BDL Klimaschutzreport 2018

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Neue Bestmarke: Kerosinverbrauch im Luftverkehr sinkt auf 3,58 Liter pro 100 Personenkilometer

 

Berlin, 1. Oktober 2018: Der Luftverkehr wird immer energieeffizienter. Laut Klimaschutzreport 2018 des Bundesverbands der  Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) haben die deutschen Fluggesellschaften den spezifischen Energieverbrauch erneut senken können – auf nur noch 3,58 Liter Flugkraftstoff pro Passagier und 100 km. Das geht aus dem aktuellen Klimaschutzreport des BDL hervor. Bei der neuen Bestmarke handelt es sich um den tatsächlichen Energieverbrauch der Flugzeugflotten der Mitgliedsunternehmen, der nicht auf Basis theoretischer Herstellerangaben, sondern auf Grundlage des real gemessenen Verbrauchs errechnet wurde. Damit hat sich die Energieeffizienz seit 1990 um insgesamt 43 Prozent verbessert.

„Die deutschen Flugzeugflotten sind heute so energieeffizient wie nie zuvor! Der neue Effizienzrekord zeigt, dass Klimaschutz im Luftverkehr am besten durch Investitionen in moderne, energieeffiziente Flugzeuge gelingt. Hier haben wir schon viel erreicht. Damit wir auf diesem Weg weitere Fortschritte machen können, müssen wir die Investitionskraft der Unternehmen erhalten. Einseitige nationale Sonderlasten wie die Luftverkehrsteuer oder auch die gelegentliche Forderung  nach einer Kerosinbesteuerung gehen in die falsche Richtung, weil sie den Fluggesellschaften die benötigte Investitionskraft entziehen – und damit auch dem Klimaschutz schaden“, betont BDL-Präsident Prof. Klaus-Dieter Scheurle.

Obwohl der Energiebedarf pro Passagier dank besserer Effizienz und Auslastung kontinuierlich sinkt, nehmen die CO2-Emissionen durch das internationale Verkehrswachstum weltweit weiter zu. Deswegen hat die UN-Luftfahrtorganisation ICAO für den internationalen Luftverkehr die Einführung des CO2-Kompensationssystems CORSIA beschlossen, das die wachstumsbedingten CO2-Emissionen auf dem Niveau von 2020 stabilisieren wird. Damit ist die Luftfahrt die erste Branche mit einem wirksamen internationalen Klimaschutzinstrument.

Die wichtigsten Ergebnisse des Klimaschutzreports 2018:

  • Passagierverkehr: Im Jahr 2017 verbrauchten die Flugzeuge der deutschen Fluggesellschaften durchschnittlich 3,58 Liter Kerosin pro 100 Personenkilometer. Im Vergleich zu 1990 sind das 43 Prozent weniger.
  • Luftfracht: Auf Passagiere umgerechnet (je 100 kg inklusive Gepäck) verbraucht die Fracht-Flotte der Lufthansa Cargo nur 1,80 Liter auf 100 Kilometer.
  • Fluggerät: Die deutschen Fluggesellschaften investieren in den nächsten Jahren in 242 verbrauchsärmere Flugzeuge zum Listenpreis von 39 Milliarden Euro. Technische Innovationen sorgen dafür, dass der Treibstoffbedarf mit jeder Flugzeuggeneration um bis zu 25 Prozent sinkt. Die Investitionen in neue Flugzeuge könnten jedoch höher ausfallen, wenn der Gesetzgeber wettbewerbsverzerrende Sonderbelastungen wie die Luftverkehrsteuer abbauen würde.
  • Flughäfen: Die deutschen Flughäfen konnten ihre spezifischen CO2-Emissionen zwischen 2010 und 2017 um mehr als 38 Prozent auf 1,91kg CO2 pro Verkehrseinheit senken.
  • Flugsicherung: Die Deutsche Flugsicherung (DFS) reduzierte die durchschnittliche Abweichung von der Ideallinie einer Flugstrecke in Deutschland in den vergangenen Jahren um 31 Prozent. 2017 fielen durch die Vermeidung von Umwegen rund 69.000 Tonnen weniger CO2 an.

Der vollständige BDL-Klimaschutzreport 2018 steht auf der BDL-Website unter www.bdl.aero zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen zum Thema Klimaschutz im Luftverkehr finden Sie auf dem Klimaschutz-Portal unter www.klimaschutz-portal.aero.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)

6. Bayerischer CSR-Tag

6. Bayerischer CSR-Tag

Nachhaltig wirtschaften im digitalen Zeitalter

München, 26. September 2018

Am heutigen Tag fand bei der IHK für München und Oberbayern der 6. Bayerische CSR-Tag statt.

Peter Driessen

Der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) e.V. und Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, Peter Driessen, eröffnete die gut besuchte Veranstaltung an einem spätsommerlichen Nachmittag in München.

