Erste A350-1000 an Qatar Airways ausgeliefert

Größter Airbus-Großraumjet in der Twin-Aisle-Kategorie

Toulouse, 20. Februar 2018: Airbus hat den ersten A350-1000-Großraumjet an den Erstkunden Qatar Airways im Rahmen eines Festaktes in Toulouse übergeben. Das Flugzeug ist das erste von insgesamt 37 A350-1000, die Qatar bei Airbus in Auftrag gegeben hat. Mit insgesamt 76 bestellten Flugzeugen ist Qatar Airways der weltweit größte Kunde der A350 XWB-Familie und zugleich der größte A350-1000-Kunde. Die A350-1000 fügt sich nahtlos in die wachsende Flotte von Qatar Airways ein, die derzeit 20 A350-900 umfasst. Beide Flugzeuge ergänzen sich hervorragend. Sie zeichnen sich durch hohe Kommunalität und Betriebseffizienz aus. Für das Wohlbefinden an Bord sorgen mehr Bewegungsfreiheit, eine optimierte Kabinendruckhöhe, mehr Frischluft, Regelung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, integrierte Anschlüsse und In-Flight-Entertainment der neuesten Generation.

Die A350-1000 bietet entscheidende Vorteile bei der Treibstoff- und Kosteneffizienz. Hierzu Chris Cholerton, Rolls-Royce President – Civil Aerospace: “Mit dem Trent XWB-97 verfügt das neue Flugzeug über das leistungsstärkste Triebwerk, das je für ein Airbus-Flugzeug entwickelt wurde.“

Die A350-1000 ist der neueste und größte Airbus-Großraumjet in der Twin-Aisle-Kategorie. Der Rumpf der A350-1000 wurde gegenüber dem kleineren Schwestermodell A350-900 um sieben Meter gestreckt. So bietet die A350-1000 insgesamt 40 Prozent mehr Raum für hochwertige Kabinenprodukte. In der Konfiguration für Qatar Airways verfügt die A350-1000 über 44 zusätzliche Sitze. Mit einer Reichweite von 14.800 km/8.000 nm bei der Indienststellung ist sie ein echtes Langstreckenflugzeug.

Modernste Technologien senken die Betriebskosten im Vergleich zu früherem Fluggerät um 25 Prozent.

Die A350-1000 (vorne) fügt sich nahtlos in die wachsende Airbus-Flotte von Qatar Airways ein, die derzeit 20 A350-900 umfasst

Quelle: Airbus

Vahana, das selbststeuernde eVTOL-Flugzeug von A³ by Airbus, absolviert erfolgreich ersten vollständigen Testflug

nachhaltige Luftfahrt

Meilenstein bei der Entwicklung des urbanen Lufttransports zwei Jahre nach Programmstart von Vahana erreicht

Vahana, das rein elektrische, selbststeuernde eVTOL-Flugzeug von A³ by Airbus, schloss heute den ersten vollständigen Testflug, bei dem es eine Höhe von 5 Metern (16 Fuß) erreichte, erfolgreich ab. Anschließend landete es wieder sicher. Der Test wurde am 31. Januar 2018 um 8.52 Uhr (Pazifische Zeit) auf dem Testgelände Pendleton UAS Range in Pendleton, Oregon, durchgeführt. Der erste Flug mit einer Dauer von 53 Sekunden war vollständig selbstpilotiert. Am folgenden Tag schloss Vahana einen zweiten Flug ab.

„Heute feiern wir einen bedeutenden Durchbruch in der Luftfahrtinnovation“, sagte Zach Lovering, Project Executive von Vahana. „Das Vahana-Team nahm eine Entwurfsskizze auf einer Serviette und baute in nur zwei Jahren ein vollständig selbststeuerndes Flugzeug, das jetzt seinen ersten Flug erfolgreich abgeschlossen hat. Unser Team bedankt sich für die Unterstützung, die wir von A³ und der Airbus-Familie sowie von unseren Partnern, einschließlich MTSI und der Pendleton UAS Range, erhalten haben.“

Vahana ist ein Projekt, das bei , dem Vorposten von Airbus im Silicon Valley, entwickelt wurde. A³ ermöglicht den Zugang zu einzigartigen Talenten und Ideen, neuen Partnerschaftsmöglichkeiten und einer zügigen Ausführung. Ziel von Vahana ist es, den individuellen Flug zu demokratisieren und dem wachsenden Bedürfnis nach urbaner Mobilität durch den Einsatz neuester Technologien in den Bereichen Elektroantrieb, Energiespeicherung und Bildverarbeitung (Machine Vision) gerecht zu werden.

