Lufthansa veröffentlicht 21. Nachhaltigkeitsbericht

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Frankfurt, 20. Juli 2015: Um das Reisen für ihre Fluggäste noch effizienter, nachhaltiger und attraktiver zu gestalten, setzt die Lufthansa Group verstärkt auf ein vernetztes Innovationsmanagement und investiert bis 2020 insgesamt 500 Millionen Euro in Innovationen. Im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht „Balance“ kommt dem Thema „Innovation – der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft“ daher ein ganz besonders hoher Stellenwert zu. In einem gesonderten Teil des Berichts wird die große Bedeutung des Innovationsmanagements beim weltweit größten Luftfahrtkonzern ausführlich dargestellt. „Innovation und Digitalisierung“ ist eines von sieben zentralen Handlungsfeldern des strategischen Arbeitsprogramms „7to1 – Our way forward“, das der Konzern im Jahr 2014 aufgelegt hat.

„Nach Sicherheit hat für uns Zukunftsfähigkeit oberste Priorität. Mit unserem neuen Arbeitsprogramm haben wir die Grundlagen für eine nachhaltige Ergebnisverbesserung und eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Lufthansa Group geschaffen. Wir haben damit auch die Weichen für einen noch klimafreundlicheren Luftverkehr gestellt“, so Carsten Spohr, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG, im Vorwort des Berichts.

Mit ihrem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht „Balance“ informiert die Lufthansa Group transparent über die vielfältigen Aktivitäten, Ziele und Fortschritte des Konzerns in den Bereichen Ökonomie, Soziales, Umwelt, Produkt und Gesellschaft. Die 116 Seiten umfassende Publikation ist ab sofort als ePaper auf der Internetseite www.lufthansagroup.com/de/themen/balance-2015  verfügbar.

 

Passagierflotten der Lufthansa Group mit neuem Treibstoff-Effizienzrekord

Die Flugzeuge der Passagierflotten verbrauchten im Jahr 2014 durchschnittlich nur noch 3,84 Liter Kerosin (2013: 3,91 l/100pkm), um einen Fluggast 100 Kilometer weit zu befördern. Dies ist ein neuer Effizienzrekord und entspricht einer Verbesserung von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis heute entwickelten die Experten für Treibstoffeffizienz mehr als 1.300 Ideen und Projekte für die Einsparung von Treibstoff. Allein im Berichtsjahr 2014 hat der Konzern 145 entsprechende Projekte umgesetzt. In Verbindung mit der umfangreichsten Flottenmodernisierung in der Geschichte der Lufthansa Group – zwischen 2015 und 2025 erhält der Konzern 272 moderne und treibstoffeffiziente Flugzeuge – ist eine weitere Reduzierung des spezifischen Kerosinverbrauchs bereits heute absehbar.

 

Engagement im aktiven Schallschutz und in der Klimaforschung ausgeweitet

Im Berichtsjahr hat das Unternehmen auch sein Engagement im aktiven Schallschutz ausgeweitet. Seit November 2014 stattet Lufthansa als erste Fluggesellschaft weltweit ihre Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge der Typen Airbus A319, A320 und A321 mit lärmmindernden Bauteilen an der Flügelunterseite aus. Insgesamt fliegen künftig mehr als 200 Lufthansa-Jets dadurch deutlich leiser und entlasten insbesondere die Anrainer von Flughäfen. Darüber hinaus hat Lufthansa ihr Engagement beim Klimaforschungsprojekt IAGOS (In-service Aircraft for a Global Observing System) ausgeweitet und ein zweites Flugzeug mit einem Klimaforschungslabor ausgestattet. Dieses sammelt nun auf jedem Flug Daten von atmosphärischen Spurenstoffen und Wolkenteilchen in Reiseflughöhe, die von zahlreichen Forschungseinrichtungen weltweit genutzt werden. Für ihre Vorreiterrolle beim Klimaschutz hat die Lufthansa Group Anfang 2015 bereits zum zweiten Mal in drei Jahren die renommierte Auszeichnung „Eco-Airline of the Year“ des US-Fachmagazins Air Transport World erhalten.