Die Digitalisierung ist in unserem Alltag angekommen und manchmal ist es erschreckend, sagte er in seinem Einführungsstatement.
Es wäre falsch, Digitalisierung nur auf ihre Größenordnung zu reduzieren. Der Megatrend BigData und die Künstliche Intelligent (KI) verändern Menschen und Geschäftsmodelle. Diese Entwicklung, gerne auch Industrie 4.0 genannt, bedürfe einer gesellschaftspolitischen Begleitung, so Driessen.
Der andere Megatrend, die Nachhaltigkeit ist seinen Worten zufolge eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhundert, verwoben mit dem zuerst genannten Megatrend. Dabei betonte er, das es immer unser Ziel sein muß, die Zukunft enkeltauglich zu gestalten. Der digitale Wandel birgt enorme Chancen auch für eine menschlichere Zukunft.
Peter Driessen CSR-Tag

Peter Driessen, Foto Michael Wühle, © EnergieAgentur Oberbayern eG

 

Der Referent wies darauf hin, dass der Stromverbrauch in Deutschland weiterhin steigt, trotz aller bisherigen Erwartungen und Anstrengungen bezüglich Energieeffizienz. Grund ist so Driessen, daß wir es uns immer bequemlicher machen und unsere Lebensbedingungen immer weiter verbessern, z.B. durch höhere Raumtemperaturen. Wir müssen uns intensiv und selbstkritisch mit diesen Tendenzen auseinandersetzen betonte er. Er veranschaulichte diese Tendenz mit dem schönen Beispiel, wäre das Internet kein System, sondern ein Staat, dann läge es heute an Platz 6 in der Welt beim Energieverbrauch.

Was erwarten wir vom Gesetzgeber von Gesetzgebungsregularien bei KI? Peter Driessen glaubt nicht, dass gesetzliche Regularien hier funktionieren. Wir müssen uns damit auseinandersetzen, so Driessen und eigene Lösungen finden. Nachhaltigkeit sollte wesentlicher Bestandteil der Digitalisierung werden wünscht sich Peter Driessen und schloss seinen Vortrag mit dem Versprechen, für die Mitgliedsunternehmen der IHK in Oberbayern einen Beitrag zur Innovationsentwicklung zu leisten.
 

Markus Zorzi

Der Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Markus Zorzi, bekräftigte, daß CSR sehr wichtig ist für Gesellschaft und Wirtschaft. Er möchte Nachhaltigkeit stärker in das Bewusstsein der Menschen bringen, insbesondere bei Unternehmen. Nachhaltige Unternehmensführung, nachhaltige Produktion sind hier die Themen. Markus Zorzi glaubt, dass es wichtig sei, diese Herausforderung als Chance für eine nachhaltige Entwicklung zu sehen. CSR sollten Unternehmen zusätzlich zu Digitalisierung machen, da ökonomischer Erfolg und verantwortliches Handeln zwei Seiten einer Medaille sind, so Zorzi.
 
Es gilt dabei die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit ins Boot der Nachhaltigkeit zu holen. CSR ist auch Sponsoring, Vereinbarkeit von Arbeit und Familie, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen auch zur Kundenbindung. Er verwies auf CSR.Bayern.de, die offizielle Webseite seines Ministeriums, auf der unter anderem ein Online-Tool zur Selbsteinschätzung und ein Leitfaden zur Implementierung von Nachhaltigkeit in Unternehmen zu finden ist. Die Seite ist besonders auf KMU zugeschnitten. Schließlich bekräftigte Zorzi, dass das Prinzip der Freiwilligkeit auch beim Thema Nachhaltigkeit gilt. Es wäre völlig falsch, wenn der Gesetzgeber Vorgaben machen würde, wie gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen gelebt werden soll.
 
 

Fazit

Der 6. Bayerischer CSR-Tag war ein wichtiger Impuls insbesondere in Richtung KMU, die Transformation der bayerischen Unternehmen in Richtung Nachhaltigkeit und Energieeffizienz konsequent und zielstrebig weiter zu gehen, denn dies ist die beste Zukunftssicherung für jedes Unternehmen. Dies gilt gerade auch im Zeichen der gegenwärtigen Megatrends Klimawandel und seine Folgen, Digitalisierung und KI, sowie der angestrebten Energiewende in Deutschland. Alles in allem war dies eine Veranstaltung, die den Akteuren im Bereich Nachhaltigkeit neuen Mut gemacht hat.

Quelle: EnergieAgentur Oberbayern eG


6. Bayerischer CSR-Tag

Power-to-X: Flexible Speicherlösungen für die Sektorenkopplung

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Berlin, 25. September 2018

Der BVES veröffentlicht seine Kernforderungen zur Systemintegration von Power-to-X(PtX)-Energiespeicherlösungen.