„Der erste Flug von Vahana zeigt die einzigartige Fähigkeit von Airbus, ambitionierte Ideen zügig umzusetzen – ohne Kompromisse bei der Qualität und Sicherheit, für die das Unternehmen bekannt ist. Für A³ ist dies ein Beweis, dass wir sinnvolle Innovationen mit energischen Projektzeitplänen hervorbringen können, um einen echten Wettbewerbsvorteil für Airbus zu schaffen“, sagte Rodin Lyasoff, A³ CEO und ehemaliger Project Executive von Vahana. „Wir müssen uns nun darauf konzentrieren, die Leistung des hart arbeitenden Vahana-Teams zu feiern und gleichzeitig die daraus entstandene Dynamik zu nutzen.“

Vahana verhilft damit seinen Selbstpilotierungsfähigkeiten ohne Passagier zum Durchbruch. Nach diesen erfolgreichen Schwebeflügen wird das Team weitere Tests, einschließlich der Übergänge und des Vorwärtsflugs, durchführen.

Weitere Informationen finden Sie unter: vahana.aero

https://www.businesswire.com/news/home/20180201006610/en/Vahana-Self-Piloted-eVTOL-aircraft-A%C2%B3-Airbus-Successfully

Bilder finden Sie unter: https://www.airbus-sv.com/media

Über A³ by Airbus
A³ („A-cubed“) wurde im Mai 2015 als Vorposten für Zukunftsprojekte von Airbus im Silicon Valley gegründet. A³ konzentriert sich auf Projekte mit drei Merkmalen: Geschwindigkeit, Transparenz und Verpflichtung, produktfähige oder überzeugende Demonstratoren hervorzubringen. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie uns unter www.airbus-sv.com oder auf Twitter und LinkedIn.

Über das Projekt Vahana
Vahana ist ein Fahrzeugprojekt, dessen Schwerpunkt auf der Entwicklung selbststeuernder, senkrecht startender und landender (VTOL) elektrischer Flüge liegt. Es wird bei A³, dem Vorposten für Zukunftsprojekte von Airbus im Silicon Valley, entwickelt. Weitere Informationen finden Sie unter vahana.aero und folgen Sie uns auf Twitter.us

nachhaltige Luftfahrt

Quelle: Airbus


 

Airbus-Team erhält „Innovationspreis der deutschen Luftfahrt”

IASA e.V. - nachhaltige Luftfahrt

Neues Konzept zum Drucken von elektrischen Leitungen

Hamburg / Berlin, 30. Juni 2017: Gedruckte Verbindungen aus leitfähiger Tinte statt schwerer Kabelbündel – so könnte die zukünftige Stromversorgung im Flugzeug für viele Kabinensysteme aussehen. Ein Airbus-Entwicklungsteam hat dieses Verfahren in mehreren Jahren für den Einsatz am Bord optimiert. Das Projekt wurde jetzt in Berlin mit dem „Innovationspreis der deutschen Luftfahrt“ ausgezeichnet.

„Wir freuen uns sehr über diese hochrangige Auszeichnung für unsere Forschungsteams. Verfahren wie der Druck von elektrischen Verbindungen sind elementarer Bestandteil von zukunftweisenden Technologien zur Gewichtsersparnis und Optimierung unserer Fertigungsabläufe“, sagte Andreas Fehring, Mitglied der Geschäftsführung von Airbus in Deutschland und Werkleiter Hamburg. „Wir forschen an zahlreichen Projekten zum Thema Industrie 4.0 – und dieses ist nur ein Beispiel, wie neue Verfahren unsere Flugzeuge und deren Herstellung noch effizienter machen und zugleich mehr Flexibilität für unsere Airline-Kunden ermöglichen.“

Die gedruckten Verbindungen werden mittels Tintenstrahldrucker auf eine Kunststofffolie aufgebracht. Die Spezialtinte ist mit Silberpartikeln versetzt und dadurch leitfähig. Eine zusätzliche Lackschicht schützt den elektrischen Leiter. Die Folie könnte in Zukunft auf Oberflächen in und außerhalb der Kabine genutzt werden: für Beleuchtung, Ventilatoren, Datenübertragung. Für die Entwicklung des neuen Verfahrens arbeiteten die Airbus-Entwickler im Zentrum für angewandte Luftfahrtforschung ZAL in Hamburg unter anderem mit der Firma Altran sowie den Fraunhofer Instituten Bremen und Chemnitz zusammen.