 

Gesellschaftliches Engagement neu ausgerichtet

Im Personalbereich hat der Konzern 2014 neue Prozesse und Instrumente eingeführt – darunter ein neues Talent Management. Die frühzeitige Identifizierung von internen und externen Talenten ist von zentraler Bedeutung für den Geschäftserfolg. Zusätzlich rückt das Fördern von Talenten als eine der zentralen Aufgaben der Führungskräfte künftig stärker in den Fokus. Zudem hat die Lufthansa Group im Berichtsjahr die „Charta der Vielfalt“, eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen, unterzeichnet. Lufthansa unterstreicht damit einmal mehr die Bedeutung der Vielfalt in der Unternehmenskultur des global agierenden Luftfahrtkonzerns mit rund 119.000 Mitarbeitern und 143 Nationalitäten.

Die Lufthansa Group übernimmt auch Verantwortung für gesellschaftliche Belange. Anfang 2015 hat das Unternehmen sein bürgerschaftliches Engagement unter dem Namen „Lufthansa Group Social Care“ neu ausgerichtet. Durch eine noch stärkere Fokussierung auf soziale und humanitäre Projekte soll die Effizienz auf diesem wichtigen Gebiet deutlich erhöht werden.

Quelle: Deutsche Lufthansa AG

Memmingen: Verwaltungsgericht erlaubt Ausbau

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Memmingen: Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) mit seiner Entscheidung vom 14. Juli 2015 sämtliche Klagen gegen einen Ausbau des Allgäu Airport abgewiesen hat, steht einer Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen nichts mehr im Wege.

„Dieses Urteil gibt uns Planungssicherheit und ist ein deutliches Signal für die Zukunft des Allgäu Airport“, kommentiert Geschäftsführer Ralf Schmid den Richterspruch. Die Einwände der klagenden Gemeinden, Bürger und des Bundes Naturschutz gegen die bereits im März 2013 vom Luftamt Südbayern genehmigten Pläne seien allesamt nicht haltbar gewesen. Auch die bestätigte Ausweitung der abendlichen Flugzeit bis 23 Uhr sei ein positives Signal. „Das erhöht“, so Schmid, „unsere Attraktivität für den Linienflugverkehr und die Wirtschaftlichkeit.“

Nach dem positiven VGH-Urteil können nun die Ingenieurbüros mit der Planung beginnen. „Als erstes erfolgt die EU-weite Ausschreibung für die Verbreiterung der Start- und Landebahn“, berichtet Rüdiger Franke, der Leiter des Bereichs Infrastruktur und Technik am Allgäu Airport. Von bisher 30 auf 45 Meter soll das rund drei Kilometer lange Asphaltband verbreitert und damit internationalen Standards angepasst werden. Parallel zum Ausbau der Start- und Landebahn werde auch der Ausbau des Instrumentenlandesystems ILS 06 vorangetrieben.

Weitere Pläne wie der Ausbau des Terminals, der Bau neuer Hallen und die Optimierung der Vorfeldflächen seien an den Bedarf gekoppelt, so Geschäftsführer Ralf Schmid. Entwickle sich der Airport weiter positiv, werde man reagieren. Der Planfeststellungsbeschluss sehe das vor. So erreicht das bisherige Passagier-Terminal seine Belastungsgrenze bei einem jährlichen Fluggastaufkommen von 1,8 Millionen Passagieren. „Nun sind die Weichen eindeutig auf Wachstum gestellt“, bilanziert Schmid.

Für das Jahr 2015 rechnet er mit 860.000 Passagieren und einem deutlichen Wachstum. 28 Flugziele werden in diesem Sommer ab Memmingen angeflogen. Auch im kommenden Winter stehen die Zeichen auf Expansion. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöht sich die Zahl der Flüge um 80 Prozent. Großen Anteil daran hat das deutliche Plus an innerdeutschen Flügen nach Hamburg, Berlin und KölnBonn. Im März dieses Jahres war der Allgäu Airport laut einer Statistik der Fachzeitschrift „Flughafen aktuell“ die Nummer eins unter den deutschen Airports beim Thema Wachstum. Mit einem Plus von 20,4 Prozent lag er ganz vorne.