  Mit flexibler Sektorenkopplung CO2– Emissionen senken  Power-to-X-Technologien (PtX) überwinden Sektorengrenzen, übertragen flexibel Energie und tragen so nachhaltig zur Reduktion von CO2-Emissionen und zur Effizienz bei. Daneben gleichen integrierte Energiespeicher in system-, netz- und marktdienlicher Betriebsweise die Volatilität erneuerbarer Energie aus und geben damit einen entscheidenden kostensenkenden Effekt in das Gesamtsystem. Energiewandlung ist kein Energieverbrauch Die besonderen Potentiale von Energiespeichern auch bei der Sektorenkopplung werden im deutschen Recht aktuell nur marginal berücksichtigt. Stattdessen werden Speicher pauschal als Letztverbraucher eingestuft, an die die Erhebung von Umlagen und Abgaben knüpft. Darüber hinaus erkennt der regulatorische Rahmen in der Regel die Senkung von CO2-Emissionen nicht an und es fehlt die notwendige Planungs- und Investitionssicherheit. Viele PtX-Systeme sind bereits heute kommerziell und industriell verfügbar. Trotz ihrer Systemvorteile werden in Deutschland aufgrund der regulatorischen Bedingungen nur sehr wenige Speicher und Power-to-X-Anlagen gebaut. Dabei könnten Speicher bereits heute den Bedarf an Flexibilität in vielen Fällen volkswirtschaftlich günstiger und technisch besser erfüllen als herkömmliche Erzeugungsanlagen oder Instrumente. Energiewendekosten auf die Schultern aller Sektoren verteilen Der BVES plädiert für ein grundlegendes Umdenken weg von einer einseitig über den Stromsektor finanzierten Energiewende hin zu einer sektorengerechten Wälzung der Kosten auf alle Energieerzeugnisse. Das zukünftige Energiemarktdesign muss verlässliche Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Sektorenkopplung schaffen und die Senkung von CO2-Emissionen honorieren. Das Design muss zudem unbedingt den Grundsatz der Technologieoffenheit respektieren. Konkrete Lösungsansätze liegen vor Der BVES erläutert in seinem Positionspapier konkrete Lösungsansätze zur verbesserten wirtschaftlichen und systemdienlichen Implementierung von PtX-Technologien, die den netzdienlichen Einsatz, die intelligente Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energien in Zeiten von Einspeisemanagement oder die Stärkung regionaler Ansätze berücksichtigen. Anhand von Anwendungsbeispielen für Power-to-Gas (PtG), Power-to-Methane (PtM), Power-to-Liquid (PtL), Power-to-Heat (PtH) oder Power-to-Heat-to-Power (PtHtP) zeigt der BVES, dass bereits heute bedeutende Projektgrößen umsetzbar sind, die für Marktakteure auch außerhalb des F&E-Bereichs interessant sind. Bundesregierung muss Handlungsaufträge jetzt umsetzen Die politischen Handlungsaufträge im Koalitionsvertrag müssen heute realisiert werden, damit PtX-Technologien zur Anwendung kommen und ihren entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele einbringen können und zudem ihre immensen wirtschaftlichen Chancen der Technologien für den Standort Deutschland ausspeilen können. Die Kopplung der Energiesektoren Strom, Wärme und Mobilität in Verbindung mit Speichertechnologien ist ein in sich schlüssiges und nachhaltiges Konzept für unsere Energieversorgung, das unser System effizienter und klimafreundlicher macht. Die wesentliche regulatorische Bedingung hierfür ist, von einem reinen Strom- zu einem ganzheitlichen Energiesystem zu kommen, in dem die Energie zwischen den Sektoren frei fließen kann. Quelle: BVES
 

Pschierer verteidigt Stromtrassen

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Neppersreuth, 20.09.2018

Bayerns Energieminister wirbt bei Kammersteiner Energietag für Kohleausstieg – 10H-Regel soll überprüft werden

Neppersreuth (rsc) Für den bayerischen Wirtschafts- und Energieminister Franz Josef Pschierer (CSU) sind es drei Kriterien, die künftig als Leitlinien für die Energieversorgung in Bayern gelten müssen.

(Auszug) … Für die nähere Zukunft setzt Pschierer außerdem auf zusätzliche großflächige Photovoltaik am Boden, einen Mix aus weiteren regenerativen Quellen und Speichertechniken wie “Power to Gas” und “Power to Liquid”. Dabei wird überschüssiger Strom aus Sonne und Wind in Methan und Wasserstoff oder synthetischen Kraftstoff umgewandelt. Eine Technik, die auch das Energiebündel Roth-Schwabach für sinnvoll hält. “Wir haben ein riesiges Gasleitungssystem, die Speicherung dort ist technisch lösbar und bezahlbar”, meinte Energiebündel-Chef Werner Emmer. …

Den kompletten Artikel finden Sie unter: https://www.donaukurier.de/lokales/hilpoltstein/Landtagswahl-in-Bayern-2018-Pschierer-verteidigt-Stromtrassen;art596,3921507 

Quelle: Donaukurier

dena startet Global Alliance Power Fuels

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

19.09.2018, Berlin

Breites Bündnis entwickelt internationale Märkte für synthetische Kraft- und Brennstoffe aus erneuerbaren Energien

Global Alliance Power Fuels

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) und Partner aus der Industrie haben die Global Alliance Power Fuels gestartet. Das international ausgerichtete Bündnis verfolgt das Ziel, globale Märkte für synthetische Kraft- und Brennstoffe auf Basis erneuerbarer Energien zu erschließen. Es wird von einem branchenübergreifenden Kreis von Wirtschaftsunternehmen getragen und soll ein breites Partnernetzwerk aus den Bereichen Forschung und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft aufbauen. Analysiert werden unter anderem internationale Märkte für Power Fuels und die Rahmenbedingungen für ihren Einsatz in verschiedenen Bereichen und Sektoren.

