (Climeworks), die sogenannte Hochtemperatur Ko-Elektrolyse (Sunfire) zur Synthesegasherstellung, die anschließende Umwandlung des Synthesegases in flüssige Kraftstoffe (Ineratec) mit nachgeschaltetem Hydrocracking und Auftrennung in die unterschiedlichen Produkte, u.a. Kerosin Jet A1 (KIT IMVT).

Ziel ist es in dieser Phase 2, den Prototyp für ein effizientes, wärmeintegriertes und flexibles Verfahren zur dezentralen Kraftstoffsynthese, je nach Wunsch entweder Diesel oder Kerosin, aus erneuerbarem Strom und CO2 zu entwickeln. Der Wirkungsgrad soll dabei deutlich über 60% liegen. Die entsprechende PtX-Produktionsanlage wird wie in Phase 1 auf dem KIT-Campus errichtet. Auf dem als “Energy Lab 2.0” bezeichneten Areal wird ab sofort gebaut und einzelne Teilsysteme in Betrieb genommen. Die Entwicklungs- und Testphase dieser PtX-Anlage läuft bis Ende 2022.

Die Projektteilnehmer wurden am zweiten Tag der Veranstaltung im Rahmen eines Kick-Off-Meetings mit dem Fahrplan der 2. Phase vertraut gemacht. Daneben gab es Fachvorträge der Industriepartner Climeworks, Sunfire und Ineratec. Bereits im Januar wird das nächste Treffen der Projektbeteiligten stattfinden. Die Entschlossenheit der Teilnehmer, das Projekt sehr zügig anzugehen und die Überzeugung, ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen war deutlich zu spüren. Es lag Pioniergeist in der Luft.

Phase 3 – Demonstration

Um bereits in Phase 2 möglichst konkret werden zu können, werden Szenarien für den praktischen Einsatz von PtL-Produktionsanlagen insbesondere auch für die Luftfahrt untersucht. Hier tritt der Luftfahrtverband IASA e.V. auf den Plan. Die Luftfahrtexperten des gemeinnützigen Vereins werden geeignete Investoren und potenzielle Betreiber von kommerziellen PtL-Produktionsanlagen in Deutschland aus ihrem Netzwerk ansprechen und für das Projekt gewinnen. Im gleichen Zug wird IASA auch potenzielle Abnehmer des synthetischen Kerosins ansprechen. Sowohl die Business-Aviation als auch die kommerzielle Luftfahrt sollen so früh wie möglich gewonnen werden, um sich dann an der Demostrationsphase spätestens ab dem Jahr 2023 aktiv zu beteiligen.

Michael Wühle, IASA e.V.


Die International Association for Sustainable Aviation e.V. (IASA) setzt sich seit 2014 für den Einsatz von Power-to-Liquid-Treibstoffen in der internationalen Luftfahrt ein und betreibt hierzu eigene Projekte und Aktivitäten. Die IASA-Jahreskonferenz GREENER SKIES AHEAD am 19. November 2019 im Bonner Wissenschaftszentrtum steht auch in diesem Jahr im Fokus von PtL-Treibstoffen für eine nachhaltige Luftfahrt. Interessierte können sich noch unter www.iasaev.org oder über https://www.xing.com/events/greener-skies-ahead-gsa-2019-2053420 für die Konferenz anmelden.

Airbus investiert mit Amprius in den Marktführer für Batterietechnologie mit hoher Energiedichte

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

  Strategische Investition von Airbus Defence and Space in Amprius, Inc.

  Neue Generation von Lithium-Ionen-Batterien mit Silizium-Nanodraht-Anode

  Ausbau der Produktion zur Deckung kurzfristigen Bedarfs im Zephyr-Programm

München, 31. Oktober 2019 – Airbus Defence and Space ist eine Partnerschaft mit den Kapitalgebern des US-amerikanischen Batterieherstellers Amprius eingegangen. Die Finanzierung dient dazu, die Entwicklung moderner Batteriespeicher mit Silizium-Nanodraht- Anoden-Technologie voranzutreiben.

Die Beteiligung von Airbus Defence and Space soll den Ausbau der Produktionskapazität fördern und Batterien mit höherer Energiedichte für Luftfahrtinnovationsprogramme von Airbus Defence and Space wie dem hoch fliegenden Pseudosatelliten (HAPS) Zephyr und Urban Air Mobility bereitstellen.