Nachdem die Gesellschafter des Allgäu Airport vor Kurzem beschlossen haben, ihre Anteile um mindestens vier Millionen Euro zu erhöhen, hoffen die Airport-Betreiber nun auch auf weitere positive Beschlüsse der Gebietskörperschaften. Der Freistaat Bayern hat für den Ausbau einen Zuschuss von rund zehn Millionen Euro in Aussicht gestellt. Weitere Gespräche laufen.

Quelle: Allgäu Airport

Fraport : Schallschutzbericht vorgelegt

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Frankfurt, 11. Juni: Mit der Veröffentlichung des aktuellen Schallschutzberichts informiert der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport über die Maßnahmen zum Schallschutz der zurückliegenden Winterflugplanperiode 2014/2015. Der Schallschutzbericht gibt detailliert Einblick in die Entwicklungen der Fluglärmbelastungen in der Region und stellt die Fortschritte beim Schallschutz am Frankfurter Flughafen dar. Dem Bericht liegen aktuelle Messdaten zugrunde und es werden einzelne Verfahren zur Lärmminderung erklärt. Denn – so Fraport-Vorstand Anke Giesen – „als Flughafenbetreiber ist es uns ein Anliegen, kontinuierlich die Lärmbelastung durch Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes zu reduzieren und darüber transparent zu informieren“.

Ein wichtiger Bestandteil der Fluglärmminderung ist die Fluglärmmessung, dank der eine kontinuierliche und objektive Evaluierung der jeweiligen durch Flugzeuge verursachten Lärmimmissionen möglich ist.

Die Messung hilft auch neue, sich noch in Probe befindliche Maßnahmen, wie das vonseiten des Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums eingebrachte innovative Lärmpausenmodell auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Seit dem 23. April 2015 werden im Rahmen dessen die drei Landebahnen in den beiden Nachtrandstunden wechselnd genutzt. Viele Anwohner erhalten dadurch eine zusätzliche Stunde Ruhe. Das Verfahren wird zunächst in einem rund einjährigen Probebetrieb getestet.

Weiterführende Informationen zum Thema Schallschutz finden Sie im neuen Bericht über Schallschutz. Die Broschüre ist eine Ergänzung zu dem bereits vorhandenen umfassenden Informationsangebot im Internet und kann auch dort unter www.fraport.de/schallschutzbericht abgerufen werden.

Quelle: Fraport

DLR und NRC planen erweiterte Zusammenarbeit

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Köln, 9. Juli 2015: Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsrahmenabkommens wollen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das National Research Council of Canada (NRC) ihre Zusammenarbeit weiter verstärken. In den nächsten fünf Jahren sollen gemeinsame bestehende Forschungsprojekte beispielsweise in den Bereichen der alternativen Treibstoffe vertieft und neue Kooperationsprojekte unter anderem in der UAV- und Kabinenforschung erleichtert werden.

“Zwischen DLR und NRC gibt es vielfältige gemeinsame Forschungsinteressen und komplementäre Einrichtungen und Fähigkeiten”, erläutert DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke. Dies ist zum Beispiel bei Forschungsflugzeugen, Turbinentestständen oder Windkanälen der Fall. “Beide leisten zudem Pionierarbeit in der nachhaltigen Luftfahrt und schätzen enge Kooperationen mit der jeweils nationalen Luftfahrtindustrie.”

Mit den Unterschriften von DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke und dem NRC-Luftfahrt-Direktor Jerzy Komorowski wird der Wissensaustausch und die Zusammenarbeit der beiden Forschungseinrichtungen im Bereich Luftfahrt gefestigt. Das Kooperationsrahmenabkommen wird die Zusammenarbeit in Projekten an den DLR-Instituten erleichtern.