IASA e.V. - nachhaltige Luftfahrt

Die Gewinner der Kategorie Industrie 4.0, André Hubert, Dennis Hahn und Guido Kaiser (v. l.) mit Max Seißler (Altran) und Laudatorin Catrin Hinkel,
Vorstandsmitglied Accenture Dienstleistungen GmbH.
Foto: IDL / photothek

Quelle: Airbus


 

Airbus A350-900: 25 Prozent weniger Emissionen und ist beim Start wesentlich leiser

sustainable aviation

Einstieg in die 2-Liter-Flotte: Lufthansa stellt ihr modernstes Langstreckenflugzeug vor

München, 2. Februar 2017: Mit einer eindrucksvollen Lichtshow und einer feierlichen Enthüllung in der Technikhalle am Flughafen München hat Lufthansa heute ihre neue A350-900 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Mediashow sorgte mit Lichtprojektionen  für ein 10-minütiges „Feuerwerk“. Im Beisein von 2000 Mitarbeitern und Gästen wurde das weltweit modernste Langstreckenflugzeug anschließend auf den Namen der Stadt Nürnberg getauft. Als Taufpate fungierte Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Außerdem sprachen Carsten Spohr, CEO Lufthansa Group, der Bayerischen Finanzminister Dr. Markus Söder, Dr. Michael Kerkloh, CEO Flughafen München, und Thomas Enders, CEO Airbus. „Die A350-900 ist unser Einstieg in die 2-Liter-Flotte, ein neuer Meilenstein unserer Flottenstrategie, denn mit ihrem Einsatz vollziehen wir den Generationswechsel auf der Langstrecke“, erklärt Carsten Spohr in seiner Ansprache.

A350XWB

Die Kabine der neuen A350XWB bietet mit 5,60 Metern Breite mehr Platz als vergleichbare Flugzeugtypen. Bei den Passagieren sorgt dieses für ein großzügiges Raumgefühl. Durch die besondere bauliche Konstruktion der A350-900 ist der Kabinendruck während des Reiseflugs angenehmer, so dass die Fluggäste ihr Ziel ausgeruhter erreichen. Dieser ähnelt dem Luftdruck in einer Höhe von 1.800 Metern, im Vergleich zu 2.400 Metern Höhe bei anderen Flugzeugen. Der Effekt wird zusätzlich verstärkt durch ein neuartiges LED-Lichtsystem. Als weltweit erste Fluggesellschaft setzt Lufthansa an Bord der A350-900 verschiedene Lichtstimmungen ein, um den Tag- und Nachtrhythmus ihrer Fluggäste zu unterstützen.

Lufthansa stationiert die ersten zehn Flugzeuge vom Typ Airbus A350-900 ab dem 10. Februar 2017 in München. Erste Destinationen sind Delhi und Boston. Das Flugzeug wird 293 Passagieren Platz bieten: 48 Gästen in der Business Class, 21 in der Premium Economy und 224 in der Economy Class. Die A350-900 ist das weltweit modernste und umweltfreundlichstes Langstreckenflugzeug. Es verbraucht 25 Prozent weniger Kerosin, erzeugt 25 Prozent weniger Emissionen und ist beim Start wesentlich leiser als vergleichbare Flugzeugtypen.