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung: „Synthetische, erneuerbare Energieträger sind die dritte Säule für eine erfolgreiche Energiewende. Denn allein mit Energieeffizienz und der direkten Nutzung von erneuerbarem Strom wird sich der Energiebedarf in Zukunft nicht klimaneutral decken lassen. Unsere dena-Leitstudie und eine Reihe weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen verdeutlichen die Rolle von Power Fuels als Missing Link für einen ambitionierten, weltweiten Klimaschutz. Die dena arbeitet seit mehreren Jahren an diesen Fragestellungen.

Die Debatte dazu nimmt auch im internationalen klimapolitischen Diskurs immer mehr Fahrt auf. Bei der Entwicklung der entsprechenden Technologien ist Deutschland Vorreiter. Deshalb ist es auch naheliegend, eine derartige internationale Plattform hier auf den Weg zu bringen. Jetzt ist die Zeit gekommen, das bestehende Know-how zu nutzen und weiterzuentwickeln, groß ausgelegte Projekte anzustoßen und einen nachhaltigen Zukunftsmarkt zu erschließen.“

Power Fuels: vielfältige Einsatzmöglichkeiten für ambitionierten Klimaschutz

Power Fuels sind zum Beispiel im Verkehr oder in der chemischen Industrie für eine weitreichende Einsparung von Treibhausgasen erforderlich. Im Jahr 2050 können sie allein in Deutschland einen Bedarf von 150 bis 900 Terawattstunden abdecken – insbesondere in Anwendungsbereichen, die sich durch eine direkte Nutzung erneuerbaren Stroms nicht oder nur schwer von Emissionen befreien lassen, so ein Ergebnis der im Juni veröffentlichten dena-Leitstudie Integrierte Energiewende.

Power Fuels sind synthetische, gasförmige oder flüssige Kraft- und Brennstoffe, die mithilfe von erneuerbaren Energien erzeugt werden. Die Umwandlungsverfahren sind bekannt unter Begriffen wie Power to Gas (Strom zu Gas) und Power to Liquid (Strom zu Flüssigkeit). Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: als Kraftstoff im Verkehr, als Brennstoff zur Erzeugung von Wärme und Strom oder als Grundstoff in der chemischen Industrie. Power Fuels lassen sich – anders als Strom – flexibel speichern und transportieren.

Das Auftakttreffen der Global Alliance Power Fuels fand am 19. September in Berlin statt. Teilnehmer waren Unternehmen und Verbände aus den Branchen Energie und erneuerbare Energien, Automobil und Luftfahrt, Chemie und Mineralöl, Maschinen- und Anlagenbau, Versicherung und Finanzen, unter anderem Daimler AG, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Deutscher Verband Flüssiggas e. V., Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ENERTRAG AG, IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e. V., Robert Bosch GmbH, Uniper Kraftwerke GmbH, UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e. V.

Der Partnerkreis wird weiter ausgebaut. Interessierte Unternehmen können sich bei der dena melden.

Quelle: dena

Methanbasierte Kraftstoffe für Verkehr und Energieversorgung

nachhaltige Luftfahrt

Leitprojekt MethQuest startet – Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert mit 19 Millionen Euro – 27 Partner aus Forschung, Industrie und Energiewirtschaft

Umweltfreundliche, bezahlbare und nicht zuletzt praktikable Lösungsansätze für eine erfolgreiche Energiewende sind Ziel des Leitprojekts „Methan aus erneuerbaren Quellen in mobilen und stationären Anwendungen“ (MethQuest), das heute, 14. September 2018, startet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt mit 19 Millionen Euro, die gemeinsame Leitprojektkoordination übernehmen Rolls-Royce Power Systems und die DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). An zwei der Verbundvorhaben des Projekts sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KIT beteiligt.  

Im Leitprojekt MethQuest sollen Technologien entwickelt und untersucht werden, über die sich methanbasierte Kraftstoffe aus erneuerbaren Quellen gewinnen, in mobilen und stationären Anwendungen nutzen und schnell in den Markt einführen lassen. Während Gas insbesondere in der Wärmeversorgung weit verbreitet ist, ist dessen Potenzial im Personen-, Güter- und Schiffsverkehr bisher kaum erschlossen.

„Für eine erfolgreiche Energiewende ist es unabdingbar, dass die Sektoren Energie und Verkehr gekoppelt und gesamtheitlich betrachtet werden. Dabei spielen methanbasierte Kraftstoffe, die anhand von Strom aus erneuerbaren Energiequellen („Power to Gas“) gewonnen werden, eine wichtige Rolle. Mit ihnen lassen sich Treibhausgasemissionen signifikant senken, was uns dabei unterstützt, die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Weiterentwicklung der Technologien, durch die diese Kraftstoffe energieeffizient eingesetzt werden können, ist ein wesentlicher Bestandteil des Leitprojekts MethQuest“, sagte Norbert Brackmann, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft zum Projektstart.