„Diese Partnerschaft stärkt die Verbindung zweier Marktführer und führt die neueste Batteriegeneration auf dem Markt mit dem fortschrittlichsten HAPS-Programm zusammen. Zephyr ist derzeit der einzige vollständig solarbetriebene HAPS, der in der Stratosphäre in einer durchschnittlichen Flughöhe von 70.000 Fuß (21 Kilometern) betrieben wird. Er stellt persistente satellitenähnliche Dienste auf lokaler Ebene bereit und deckt ein breites Spektrum von Anwendungen und Aufgabenstellungen ab“, erklärt Jana Rosenmann, Head of Unmanned Aerial Systems bei Airbus.

Amprius brachte 2013 als erster Hersteller Lithium-Ionen-Batterien mit 100% Silizium- Anoden auf den Markt und produziert handelsübliche Batterien mit der branchenweit höchsten Energiedichte. Zu den Produkt- und Technologieplattformen des Unternehmens gehören vollständig aus Silizium bestehende Nanodraht-Anoden, Silizium-Graphit-Anoden, lithiumreiche Kathoden und speziell für Silizium ausgelegte Hochspannungselektrolyte.

„Wir freuen uns sehr, mit Airbus zusammenzuarbeiten und Batterien für das Zephyr- Programm zu liefern“, so Jon Bornstein, COO von Amprius. „Der Einbau der Lithium-Ionen- Batterien mit vollständig aus Silizium bestehender Nanodraht-Anode von Amprius in die Zephyr-Plattform ist eine wichtige Bestätigung dieser Technologie. Auch die Entwicklung von Hochenergiezellen für Urban Air Mobility eröffnet spannende Möglichkeiten für die Erschließung neuer Märkte in der Luftfahrt.“

Amprius-Batteriesysteme mit hoher Energiedichte eignen sich für Smartphones, Wearables, Drohnen, Roboter, Luftfahrzeuge, elektrische Transportmittel und militärische Ausrüstung.

Zephyr ist das weltweit führende solargetriebene unbemannte Fluggerät in der Stratosphäre. Es wird sowohl militärischen als auch zivilen Kunden neue optische, sensorische und kommunikative Möglichkeiten bieten. Zephyr besitzt das Potenzial, das Katastrophenmanagement zu revolutionieren, unter anderem durch die Überwachung der Ausbreitung von Waldbränden oder Ölteppichen. Es ermöglicht nicht nur eine konstante Überwachung ökologischer Veränderungen, sondern auch die Kommunikation mit den entlegensten Teilen der Erde.

Für den nötigen Antrieb sorgt modernste Batterietechnik. Sowohl die zusätzliche Produktionskapazität bei Batterien der neuen Generation als auch die Forschung an künftigen Batteriekonzepten werden dem Zephyr-Programm und seiner marktführenden Position zugutekommen.

Über das Airbus-Programm Zephyr

Eigentliches Ziel des Zephyr-Systems ist es, persistente Dienste kostengünstig auf lokaler Ebene mithilfe eines wiederverwendbaren, solarelektrisch betriebenen Flugzeugs anzubieten und dabei eine breite Anwendungspalette abzudecken: etwa die Meeresüberwachung und dazugehörige Einsätze, Grenzschutzmissionen, Kommunikation, Lokalisierung und Überwachung von Waldbränden oder Navigation. Die in der Stratosphäre in einer durchschnittlichen Flughöhe von 70.000 Fuß bzw. 21 Kilometern betriebene Ultraleichtdrohne Zephyr wiegt bei einer Spannweite von 25 Metern kaum 75 Kilogramm. Sie fliegt über dem Wetter (Wolken, Strahlströme) und dem normalen Luftverkehr und soll gezielt für lokale oder regionale Missionen eingesetzt werden.
Zephyr besitzt die Fähigkeit, sich konkret auf ein bestimmtes Zielgebiet (das Hunderte Meilen umfassen kann) zu konzentrieren und ist daher ideal für lokale ISR-Missionen (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance – Informationsgewinnung, Überwachung und Aufklärung) mit hoher Persistenz geeignet. Dabei bietet es, ähnlich einem Satelliten (jedoch mit höherer Bildkörnigkeit), Kommunikations- und Erdbeobachtungsdienste über lange Zeiträume und ohne jede Unterbrechung. Das Zephyr-System ist kein reines Flugzeug und kein reiner Satellit, besitzt jedoch Merkmale von beidem, indem es die Persistenz eines Satelliten und die Flexibilität einer Drohne in sich vereint. Das einzige Zivilflugzeug, das in dieser Höhe geflogen ist, war die Concorde; ansonsten können nur die militärischen Aufklärer U-2 und SR-71 „Blackbird“ in vergleichbaren Höhen eingesetzt werden. Zephyr hat mehrere Weltrekorde aufgestellt, unter anderem im Jahr 2018 für die längste Flugdauer ohne Betankung. Bei seinem Erstflug blieb der Zephyr S, das erste Produktionsmodell des Luftfahrzeugs, mehr als 25 Tage in der Luft und erreichte dabei Flughöhen von über 21 Kilometern.