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Feierliche Präsentation der ersten A350XWB der Lufthansa in der Technikhalle am Flughafen München
Foto: Lufthansa/Oliver Rösler

Quelle: Lufthansa


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Die fünfte A320neo bei Lufthansa

Frankfurt, 30. Dezember 2016

Lufthansa begrüßt die fünfte A320neo in ihrer Flotte

  • Airbus A320neo überzeugt in punkto Treibstoffeffizienz und geringer

    Lärmemission

  • 2017 sollen weitere zehn A320neo an Lufthansa ausgeliefert werden

Lufthansa hat am 29. Dezember eine weitere A320neo von Airbus übernommen. Damit wurden in diesem Jahr fünf Flugzeuge dieses neuen Typs wie geplant an Lufthansa ausgeliefert. Gestern fand auf dem Airbus-Betriebsgelände in Hamburg-Finkenwerder der ‚Transfer of Title‘ für die A320neo mit der Kennung D-AINE statt. Die Verkehrszulassung sowie die Betriebszulassung erfolgen in den nächsten Tagen, die Überführung des Flugzeugs zur Heimatbasis Frankfurt ist am 2. Januar 2017 geplant. Im neuen Jahr sollen weitere zehn A320neo an Lufthansa ausgeliefert werden.

Lufthansa ist Erstkunde des Airbus A320neo der neuesten Generation. Seit Anfang 2016 werden die Flugzeuge auf innerdeutschen und europäischen Strecken, wie Oslo, Stockholm oder Barcelona eingesetzt. Durch die neue Triebwerkstechnologie und die moderne Kabinenausstattung mit bis zu 180 Sitzplätzen ist die A320neo pro Passagier rund 20 Prozent günstiger. Die A320neo zeichnet sich zudem durch eine deutliche Reduktion von Lärm- und CO2-Emissionen aus. Die 85-Dezibel-Lärmkontur einer startenden A320neo ist nur halb so groß wie die vergleichbare Kontur einer A320 der Bestandsflotte und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum aktiven Schallschutz. Die Lufthansa Group hat insgesamt 116 Flugzeuge als neo-Version bestellt, 45 davon als größere A321neo-Version.

Lufthansa begrüßt die fünfte A320neo in ihrer Flotte

Quelle: Lufthansa


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Lufthansa A350-900 erstmals in MUC gelandet

Weltweit modernste Langstreckenflotte für München

München, 21. Dezember 2016: Für die Lufthansa Group ist es eines der wichtigsten Ereignisse zum Jahresende: Die erste Lufthansa A350-900 ist heute auf ihrer Heimatbasis auf dem Münchner Flughafen gelandet. Mit insgesamt zehn Flugzeugen stationiert Lufthansa am Drehkreuz München die weltweit modernste Langstreckenflotte. Kapitän Martin Hoell hat die A350-900 heute „nach Hause“ geflogen und ist begeistert: „Die A350-900 ist auch durch die technische Ausstattung das Neueste, das man als Verkehrspilot fliegen kann“. Auch für die Kabinencrew, die die A350-900 nach München bringt, ist das Ereignis „ein Meilenstein, der uns ganz besonders stolz macht“, sagt Flugbegleiterin Annika Wittmann.
Flug LH 9921 aus Toulouse landete heute auf der südlichen Start- und Landebahn und wurde mit einem Wasserbogen der Feuerwehr begrüßt.
Die Fertigung der Lufthansa A350-900 hat Airbus in einem sehenswerten Video zusammengestellt. Er ist unter folgendem link abrufbar:  http://www.a350xwb.com/delivery/lufthansa/
Quelle: Lufthansa

DLR: Wirbelschleppen leichter umfliegen

Neues Warn- und Ausweichsystems im Flugversuch erprobt 

Köln, 20. Dezember 2016: Wenn Flugzeuge fliegen, entstehen hinter ihnen von den Tragflügelspitzen ausgehende starke Wirbel, so genannte Wirbelschleppen. Diese können sicherheitsrelevante Auswirkungen auf den nachfolgenden Flugverkehr haben. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nun in Flugversuchen die Weiterentwicklung eines Wirbelschleppenausweichsystems erprobt. Das System kann die potentiell gefährlichen Wirbelschleppen allein aus Wetterinformationen und den Navigationsdaten des vorausfliegenden Flugzeugs vorhersagen, mögliche Konflikte ermitteln und dazu Ausweichmanöver vorschlagen.