Wesentlich für MethQuest ist der sektorenübergreifende Untersuchungsansatz. „Durch die sechs Verbundprojekte erreichen wir einen Innovationsschub in zahlreichen Bereichen, angefangen bei der Entwicklung neuartiger Lösungen, um Gas aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, über neuartige Motorenkonzepte für Pkw, stationäre Anwendungen und Schiffsantriebe bis hin zur Gestaltung von Microgrids für Binnen- und Seehäfen“, so Dr. Frank Graf, Bereichsleiter Gastechnologie der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT. Er nahm den offiziellen Förderbescheid mit Andreas Schell, Vorstandsvorsitzender von Rolls-Royce Power Systems, stellvertretend für die 27 Partner aus Industrie und Forschung entgegen.

Das Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von 32 Mio. Euro und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit insgesamt 19 Millionen Euro gefördert. In sechs Verbundprojekten, die von der Methangewinnung über neue Motorenkonzepte für Schiffe, Blockheizkraftwerke und Pkw bis hin zur Sektorenkopplung durch Microgrid-Lösungen für Binnen- und Seehäfen sowie der systemanalytischen Bewertung gehen, arbeiten die Partner zusammen.

An zwei Verbundvorhaben von „MethQuest“ ist das KIT beteiligt

Im Verbundvorhaben MethFuel, das sich mit neuartigen verfahrenstechnischen Konzepten zur Wasserstoff- und Kohlenstoffdioxid-Bereitstellung und zur katalytischen Methanisierung beschäftigt, sind der Lehrstuhl Chemische Technik des Instituts für Technische Chemie und Polymerchemie (ITCP) und der Bereich Chemische Energieträger – Brennstofftechnologie des Engler-Bunte-Instituts (EBI ceb) sowie das mit dem KIT assoziierte Europäische Institut für Energieforschung (EIfER) beteiligt. Das ITCP und EIfER werden in ihrem gemeinsam betriebenen Labor ENERMAT (ENErgetische MATerialien) untersuchen, wie die einzelnen Komponenten der Power-to-Gas-Anlagen, die mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen gespeist werden, mit einem stark schwankenden Stromangebot zurechtkommen. Dabei geht es vor allem um die Aufgabe, Festelektrolysezellen optimal für die hohen dynamischen Anforderungen von Power-to-Gas-Anwendungen einzusetzen. Komplementär dazu wird das EBI ceb die Dreiphasen-Methanisierung (3PM) untersuchen, die Stromschwankungen sehr schnell folgen kann. Dies ermöglicht die direkte Kopplung der Methanisierung an die Wasserstofferzeugung ohne Zwischenspeicherung und somit eine deutliche Reduzierung von Investitions- und Betriebskosten.

Im Verbundvorhaben MethCar, das sich mit der Entwicklung von neuartigen Pkw-Gasmotoren befasst, ist der Bereich für Verbrennungstechnik am Engler-Bunte-Institut (EBI vbt) beteiligt. Die besonderen Eigenschaften von komprimiertem Methan aus erneuerbaren Energien versprechen in einem spezifisch angepassten Pkw-Motor besonders hohe Effizienz, zudem weisen Methanmotoren gegenüber Diesel- und Benzinmotoren sehr geringe Partikelemissionen auf. Allerdings stehen aber auch sehr feine Partikelgrößen, die kleiner als 100 Nanometer Durchmesser haben, zunehmend im Fokus. Um die Bildung dieser Partikel bei bestimmten Betriebszuständen zu vermeiden, werden diese Abläufe von EBI vbt nachgestellt und beschrieben, um sie bei der anschließenden Auslegung des MethCar-Brennverfahrens und der Motorkalibrierung sicher vermeiden zu können.

Des Weiteren untersuchen die Verbundvorhaben MethPower neuartige Motorenkonzepte für stationäre Anwendungen, MethMare zwei Konzepte für schnelllaufende und dynamisch betreibbare Gasmotoren für die Schifffahrt, MethGrid erzeugungs-, netz- und verbrauchsseitige Lösungen zur Gestaltung von Microgrids für Binnen- und Seehäfen sowie Methsys eine verbundübergreifende systemanalytische Bewertung der Kosten, Klimawirkung und Umsetzbarkeit der neuen Technologien.