Quelle: Airbus

Weiterer Schritt zur CO2-Neutralität durch E-Mobility-basiertes Luftfracht-Handling

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Ab sofort sorgen vier komplett elektrisch betriebene Fracht- und Gepäckschlepper für einen schnellen, leisen und emissionsfreien Frachtguttransport auf dem Flughafen Stuttgart. Ebenso kraftvoll, aber bis zu 60  Prozent sparsamer als dieselbetriebene Fahrzeuge, ziehen seit Anfang September die »SHERPA« E von Goldhofer sämtliche Luftfrachtgüter an ihre Bestimmungsorte. „2018 ist es uns erstmals gelungen, den Passagier- und Gepäcktransport auf dem Vorfeld batteriebetrieben und abgasfrei abzuwickeln. Das haben wir durch den Austausch dieselbetriebener Frachtschlepper mit den abgasfreien Goldhofer-Modellen jetzt auch im Cargo-Bereich geschafft“, so Dr. Arina Freitag, Geschäftsführerin der Flughafen Stuttgart GmbH.

Bei der Planung, Organisation und Einrichtung einer entsprechenden Lade-Infrastruktur waren die Airport-Technology-Experten von Goldhofer eng mit eingebunden. „Dass die Stärke, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit unserer Hochleistungsschlepper dabei mithelfen, die anspruchsvollen Klimaziele des Stuttgarter Flughafens in die Tat umzusetzen, freut uns sehr. Gleichzeitig spornt es uns an, unsere Entwicklungen nachhaltiger und umfassender Ground-Handling-Konzepte weiter voranzutreiben“, so Lothar Holder, Sprecher des Vorstands der Goldhofer AG und Leiter des Geschäftsfelds Airport Technology.

Seit Oktober ist der Flughafen Stuttgart seinem Ziel der CO2-Neutralität einen weiteren Schritt näher gekommen. Der Grund: Die Flotte der Frachtschlepper ist nun komplett mit »SHERPA« E von Goldhofer bestückt. Durchgängig elektrisch betrieben lösen die völlig abgasfreien und geräuscharmen Modelle die bisher eingesetzten Diesel-Fahrzeuge ab. Gründe für den Austausch sind die mit den neuen Fahrzeugen einhergehenden operativen und wirtschaftlichen Effizienzsteigerungen sowie die Förderung nachhaltiger Umweltverträglichkeit – kurz: Energieeinsparungen, Emissionssenkungen und Lärmreduzierungen. Davon profitieren alle Beteiligten: der Flughafen Stuttgart, die Flugfrachtanbieter sowie die Mitarbeiter auf dem Rollfeld.

Ausdauernd und sparsam – »SHERPA« E
Die E-Schlepper von Goldhofer vereinen genau wie dieselbetriebene Modelle dasselbe hohe Niveau an Zuverlässigkeit, Sicherheit und Flexibilität. Die hocheffiziente, 400-V-Lithium-Ionen-Batterie bietet sehr kurze Ladezeiten, erlaubt Zwischenladungen und ist über 30 Prozent ausdauernder im Vergleich zu Blei-Säure-Batterien. Gegenüber dieselbetriebenen Fahrzeugen ergeben sich Energie-Einsparungspotenziale von bis zu 80 Prozent. Die Goldhofer »IonMaster« Technology ermöglicht das Zwischenladen in jeder noch so kurzen Pause. Da­durch lässt sich der »SHERPA« E über mehrere Schichten hinweg nahezu pausenlos einsetzen. Ein aktiv gesteuertes Temperaturmanagement sorgt dabei für eine maximale Lebensdauer der Batterie. Der emissionsfreie »SHERPA« kann in Gebäuden wie im Freien verwendet werden. Das Modell bietet verschiedene Ballastierungen sowie drei Kabinenoptionen an. Diese individuelle Konfigurierbarkeit ermöglicht eine individuelle Fahrzeuganpassung an die spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten des jeweiligen Flughafens.

Kraftvoll, nachhaltig und wirtschaftlich – »IonMaster« Technologie
Zum reibungslosen Betrieb des »SHERPA« E setzt Goldhofer auf seine »IonMaster«-Technologie, einen leistungsstarken Elektro-Antrieb mit Lithium-Ionen Hochvolt-Batterie. Als modulares, effizientes und langlebiges Antriebskonzept ermöglicht die »IonMaster«-Technologie in Verbindungen mit unterschiedlichen Ladeinfrastrukturen den hocheffizienten Einsatz von Fahrzeugen. Der Fuhrpark ist somit quasi ständig einsatzverfügbar und kann je nach Flughafenlogistik auf ein Minimum an Fahrzeugen reduziert werden.