Darstellung unsichtbarer Wirbel auf dem Display:

Bei insgesamt fünf Versuchsflügen im November und Dezember 2016 war das DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) für den Praxistest des neuen Ausweichsystems in der Luft. “Zunächst haben wir mit Hilfe des gleichzeitig fliegenden DLR-Versuchsflugzeugs Falcon erprobt, wie präzise die vorgeschlagenen Ausweichmanöver dessen Wirbelschleppen umgehen”, erklärt der Projektleiter Tobias Bauer vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik. “Dafür haben wir von der Falcon genaue Informationen über Position, Geschwindigkeit sowie meteorologische Parameter empfangen, aus denen der Computer berechnet, wie sich die Wirbelschleppen im Luftraum bewegen.” Als Schnittstelle zum Piloten dient ein Display, das die Position der Wirbelschleppe anzeigt und eine alternative Flugbahn mit möglichst geringer Bahnabweichung vorschlägt.

Testfall Linienflug: 

Eine Software zur Wirbelprognose, entwickelt am DLR-Institut für Physik der Atmosphäre, berechnet unter Berücksichtigung des Winds, der Temperaturverteilung und der Turbulenz, wie sich die Wirbelschleppen hinter einem Flugzeug verhalten. Je weniger lokale Wetterdaten dafür bereitstehen, desto schwieriger wird die Berechnung. “Bei vier von fünf Versuchsflügen haben wir direkt die Wirbelschleppen von Flugzeugen im Linienverkehr angesteuert”, erzählt Bauer. “Diese senden heute erst einen Teil der benötigten Daten an umgebende Flugzeuge, so dass wir weitreichende Annahmen für die Vorhersage der Wirbelschleppen treffen mussten.” Die gesammelten Daten aus dem operationellen Linienverkehr bilden daher eine wertvolle Grundlage, um das System weiter zu präzisieren, nach dem die Tests mit der Falcon bereits gezeigt haben, dass der gewählte Ansatz prinzipiell gute Wirbelprognosen liefert und das Situationsbewusstsein der Piloten schärft.

Exakte Koordination: 

“Die Testflüge erforderten eine exakte Koordination mit dem jeweils vorausfliegenden Flugzeug”, sagt DLR-Testpilot Jens Heider von der DLR-Forschungsflugabteilung. “Mit der Falcon war das eingespielt, aber bei den kurzfristig ausgewählten Linienflugzeugen waren wir auf die Kooperation mit den Piloten verschiedenster Fluggesellschaften sowie den Fluglotsen angewiesen, die sehr gut funktionierte.” Geflogen wurden die Ausweichmanöver im Luftraum über Nordostdeutschland. Die Forschungsflugzeuge starteten und landeten am DLR-Standort Braunschweig.

Aufrollen an den Flügelspitzen: 

Wirbelschleppen, die auch Wirbelzöpfe oder Randwirbel genannt werden, sind gegenläufig drehende Luftwirbel hinter fliegenden Flugzeugen. Ihre Intensität ist von Größe und Gewicht eines Flugzeugs abhängig. Besonders kräftig fallen daher die Wirbelschleppen der Großflugzeuge wie etwa des Airbus A380 oder der Boeing 747 aus. Hinter diesen Giganten der Lüfte müssen kleinere Maschinen einen erweiterten Sicherheitsabstand von bis zu fünfzehn Kilometern einhalten. Die Lebensdauer von Wirbelschleppen wird von Windverhältnissen, Turbulenz und Temperaturschichtung in der Atmosphäre beeinflusst. In der Regel sinken die Wirbel langsam ab, bevor sie sich auflösen. Wirbelschleppen rühren von der Aerodynamik der Tragflächenspitzen her. Dort treffen der Unterdruck der Tragflächenoberseite und der Überdruck der Tragflächenunterseite zusammen, was zu einem Aufrollen der Wirbel führt.