 

Die Partner im Leitprojekt MethQuest:

AREVA H2Gen GmbH, Continental Automotive GmbH, DBI – Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg, DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Institut für Technische Chemie und Polymerchemie (ITCP) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT),  Engler-Bunte-Institut (EBI) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Karlsruher Institut für Technologie (KIT), European Institute for Energy Research (EIfER), Erdgas Südwest GmbH, Energy Systems Analysis Associates – ESA2 GmbH, FORD-Werke GmbH, Fraunhofer-Institut für Bauphysik, iGas energy GmbH, Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, Institut für Luft- und Kältetechnik gemeinnützige Gesellschaft mbH, keep it green GmbH, Kelvion Machine Cooling Systems GmbH, L’Orange GmbH, MTU Friedrichshafen GmbH/Rolls-Royce Power Systems, Open Grid Europe GmbH, RWTH Aachen University, Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Stadtwerke Karlsruhe GmbH, terranets bw GmbH, Technische Universität Berlin und Technische Universität München.

nachhaltige Luftfahrt

Methan aus erneuerbaren Quellen für vielfältige Anwendungen nutzbar zu machen – dieses Ziel verfolgt MethQuest. (Grafik: MethQuest)

Hintergrund: Power-to-Gas-Verfahren

In so genannten Power-to-Gas-Verfahren kann mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen umweltfreundlich Gas gewonnen werden, das sich leicht speichern und später bei Bedarf nutzen lässt. Methan aus Power-to-Gas-Prozessen hat dabei zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Power-to-X-Prozessen, die Herstellungsprozesse sind einfacher und zeigen deutlich höhere Wirkungsgrade. Das hat einen positiven Einfluss auf die Produktionskosten. Zudem kann das fossile Erdgas problemlos durch komprimiertes oder verflüssigtes Methan aus erneuerbaren Energien sukzessive ersetzt werden. Die bestehenden Gasnetze und -anwendungen lassen sich so ohne kosten- und zeitaufwendige Anpassungen weiter nutzen.

Zum einen sind gasbasierte Technologien weit entwickelt und millionenfach im Einsatz, zum anderen ist mit den bestehenden Erdgasnetzen und -speichern eine flächendeckende und leistungsstarke Infrastruktur vorhanden, mit deren Hilfe sich Schwankungen bei der Bereitstellung von erneuerbaren Energien ausgleichen, große Energiemengen speichern und Lastspitzen im Energieverbrauch abfedern lassen. Fahrzeuge, die mit Gasen aus erneuerbaren Quellen angetrieben werden, können in Ergänzung zur Elektromobilität einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

 

DGVW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT

Die DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut (EBI) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist eine gemeinsame, unabhängige Einrichtung des DVGW – Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V., Bonn und des KIT. Sie wird von den EBI-Bereichen Chemische Energieträger – Brennstofftechnologie (EBI ceb), Verbrennungstechnik (EBI vbt) sowie Wasserchemie und Wassertechnologie (EBI wct) gemeinsam getragen und gliedert sich in die Bereiche Gastechnologie, Prüflaboratorium Gas und Wassertechnologie.

Weitere Informationen: www.methquest.de

Quelle: Karlsruher Institut für Technologie


 

Deutscher Gründerpreis 2018 für PtL-Pionier

Power to Liquid

Ineratec erhält Auszeichnung für dezentral nutzbare PtL-Reaktoren

Berlin, 12. September 2018 – Der Deutsche Gründerpreis 2018 in den Kategorien StartUp und Aufsteiger wurde gestern in Berlin an die Ineratec GmbH aus Karlsruhe und die Tesvolt GmbH aus Lutherstadt Wittenberg verliehen. Der Preis wird jährlich von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche ausgelobt.

Die Jury des Deutschen Gründerpreises ehrt die Ineratec GmbH in der KategorieStartUp. Ineratec ist es gelungen, gigantische chemische Anlagen auf Miniaturformat zu schrumpfen. Die dezentral nutzbaren Reaktoren produzieren beispielsweise mit Hilfe von Solar- oder Windenergie synthetische Kraftstoffe für die Luftfahrt. Die Auswahljury des Deutschen Gründerpreises war beeindruckt von den extrem vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten.

Power to Liquid

BERLIN, GERMANY – SEPTEMBER 11: Helmut Schleweis, Tim Boeltken, Philipp Engelkamp and guest during the Deutscher Gruenderpreis at ZDF Hauptstadtstudio on September 11, 2018 in Berlin, Germany. (Photo by Franziska Krug/Getty Images for Deutscher Gruenderpreis)

Aus dem Klimakiller CO2 und Wasserstoff kann man synthetisches Erdgas oder synthetische Kraftstoffe herstellen, etwa fürs Auto oder die Luftfahrt. Dazu braucht man aber reichlich Energie. Was liegt also näher, als dies in der Nähe von Wasser-, Solar- oder Windkraftanlagen zu machen? Bislang war eine solche dezentrale Produktion jedoch nicht wirtschaftlich möglich, weil für diese Verfahren normalerweise extrem teure, großtechnische chemische Anlagen nötig sind.

Den Ineratec-Gründern Dr. Tim Böltken (33), Philipp Engelkamp (27) und Dr. Paolo Piermartini (37) gelang nun der Durchbruch: Die drei Ingenieure entwickelten eine passende chemische Reaktortechnologie, die in einem handelsüblichen Schiffscontainer Platz findet. Die fix und fertig montierten, preisgünstigen Kompaktanlagen sind nach dem Baukastensystem konzipiert, sodass man die Kapazität ganz nach Bedarf erweitern kann. „Damit ist es auch möglich, regenerative Energie dauerhaft zu speichern und so die Energiewende voranzutreiben“, erläutert Dr. Tim Böltken.