Ein Beispiel für die bisherige gute Zusammenarbeit ist die Flugmission ACCESS-II (Alternative Fuel Effects on Contrails und Cruise Emissions), die DLR, NRC und NASA gemeinsam im Mai 2014 durchführten. Im Formationsflug hinter einer DC-8 der NASA untersuchten DLR und NASA die Abgas-Zusammensetzung und NRC forschte zur Dynamik der DC-8-Wirbelschleppe. Ziel war es, die Emissionen sowie die Kondensstreifenbildung beim Einsatz alternativer Treibstoffe im Flug zu untersuchen. Die Zusammenarbeit bei ACCESS II fand unter dem Dach des Internationalen Forums für Luftfahrtforschung IFAR (International Forum for Aviation Research) statt, in dem DLR, NRC und NASA drei unter 26 Mitgliedseinrichtungen sind. Erste Kontakte und ein Wissensaustausch mit dem NRC bestehen unter anderem bereits mit dem DLR-Institut für Flugsystemtechnik, dem DLR-Institut für Verbrennungstechnik und dem DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik.

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Darüber hinaus ist das DLR im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem sind im DLR zwei Projektträger zur Forschungsförderung angesiedelt.

Das National Research Council of Canada (NRC) ist die führende Forschungs- und Technologieorganisation der kanadischen Regierung. In der Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern bietet der NRC Innovationsförderung, strategische Forschung sowie wissenschaftliche und technische Dienstleistungen.

Quelle: DLR

Erste E-Golfs für DUS

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Düsseldorf, 08. Juli 2015: Der Flughafen Düsseldorf will die CO2-Emissionen deutlich senken. Eines der Umweltziele: bis 2020 rund 30 Airport-Fahrzeuge auf alternative Antriebe umstellen. Vier Elektroautos (E-Golfs) von Volkswagen sind ab sofort auf dem Flughafengelände im Einsatz. Sie ergänzen den Fahrzeugpool der Flughafenzentrale, der insgesamt 15 Fahrzeuge für Dienstfahrten bereithält. Da es sich meist um kurze Wegstrecken handelt, ist der Einsatz für Elektroautos geradezu prädestiniert. Bereits seit Mai letzten Jahres ist mit dem BMW i3 ein elektrisch angetriebenes Auto auf dem Airport unterwegs, das sich in der täglichen Praxis bewährt hat. Gemeinsam mit den vier neuen E-Golfs besteht nun ein Drittel des Fahrzeugpools der Flughafenzentrale aus umweltfreundlichen Elektroautos.

In Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzprogramm Airport-Carbon-Accreditation (ACA) hat der Düsseldorfer Airport 2010 einen sogenannten CO2-Fußabruck erstellt und auf dieser Basis ein Reduktionsziel festgelegt. Demnach soll der CO2-Ausstoß seit dem Erfassungszeitpunkt bis zum Jahr 2020 pro Verkehrseinheit[1] um zehn Prozent von 2,83 auf 2,55 Kilogramm CO2 gesenkt werden. Dr. Ludger Dohm, Sprecher der Flughafen-Geschäftsführung: „Wir sind auf einem guten Weg unser Reduktionsziel zu erreichen. Derzeit liegt der Wert bereits bei 2,61 Kilogramm CO2 pro Verkehrseinheit. Der Einsatz der Elektroautos wird diese Entwicklung neben anderen Umweltmaßnahmen weiter vorantreiben. Die Umstellung weiterer Airport-Fahrzeuge auf alternative Antriebe ist sukzessive für die nächsten Jahre geplant.“

Vollständig aufgeladen hat der E-Golf eine Reichweite bis zu 190 Kilometern. Der Verbrauch, liegt bei durchschnittlich 12,7 kWh pro 100 km.