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Kraftvoll, emissionsfrei und leise – der vollelektronische Gepäck- und Fracht- Schlepper »SHERPA« E im Einsatz. (Foto: Flughafen Stuttgart)

Vorreiter in Sachen CO2-Neutralität
Durch den Austausch der Diesel-Frachtschlepper mit den elektrisch betriebenen Goldhofer-Modellen hat der Flughafen Stuttgart eine weitere Etappe in Richtung einer vollumfänglichen E-Mobilitäts-Flotte erreicht. Als Mitglied der Klimaschutzinitiative Airport Carbon Accreditation (ACA) erhielt der größte baden-württembergische Flughafen erst kürzlich zum dritten Mal in Folge die Zertifizierung des Dachverbands der europäischen Verkehrsflughäfen ACI Europe für sein CO2-Management.

Quelle: Goldhofer


 

Aviationscouts GmbH setzt auf Nachhaltigkeit und beteiligt sich an Bag to Life

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

(PresseBox) (Lichtenfels, )

Aviationscouts GmbH ist zusammen mit Thomas Machalke seit Januar 2019 an Bag to Life beteiligt, der mehrfach ausgezeichneten Upcycling-Marke der Ehrensache D/V GmbH & Co. KG.

Ein gutes Netzwerk ist das A und O. Vor drei Jahren hat Thomas Bulirsch, Geschäftsführer der Aviationscouts GmbH, Kerstin Rank, Gründerin von Bag to Life, bei einer Veranstaltung kennengelernt und viele Gemeinsamkeiten in der Geschäftsidee rund um Recycling und Upcycling festgestellt.

Bag to Life wurde 2010 von Kerstin Rank in Bayreuth gegründet. Von Beginn an designte sie Taschen und Accessoires aus hocheffizienten Materialien der Luftfahrt und entwickelte den Fertigungskreislauf, den alle entsorgten Rettungswesten bei Bag to Life durchlaufen. 75.000 Rettungswesten wurden seit dem Launch vor der Entsorgung gerettet und somit 130 Tonnen Müll vermieden.

Im Zuge des Mit-Gesellschafter-Wechsels haben sich Aviationscouts GmbH und Ehrensache D/V GmbH & Co. KG geschäftlich verbunden. Im Januar 2019 fand der Umzug von Bayreuth in die Geschäftsräume der Aviationscouts GmbH nach Lichtenfels statt. Am Standort Lichtenfels entsteht so ein konstant wachsender Hotspot der Luftfahrt-Kompetenz. Bestehende Synergien können genutzt werden, wie das rund 3.500 Quadratmeter große Lager und Flächen für Verwaltung, Produktion und Logistik. „Hier gibt es Strukturen, von denen wir profitieren – angefangen bei gemeinsamen Messeauftritten und Marketing, beim Einkauf, den Materialflüssen und den Lieferanten“, sagt Kerstin Rank.

Für die Öffentlichkeit bietet Bag to Life am Samstag, den 14.12.2019 einen Tag der offenen Tür in Form eines vorweihnachtlichen „Xmas Outlet Sales“. Von 11 bis 17 Uhr können sich alle Interessierten neben einer Vorführung der Bag to Life Taschen und Accessoires auch selbst einen Einblick in die Firma und deren Nachhaltigkeitskonzept verschaffen.

„Ab 2020 sollen über das Taschensegment hinaus neue Produktlinien auf den Markt gebracht werden“ so Thomas Bulirsch. „Hier führen wir gerade unsere Expertisen zusammen und kreieren neue Produktwelten. Wir gehen als Vorbild voraus und zeigen neue Möglichkeiten auf, die wiederum eine Vielzahl an Zielgruppen bedienen und vor allem einen verantwortungsvollen Weg im Produktzyklus aufzeigen. Die Rettungsweste fliegt bis zu 10 Jahre unter dem Sitz und erlebt so viele Abenteuer bei Ihren Weltumrundungen. Die Kunden dürfen gespannt sein auf unsere neuen Ideen! Konkrete Entwürfe gibt es im ersten Halbjahr 2020 zu sehen,“ sagt Thomas Bulirsch.