Die schlüsselfertigen Kompaktanlagen können aber noch viel mehr: An vielen Stellen, beispielsweise auf Mülldeponien oder in der Industrie, entstehen nämlich relativ kleine Mengen wertvoller Gase, die aus Kostengründen häufig einfach verbrannt werden. Mit den mehrfach preisgekrönten Minireaktoren von Ineratec lohnt es sich, auch diese bislang verschwendeten Ressourcen zu nutzen, um daraus synthetische Kraftstoffe oder hochwertige Produkte für die chemische Industrie herzustellen. „Wir nutzen bekannte Verfahren wie die Synthesegaserzeugung, die Fischer-Tropsch-Synthese, die Methanolsynthese und die Methanisierung, nur eben in extrem kompakter Bauweise“, erklärt Dr. Tim Böltken. Und genau das war die technische Herausforderung.

Wir wollten unbedingt an den Markt gehen, denn eine solche Chance hat man nur einmal im Leben

Hinter der innovativen Ausgründung stehen mehr als 15 Jahre Forschung am Karlsruher Institut für Technologie, wo sich die Gründer während ihrer wissenschaftlichen Arbeit kennen lernten. Schon bald zeigten Anwender aus der Industrie Interesse an den Forschungsergebnissen. „Wir wollten unbedingt an den Markt gehen, denn eine solche Chance hat man nur einmal im Leben.“ Mit Hilfe des Exist-Forschungstransfers des Wirtschaftsministeriums und weiterer Fördermittel trieben die Gründer die Produktentwicklung voran, präsentierten auf Fachveranstaltungen und gewannen so die ersten Kunden. „Der Bedarf ist da und das Feedback vom Markt ist sehr positiv.“ Die mehrfach patentierten Reaktoren sind weltweit gefragt. Pilotanlagen laufen bereits in Deutschland, Spanien und Finnland. Weitere starten demnächst in Kanada, Brasilien, Malaysia sowie in der Schweiz. „Die Anlage ist direkt im Container montiert und leicht auf Schiffen oder LKW zu transportieren.“

Quelle: DSGV e. V. Deutscher Gründerpreis 

TU Braunschweig setzt auf nachhaltige Luftfahrt

nachhaltige Luftfahrt

“Zukunftsfähigkeit der Luftfahrtforschung”: TU Braunschweig setzt auf nachhaltige Luftfahrt

Deutschland kann den Anschluss in der Luftfahrtforschung verlieren. Auf dieses Risiko weist soeben eine Expertengruppe der Wissenschaftsakademie Leopoldina in ihrem Diskussionspapier „Zukunftsfähigkeit der Luftfahrtforschung in Deutschland“ hin. Die TU Braunschweig verfügt am Forschungsflughafen Braunschweig über weithin sichtbare Expertise und ausgezeichnete Infrastrukturen. Mit einem Ausbau der Forschungsaktivitäten will sie die strategischen Zukunftsziele zur nachhaltigen und energieeffizienten Luftfahrt erreichen sowie junge Expertinnen und Experten ausbilden und halten.

Im Niedersächsischen Zentrum für Luftfahrt (NFL) sind 23 luft- und raumfahrttechnische Institute der TU Braunschweig, des Deutschen Zentrums für Luftfahrt, der Leibniz Universität Hannover, der Fraunhofer Gesellschaft und der PTB vertreten. Das Cluster „Sustainable and Energy-Efficient Aviation – SE²A“, über das in Kürze im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder entschieden wird, soll wissenschaftliche Grundlagen für den Wandel des Luftverkehrs in den nächsten Jahrzehnten schaffen. Ziel ist es, die Umweltauswirkungen des Luftverkehrs durch den Einsatz nachhaltiger Energieträger und dafür optimierter Flugzeuge deutlich zu reduzieren, den Luftverkehr sicherer zu machen und sein weiteres Wachstum zu unterstützen.

nachhaltige Luftfahrt

Flugsimulator auf dem Gelände des DLR am Forschungsflughafen Braunschweig.
TU Braunschweig/Stephan Nachtigall

Leopoldina: dem Expertiseverlust entgegenwirken

In ihrem aktuellen Diskussionspapier betonen die Autoren der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina e.V. – Nationale Akademie der Wissenschaften zwar die Stärken der bestehenden Infrastruktur der deutschen Luftfahrtforschung. Infolge der Konsolidierung von Schlüsselindustrien der Luftfahrt könne es jedoch zu einem schleichenden Expertiseverlust in wichtigen Forschungsfeldern sowie in der Systemfähigkeit im Flugzeugbau kommen.