Bordgestütztes Warn- und Ausweichsystem für Wirbelschleppen: 

In verschiedenen Projekten, aktuell dem DLR Projekt Land-Based and Onboard Wake Systems (L-bows), beschäftigen sich DLR-Wissenschaftler seit 2012 mit den Basisfunktionalitäten des DLR-Warn- und Ausweichsystems für Wirbelschleppen, genannt WEAA (Wake Encounter Avoidance & Advisory System). Unter der Leitung des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik wird schrittweise eine Technologie entwickelt, die Wirbelschleppen entlang der Flugbahn vorhersagt, in ihrer Wirkung einschätzt, passende Ausweichmanöver vorschlägt und diese bei Bedarf automatisch durchführt. Das DLR-Institut für Physik der Atmosphäre hat die Software zur Zusammenführung der Wetterdaten aus verschiedenen Quellen und zur Wirbelschleppenvorhersage beigesteuert; ein Teil der Arbeiten wurde im Auftrag von Airbus durchgeführt. In einem Anschlussprojekt soll die Praxistauglichkeit der einzelnen Module vorangetrieben und die Technologieerprobung unter Einsatzbedingungen weiter abgerundet werden.

Neues Warn- und Ausweichsystems im Flugversuch erprobt

DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA: Die Wirbelschleppen-Testflüge erforderten eine exakte Koordination mit dem jeweils vorausfliegenden Flugzeug Foto: DLR

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Kommunikation, Redaktion Luftfahrt


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Countdown für die Lufthansa A350XWB-900

25 Prozent weniger Emissionen und wesentlich leiser

Frankfurt, Dezember 2016: Der Countdown zur Auslieferung des neuesten und modernsten Langstreckenflugzeugs der Lufthansa Flotte beginnt. Am 19. Dezember 2016 erhält Lufthansa die erste AirbusA350-900, zwei Tage später, am 21. Dezember, wird der Airbus von Toulouse nach München überführt.  Hier ist die Ankunft für den Nachmittag geplant. Anschließend ist die A350-900 an verschiedenen deutschen Flughäfen zu Gast: Vor und nach den Feiertagen führen Lufthansa-Piloten das Flugtraining mit Starts und Landungen durch.

Bevor die A350-900 am 10. Februar 2017 den regulären Liniendienst von München nach Delhi aufnimmt, heißt es einen Tag zuvor: „Ready for take off“. Die A350-900 startet am 9. Februar zum ersten Mal mit Passagieren an Bord. Der A350-Flug von München nach Hamburg und zurück gibt die einmalige Gelegenheit, Erster an Bord des modernsten Langstreckenflugzeugs der Welt zu sein. Abflug in München ist um 10:30 Uhr, die Landung in der Hansestadt ist um 12:00 Uhr geplant. Die Passagiere werden gegen 17:00 Uhr wieder nach München zurückkehren. Der Ticketpreis von 179 Euro beinhaltet den Hin-und Rückflug einschließlich Steuern und Gebühren, ein Frühstück inklusive Sektempfang vor dem Abflug in München, sowie ein Gate-Event in Hamburg und vieles mehr. Die Besonderheit: Wer zuerst bucht, hat zum gleichen Preis gute Chancen, in der Business- oder Premium-Economy Class zu reisen. Buchung unter LH.com/A350.

Lufthansa Airbus A350-900

Am 19. Dezember 2016 erhält Lufthansa die erste Airbus A350-900

Lufthansa stationiert am Drehkreuz  München zehn Flugzeuge vom Typ A350-900, insgesamt sind 25 Flugzeuge bestellt. Über den Einsatzort der restlichen 15 Flugzeuge wird noch entschieden. Das weltweit modernste Langstreckenflugzeug ist eine Investition in die Zukunft: Es erzeugt 25 Prozent weniger Emissionen und ist beim Start wesentlich leiser als vergleichbare Flugzeugtypen.

Quelle: Lufthansa


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Rolls-Royce: 7.000. Triebwerk in Dahlewitz montiert

Dahlewitz, 6. Dezember 2016: Rolls-Royce feiert die Auslieferung des 7000. in Dahlewitz montierten Triebwerks. Das Jubiläumstriebwerk, ein BR710, wird an Gulfstream Aerospace Corporation ausgeliefert und eine Gulfstream G550 antreiben.

Die Triebwerksproduktion am Standort Dahlewitz südlich von Berlin begann 1995, derzeit sind dort mehr als 2.300 Mitarbeiter beschäftigt. Das Werk ist heute ein wichtiger Produktions- und Entwicklungsstandort im globalen Rolls-Royce Konzern.