 [1] Internationale Berechnungsgröße für einen Passagier mit Gepäck oder 100 Kilogramm Frachtgut

Lufthansa CityLine mit europäischem Umweltzertifikat ausgezeichnet

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Konsequentes Nachhaltigkeits-Management seit über 15 Jahren

Frankfurt, 23.Juni 2015: Lufthansa CityLine ist erneut für ihr unternehmensweites Umweltengagement zertifiziert worden. Die Fluggesellschaft erhielt nach intensiver Prüfung durch neutrale Sachverständige jetzt im 15. Jahr in Folge die Urkunden des europäischen Umwelt-Auditierungsprogramms EMAS. Darüber hinaus wurde das Unternehmen erneut nach der internationalen Umwelt-Norm ISO 14001 zertifiziert. Lufthansa CityLine war die erste Fluggesellschaft weltweit, die beide Umweltstandards erfüllen konnte.

„Umweltschutz ist für Lufthansa CityLine ein vorrangiges Unternehmensziel. Von dem konsequenten Einsatz für einen reduzierten Ressourcenverbrauch und weniger Emissionen in allen Unternehmensbereichen profitieren wir nicht zuletzt auch wirtschaftlich. Damit übernehmen wir eine Vorreiterrolle in unserer Branche“, erläutert Geschäftsführer Stephan Klar.

Bereits seit 1999 existiert ein umfangreiches Umweltmanagement-System bei Lufthansa CityLine. Es umfasst alle Bereiche vom Flugbetrieb über die Technik bis hin zur Administration an den drei Unternehmensstandorten in München, Frankfurt und Köln. Kontinuierliche Verbesserung ist dabei oberste Maxime. Neben einer modernen, sparsamen und lärmarmen Flotte sind die Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs in allen Unternehmensbereichen primäre Umweltziele.

Zwischen 2012 und 2014 gelang es beispielsweise, die Beförderungsleistung weiter vom Treibstoffverbrauch zu entkoppeln: Während die Flotte der Lufthansa CityLine 2014 insgesamt 5,28 Milliarden Passagierkilometer und damit 3,6 Prozent mehr als 2012 zurückgelegt hat, sank der Treibstoffverbrauch im selben Zeitraum um 2,7 Prozent. Ebenso sank der unternehmensweite Energieverbrauch 2014 um 15,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Lufthansa CityLine hat aktuell 52 Flugzeuge an den Drehkreuzen Frankfurt und München stationiert. Mit mehr als 92.000 Flügen ist München der wichtigste Hub der Airline. Sie führt dort rund die Hälfte des Kontinentalverkehrs der Lufthansa durch. Als Partner der Lufthansa fliegt Lufthansa CityLine über 70 Ziele in ganz Europa an. Ab Herbst 2015 wird die Airline auch Langstreckenflüge für Lufthansa durchführen.

Quelle: Deutsche Lufthansa AG

Flugplatz Konstanz – Online Petition

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Der Flughafen Konstanz soll geschlossen werden. Dagegen gibt es nun eine Online-Petition, die von IASA unterstützt wird. Die Situation sollte unserer Ansicht nach von den Beteiligten genutzt werden, um einen weiteren Betrieb des Verkehrslandeplatzes unter Nachhaltigkeitsgesichtpunkten zu ermöglichen.

Den Aufruf der “Konstanzer Fliegerkameraden” zur Unterzeichnung der Petition geben wir nachstehend weiter:

Liebe Fliegerkameraden,

vor 2 Jahren haben wir das 100.-jährige unseres Verkehrslandeplatzes gefeiert!

Jetzt will die Stadt Konstanz -aufgrund eines fragwürdigen Gutachtens- den Platz schließen und ihn komplett überbauen.

Wir bitten um Eure Hilfe und Unterstützung!

Eine Online-Petition wurde eingerichtet unter:

https://www.openpetition.de/petition/online/pro-konstanzer-flugplatz

und die wartet auf Eure Einträge – auch von Euren Freunden.

Einfach dem Link folgen und am besten gleich erledigen.

Besten Dank für die Unterstützung.