Kerstin Rank wurde am 29.10.2019 mit dem BVMW Unternehmerinnen Award Oberfranken ausgezeichnet. Dieser Award wird selbständigen Frauen aus der Region überreicht, die durch ihre Ideen und Ansätze die tägliche Arbeit in der heimischen Wirtschaft verändert haben und somit ein Vorbild für andere sind. Der BVMW Unternehmerinnen Award 2019 Oberfranken stellt inspirierende Frauen aus der oberfränkischen Region vor und macht ihre Leistungen sichtbarer.

Die Entstehungsgeschichte von Bag to Life

Als eine Flugbegleiterin die Sicherheitsvorkehrung auf einem Urlaubsflug demonstrierte, traf es Kerstin Rank wie ein Blitz.

Begeistert von Material, Form und Farbe war klar: Kerstin möchte daraus Taschen anfertigen.

Dieses Ereignis im Jahr 2009 war die Geburtsstunde von „Bag to Life“ – ein englisches Wortspiel, dass zu Deutsch „Zurück ins Leben“ sinngemäß widerspiegeln soll.

Die Idee ist so simpel wie genial. Ausrangierte Rettungswesten und Flugzeugsitzbezüge bekommen ein zweites Leben als Tasche oder Accessoire. Sie designte aus High-Tech-Materialien der Luftfahrt – deren Haltbarkeit abgelaufen ist – einzigartige Produkte, die die Herzen höher schlagen lassen und auf eindrucksvolle Weise zeigen, wie die Welt durch Kreativität grüner und nachhaltiger gestaltet werden kann.

Rettungswesten und weitere Originalmaterialien der Flugzeugindustrie müssen aus Sicherheitsgründen nach einer bestimmten Zeitspanne ausgetauscht werden. Diese Hightech-Stoffe entsprechen in ihren Standards den höchsten Normen, denn nur das funktionellste und leichteste Grundmaterial findet in Flugzeugen Verwendung. Dabei sind diese Komponenten so hochwertig, dass sie in einem zweiten Leben als Tasche ihrem Träger die Vorteile der Flugzeugindustrie nahebringen.

Die Kollektion ist speziell für die Bedürfnisse von Vielfliegern und Reisebegeisterten entwickelt und designt. „Wir wollen Zielgruppen mehr für Nachhaltigkeit öffnen, indem wir ihnen nicht mit erhobenem Zeigefinger begegnen“, sagt Kerstin Rank. „Wir möchten einfach ein gut designtes Produkt mit hoher Funktionalität verkaufen“, fährt sie fort.

Quelle: PresseBox

Weltweit erste Forschungsanlage für effiziente Kraftstoffsynthese aus Luft besteht Praxistest

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

28.10.2019 12:25

KIT-Medieneinladung: Weltweit erste Forschungsanlage für effiziente Kraftstoffsynthese aus Luft besteht Praxistest

Karlsruher Institut für Technologie

Vier Projektpartner, vier Prozessstufen und ein Durchbruch im „P2X“-Projekt des BMBF: Auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologe (KIT) findet am 6. November 2019 die feierliche Inbetriebnahme der weltweit ersten integrierten Power-to-Liquid-Versuchsanlage mit simultaner Elektrolyse von Wasserdampf und Kohlendioxid statt. Ein Projektteam aus KIT, Climeworks, Sunfire und Ineratec, einer Ausgründung aus dem KIT, haben in einem kompakten Container alle Prozessschritte untergebracht, mit denen aus Luft und Strom flüssiger, CO2-neutraler Kraftstoff hergestellt werden kann. Die Medien sind herzlich eingeladen, Anmeldung bitte an presse@kit.edu.

„Power-to-X“-Technologien, kurz P2X, ermöglichen es, Strom aus erneuerbaren Quellen elektrochemisch in stoffliche Ressourcen wie Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Synthesegas oder Kraftstoffe umzuwandeln. P2X ist auch der Name eines der vom BMBF geförderten Kopernikus-Projekte zur Energiewende, in denen technologische und wirtschaftliche Lösungen für den Umbau des Energiesystems entwickelt werden. Am Projekt P2X sind Forschungseinrichtungen, Industrieunternehmen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen beteiligt. Innerhalb von zehn Jahren sollen neue technologische Entwicklungen bis zur industriellen Reife gebracht werden. Die in der ersten Projektphase entwickelte modulare integrierte Anlage zur Umwandlung von Kohlendioxid (CO2) aus der Luft in Kraftstoffe markiert einen wichtigen Meilenstein auf diesem Weg.

Feierliche Inbetriebnahme der Power-to-Liquid-Anlage des Kopernikus-Projektes „P2X“ am Mittwoch, 6. November 2019, 10:00 bis 14:00 Uhr

Quelle: IdW

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