Neben der Produktion der BR710 Triebwerke werden hier eine Reihe von Antrieben für Geschäftsreiseflugzeuge, wie die Triebwerkstypen BR725 und Tay 611-8C, montiert sowie das V2500 für die Airbus A320Familie. Dahlewitz ist außerdem Standort des neuen Testzentrums für Leistungsgetriebe von Rolls-Royce.

Das 7.000ste Triebwerk ist Mitglied der zuverlässigen und bewährten BR700-Familie, die einige der schnellsten und größten Geschäftsreiseflugzeuge mit größter Reichweite antreibt. Mehr als 4.000 BR700-Antriebe wurden bis heute gebaut und die Flotte hat insgesamt über 20 Millionen Flugstunden erreicht.

Paul O’Neil, Rolls-Royce, EVP Assembly and Test, Civil Aerospace, sagte zu diesem Meilenstein: “Wir sind sehr stolz auf das, was hier durch die harte Arbeit und den Einsatz unserer Dahlewitzer Belegschaft in mehr als 20 Jahren erreicht wurde. Der Erfolg unterstreicht die bedeutende Rolle, die dem Standort … im Bereich der zivilen Luftfahrt zukommt.“

Rolls-Royce

Rolls-Royce feiert die Auslieferung des 7000. in Dahlewitz montierten Triebwerks

 

2017 fällt am Standort Dahlewitz außerdem der Startschuss zur Montage des für die A350XBW bestimmten Trent XWB, dem effizientesten zivilen Großtriebwerk der Welt, womit die XWB Hauptfertigungslinie in Derby, Großbritannien ergänzt wird.

Quelle: Rolls-Royce


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Airbus erhält Bundespreis Ecodesign

Airbus erhält Bundespreis Ecodesign für Entwicklung bionischer Trennwand

Neues Design nach Vorbild aus der Natur spart 45 Prozent Gewicht

Hamburg, 30. November 2016: Für das Konzept einer bionischen Kabinentrennwand hat Airbus am Montagabend den Bundespreis Ecodesign in der Kategorie Konzept erhalten. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zeichnete Peter Sander und Bastian Schäfer aus dem Team für Zukunftstechnologien (Emerging Technologies & Concepts) aus. Durch die Konstruktion der Trennwand nach dem Vorbild aus der Natur lässt sich das Gewicht des Bauteils um rund 45 Prozent reduzieren. Dies verringert den Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß des Flugzeuges.
„Airbus zeigt mit der bionischen Trennwand in beispielhafter Weise auf, welche Möglichkeiten generative Fertigung bietet. Im Flugverkehr bedeutet die erreichte Gewichtsreduktion um 45 Prozent eine enorme Kraftstoffersparnis. Die astähnlichen Strukturen bieten einen Ausblick auf das formalästhetische Potential der topologischen Optimierung“, erklärte die Jury des Bundespreises Ecodesign.

ecodesign

„Bionisches Design und additive Fertigungsverfahren spielen eine Schlüsselrolle bei der Flugzeugentwicklung und –fertigung der Zukunft, wo sich fast alles um Gewichtsreduktion dreht. Ich gratuliere Peter Sander, Bastian Schäfer und dem gesamten Entwicklungsteam zu dieser Auszeichnung“, sagte Dr.-Ing. Klaus Richter, Leiter des Einkaufs, Airbus Group und Vorsitzender der Geschäftsführung Airbus in Deutschland.
Airbus hat die bionische Trennwand gemeinsam mit dem US-Softwarehersteller Autodesk entwickelt. Gefertigt wird das Bauteil aus Scalmalloy. Diese Legierung ist auf additive Fertigung, den so genannten 3D-Druck, optimiert.
Bundespreis ecodesign

Preisverleihung an das Team der Bionischen Trennwand durch UBA-Präsidentin Maria Kreutzberger

Der Flugzeughersteller arbeitet seit mehreren Jahren daran, additive Fertigungsverfahren (ALM) für die Flugzeugfertigung nutzbar zu machen. Weitere Beispiele hierfür sind neben der Kabinentrennwand auch Verbindungselemente, Bremsklappen oder Rohrleitungen. Im Jahr 2015 zählte das Unternehmen zu den drei Finalisten beim Zukunftspreis des Bundespräsidenten.
Quelle: Airbus Operations GmbH

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