Wichtige Grundlagen-Disziplinen der Luftfahrttechnik, wie beispielsweise die Flugmechanik, seien fast nicht mehr in Deutschland vertreten, stellen die Experten fest. Viele Ingenieure in diesen Fachgebieten würden der Untersuchung zufolge im Ausland arbeiten. Dadurch fehlen Bewerberinnen und Bewerber auf freie Lehrstühle an deutschen Universitäten. Langfristig sei es so nicht mehr möglich, die Qualität der wissenschaftlichen Ausbildung zu gewährleisten.

nachhaltige Luftfahrt

Flugzeugtriebwerk am Forschungsflughafen Braunschweig.
TU Braunschweig/Stephan Nachtigall

Künftige Anforderungen an die Luftfahrt böten Chancen, die Expertise zu erhalten oder wieder aufzubauen. Die Arbeitsgruppe der Akademie schlägt unter anderem vor, die Luftfahrtstrategie der Bundesregierung zu erweitern, um die Luftfahrtindustrie und die damit verbundene Forschung zu stärken.

Neben Ingenieurwissenschaftlern der Technischen Universitäten Darmstadt und München sowie der Universitäten Bremen und Stuttgart sind in der Arbeitsgruppe der Leopoldina auch der Leiter des Instituts für Strömungsmechanik der Technischen Universität Braunschweig, Professor Rolf Radespiel, und Professor Stefan Levedag vom Institut für Flugsystemtechnik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig vertreten.

Quelle: Technische Universität Braunschweig


 

Das Thema PtL “boomt”

Power to Liquid - Nachhaltige Luftfahrt

Bonn, 31. August 2018

Flüssige Treibstoffe alternativlos

Es ist nicht zu übersehen, dass es immer mehr PtL-Projekte gibt. Bei uns in Deutschland, in der Schweiz und nun auch Brasilien. Letzteres wird sogar vom Bundesumweltministerium unterstützt.

Warum ist das wohl so? Unserer Einschätzung nach verbreitet sich langsam das Wissen um die enormen Potenziale von EE-strombasierten Treibstoffen (Power-to-Liquid) bei der Erreichung der angestrebten Klimaschutzziele, insbesondere auch in der Luftfahrt. Auch unsere gemeinsame Arbeit im IASA-Projekt Power-to-Liquid-Impulskampagne trägt dazu seinen Teil bei.

In der neuen Prognos-Studie zur Perspektive flüssiger Energieträger in der Energiewende wird das im Detail wiederholt, wovon wir seit Jahren überzeugt sind:
Es gibt auf absehbare Zeit keine Alternative zu flüssigen Treibstoffen in der Luftfahrt. Die notwendige Energiedichte bringen nur bekannte Treibstoffe wie Kerosin oder AvGas. Die CO2-armen, bzw. potenziell sogar CO2-neutralen PtL-Treibstoffe sind die derzeit einzige Lösung, die Quantitäten produzieren zu können um die Klimaziele der Luftfahrt zu erreichen.
Zudem erkennt die Studie auch die Tatsache an, dass für PtL-Treibstoffe die Infrastruktur bereits vorhanden ist, die Lager- und Transportfragen bereits mit den fossilen Treibstoffen gelöst wurden und nebenbei PtL-Kerosin drop-in-fähig ist.

Die große Herausforderung ist also nicht mehr Technik oder Infrastruktur, sondern dass PtL-Treibstoff aus Erneuerbaren Energien nun endlich in Deutschland produziert und zeitnah geflogen wird!

Treibstoff für eine nachhaltige Liuftfahrt

Die neueste Ausgabe des PtL-Newsletters kann hier kostenlos bezogen werden: PtL-Newsletter

PtL-Produktionsanlage in Brasilien

Power-to-Liquid

24.08.2018

Umweltpolitische Gespräche in Brasilien

Staatssekretär Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit reiste für zwei Tage für Gespräche zu umweltpolitischen Themen nach Brasilien.

Am Freitag hielt er zunächst ein Grußwort auf der Fachveranstaltung zum Naturschutzgebietssystem der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, GIZ. Anschließend unterzeichnete er das Memorandum of Understanding zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe (Power-to-Liquid) mit der brasilianischen Nationalagentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe. Dies ist ein Projekt der Internationalen Klimaschutzinitiative des BMU.

 

Power-to-Liquid

Das Bild zeigt Jochen Flasbarth bei der Unterzeichnung des Memorandums.

Im Anschluss an die Unterzeichnung des Memorandums fand die Besichtigung einer Power-to-Liquid-Anlage statt.

synthetische Kraftstoffe

Internationale Klimaschutzinitiative

Die Projekte der internationalen Klimaschutzinitiative orientieren sich am Bedarf der Partnerländer und unterstützen beim Klimaschutz, insbesondere bei der Minderung von Treibhausgasen, Steigerung der Anpassungsfähigkeit an die Folgen des Klimawandels sowie beim Erhalt und bei der Nutzung von schützenswerten Gebieten mit hoher Klimarelevanz.

Damit wird auch die Umsetzung des Copenhagen Accords unterstützt und die Konsensbildung für ein ambitioniertes Klimaschutzabkommen nach 2012 gefördert. Sie ist Teil des deutschen Beitrags zur so genannten Fast-Start-Finanzierung, also der Zusage der Industrieländer im Copenhagen Accord für die Finanzierung von Klimaschutzsofortmaßnahmen in Entwicklungsländern bis 2012.

Quelle: BMU

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