Eure Konstanzer Fliegerkameraden

Internationale Luftfahrtbranche ist optimistisch

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Internationale Luftfahrt- und Verteidigungsbranche ist optimistisch, sieht aber auch Herausforderungen

München, 9. Juni 2015

  • Top-Manager erwarten für die kommenden fünf Jahre starkes Wachstum in der zivilen Luftfahrt (73%)
  • Zulieferer könnten jedoch mit ihrer mangelnden Investitionsbereitschaft den geplanten Produktionsausbau der wichtigsten Marktteilnehmer ausbremsen
  • Globale Krisenherde und geopolitische Krisen könnten zudem den Aufwärtstrend in der zivilen Luftfahrt beenden
  • Für die Verteidigungsindustrie könnten diese Entwicklungen dagegen einen weiteren Schub darstellen – Experten rechnen mit einem Ende der Sparpolitik in den Verteidigungshaushalten
  • Strategisches Personalmanagement ist ein zentrales Thema, um Probleme durch Fachkräftemangel zu vermeiden

Die globale Luft- und Raumfahrtbranche sowie die Verteidigungsindustrie blicken optimistisch in die Zukunft. Das zeigt eine Umfrage unter 150 internationalen Top-Managern der Branche, die Roland Berger Strategy Consultants für das “Aerospace & Defence Management Issues Radar 2015” befragt hat. 73 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben, dass das starke Wachstum in der zivilen Luftfahrtindustrie mindestens noch fünf Jahre anhalten wird. Trotzdem investieren nur 58 Prozent der Unternehmen in zusätzliche Kapazitäten und davon wiederum sind drei Viertel darauf bedacht, keine Überkapazitäten aufzubauen. Dies könnte dazu führen, dass die Zulieferer den geplanten Produktionsausbau bei wichtigen Marktteilnehmern ausbremsen.

67 Prozent der Manager aus der Verteidigungsindustrie erwarten ein Ende der Kürzungen der Verteidigungsbudgets in Europa. Gründe sind die schlechtere geopolitische Lage sowie Sicherheitsbedenken im eigenen Land.

“Die großen Investitionen für die Entwicklung neuer Programme in der zivilen Luftfahrt wurden in den letzten Jahren getätigt”, sagt Manfred Hader, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. “Jetzt geht es darum, Produktionsprozesse und Lieferketten zu optimieren, um Lieferengpässe zu vermeiden. Wenn man bedenkt, dass das Auslieferungsniveau für große Verkehrsflugzeuge schon jetzt 52 Prozent über dem bisherigen Spitzenwert der Branche liegt, muss man sich durchaus um die Kapazität sorgen. Gleichzeitig bedeutet das Ausbleiben neuer Programme, dass auf jeden Fall etwas getan werden muss, um die technische Entwicklungskompetenz aufrechtzuerhalten.”

Europa und USA bleiben die wichtigsten Produktionsstandorte

Obwohl die Stimmung in der zivilen Luftfahrtbranche gut ist, wollen nur 15 Prozent der Befragten signifikant in neue Produktionskapazitäten investieren. 44 Prozent dagegen sind zurückhaltend, um keine Überkapazitäten aufzubauen.

Trotz der erfreulichen Aussichten glaubt rund ein Drittel, dass sich die geopolitische Lage im Nahen Osten sowie in Russland und der Ukraine weiter verschlechtern wird und die zivile Luftfahrtindustrie darunter leiden könnte. Als zweitgrößte Gefahr sehen die Befragten einen Abschwung der chinesischen Wirtschaft, gefolgt von einem Abflauen der europäischen Wirtschaft.

“Asien bleibt aber insgesamt der am schnellsten wachsende Markt. Hier werden in den nächsten Jahren weiterhin die meisten Flugzeuge ausgeliefert”, erklärt Hader. “Zudem sind die Kunden der OEMs weltweit gut verteilt, so dass lokale Krisen nur begrenzte Auswirkungen auf andere Märkte haben.”

So haben 70 Prozent der befragten Unternehmen in den vergangenen Jahren Standorte in Niedriglohnländern aufgebaut. Aufgrund langer Lieferzeiten, fehlender Fachkenntnisse und schwindender Lohnvorteile sind einer solchen Verlagerung in Niedriglohnländer allerdings klare Grenzen gesetzt.

Verteidigungsindustrie im Aufschwung

“Der Verteidigungsindustrie ist besorgt über die Entwicklung an Krisenherden wie der Ukraine oder im Nahen Osten”, sagt Roland Berger-Partner Manfred Hader. Deshalb erwarten zwei Drittel der Befragten in den westlichen Ländern keine weiteren Ausgabenkürzungen, sondern eher steigende Verteidigungsbudgets. “Die Nato-Mitgliedsstaaten stehen zunehmend unter Druck, die vereinbarten zwei Prozent ihres Bruttoinlandproduktes für Verteidigung auszugeben. Russland plant, seinen Rüstungshaushalt um 30 Prozent zu steigern, um ihn wieder auf das Niveau vor der Auflösung der Sowjetunion zu bringen”, so Hader.

Als attraktivste Exportregion gilt bei den europäischen Top-Managern der Nahe Osten. Auch wenn die USA der größte Verteidigungsmarkt sind, rangiert Nordamerika nur an zweiter Stelle auf der Beliebtheitsskala, während Indien wegen langwieriger, komplexer und undurchsichtiger Entscheidungsprozesse auf den vierten Rang zurückgefallen ist.

Personalmanagement muss langfristiger planen

Rund drei Viertel der Befragten glauben, dass das Thema Personalmanagement in den kommenden zehn Jahren an Bedeutung gewinnen wird und sie sich dabei strategischer ausrichten müssen. Das Wachstum sowie die zunehmende Globalisierung und Digitalisierung der Luftfahrtbranche sorgen für einen steigenden Fachkräfte- und Kompetenzmangel. Gut ausgebildete, international orientierte Luftfahrtspezialisten wie z.B. Wartungstechniker sind schon heute auf dem Arbeitsmarkt eher rar. Vor allem in Wachstumsmärkten und Schwellenländern wird es immer schwieriger, geeignete Fachkräfte zu finden.

74 Prozent der Befragten glauben deshalb, dass das Leistungsspektrum der Personalabteilung ihres Unternehmens ausgebaut werden muss. Allerdings ist das derzeitige Kompetenzniveau ihrer Personalabteilung nur für 17 Prozent der Befragten ein Differenzierungsmerkmal zum Wettbewerb. Bisher galt die Personalabteilung hauptsächlich als ausführendes Organ der Geschäftsplanung, während die strategische und langfristige Planung vernachlässigt wurde. Jetzt müssen Personalsuche und -entwicklung, Leistungsmessung und Vergütung direkter mit den Geschäftszielen verknüpft werden. Besonders die Mobilität der eigenen Mitarbeiter gilt es zu fördern, damit sie verschiedene Funktionen erfüllen können und das Unternehmen schneller auf Veränderungen reagieren kann.

“Die internationale Luft- und Raumfahrtbranche und die Verteidigungsindustrie haben in den vergangenen Jahren die mit der Entwicklung neuer Programme und der Globalisierung verbundenen Herausforderungen zwar insgesamt gut gemeistert”, fasst Hader zusammen. “Doch langfristig werden nur die Unternehmen erfolgreich sein, die es jetzt schaffen, operative Prozesse effektiv zu managen, effizient zu produzieren und ihre Personalressourcen strategisch weiterzuentwickeln.”

Quelle: Roland Berger

Rede von Bundeskanzlerin Merkel

Die bemerkenswerte Rede von Bundeskanzlerin Merkel zu Themen der Nachhaltigkeit anlässlich der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 3. Juni 2015 in Berlin können Sie hier nachlesen.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Bundeskanzlerin Merkel zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung

Bundeskanzlerin Merkel zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung

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