Fuhrpark des Flughafen Nürnberg wird elektrifiziert

nachhaltige Luftfahrt

Airport fliegt auf Strom – Neue Schlepperflotte fährt elektrisch

14.03.2019

Im Rahmen seines Energiemanagements wird der Airport Nürnberg seit letztem Jahr mit 100 Prozent Ökostrom versorgt. Nach und nach wird jetzt auch der Fuhrpark auf emissionsarme Antriebe umgestellt: Nach einzelnen Nutzfahrzeugen mit Hybrid- oder Elektromotor ersetzte der Flughafen seine Schlepperflotte für den Gepäck- und Frachttransport durch Modelle mit reinem E-Antrieb.

„Ein nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist uns gerade als Flughafen sehr wichtig“, so Geschäftsführer Dr. Michael Hupe. Daher sei die Anschaffung von E-Fahrzeugen nur folgerichtig. Die neue Flotte besteht zunächst aus sechs Schleppern mit je 28 Tonnen Zugleistung. Bei Auswahl und umfassenden Tests am Airport wurde der Fokus auf Wirtschaftlichkeit und Qualität gerichtet.

Matthias Reubel, Leiter der Gepäckabfertigung am Airport, ist mit den neuen Fahrzeugen hochzufrieden: „Mit ihrer Agilität dank hohem Drehmoment und ihrer Wendigkeit übertreffen die Schlepper unsere Erwartungen. Wir sind stolz, als erster Flughafen eine komplette Flotte der neuen E-Schlepper-Generation in Betrieb nehmen zu können.“

Dr. Tobias Harzer, Leiter des Herstellers Jungheinrich (Vertriebszentrums Süd), erklärt: „Wir haben bei der Entwicklung unseres großen Elektroschleppers EZS 7280 besonderen Wert auf hohe Leistung bei gleichzeitig niedrigem Stromverbrauch gelegt. Dadurch, dass wir dem Flughafen Nürnberg Fahrzeuge, Batterien und Ladegeräte aus einer Hand liefern, erreichen wir eine Systemlösung mit maximaler Energieeffizienz für einen besonders nachhaltigen Einsatz.“

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Die Weichen für eine nachhaltige Energieversorgung hatte der Airport bereits in den Vorjahren gestellt: So wurden Hangar-Dachflächen mit Solarmodulen bestückt. Zudem wurden die großen Parkhäuser und weite Bereiche des Terminals auf LED-Beleuchtung umgestellt, was zu einer erheblichen Stromeinsparung führt. Außerdem bezieht der Flughafen schon seit Jahren Wärme aus dem Hackschnitzelheizkraftwerk eines benachbarten Landwirtschaftsbetriebs.

Quelle: Flughafen Nürnberg


 

Lufthansa LEOS nimmt zweiten eSchlepper am Flughafen Frankfurt in Betrieb

eMobility
04.06.2018
LEOS - eTug/eSchlepper
  • Das E-Fahrzeug sorgt für umweltschonende Schlepps von Großraumflugzeugen wie dem Airbus A380 und der Boeing 747
  • Bis zu 75 Prozent weniger Emissionen im Vergleich zu einem konventionellen Flugzeugschlepper

Bei Lufthansa LEOS, dem Experten für Bodenverkehrsdienste an den deutschen Großflughäfen, ist seit 2016 der weltweit erste eSchlepper am Flughafen Frankfurt im Einsatz. Jetzt hat die Tochtergesellschaft der Lufthansa Technik ein zweites Exemplar in Betrieb genommen. Bei dessen Bau wurden einige Verbesserungspotenziale berücksichtigt, die das Unternehmen aufgrund der operationellen Erfahrungen mit dem ersten eSchlepper gemacht hat – sowohl was das technische Design des Fahrzeugs als auch die Ergonomie für den Fahrer angeht.

Das von der schwedischen Firma Kalmar Motor AB entwickelte, 700 kW starke Elektrofahrzeug ist im Frühjahr dieses Jahres bei Lufthansa LEOS in Frankfurt eingetroffen. Nach den nötigen Aufrüstungsarbeiten, wie zum Beispiel dem Einbau von Funk und Transponder, ist es nun am Flughafen Frankfurt im Einsatz. Der eSchlepper sorgt für umweltschonende Wartungs- und Positionierungsschlepps sowie Pushbacks großer Passagierflugzeuge. Er bringt Flugzeuge wie den Airbus A380 oder die Boeing 747 rein elektrisch zu ihren Parkpositionen, in die Werft, ans Gate oder auf den Weg mittels Pushback und kann Flugzeuge bis zu einem maximalen Startgewicht von 600 Tonnen bewegen. Das ist das 15-fache seines eigenen Gewichts.

Mit dem Einsatz des eSchleppers lassen sich bis zu 75 Prozent der Emissionen im Vergleich zu einem konventionellen, dieselbetriebenen Flugzeugschlepper einsparen. Auch der Geräuschpegel des eSchleppers ist deutlich geringer.

Das Elektrofahrzeug verfügt über Allradantrieb und Allradlenkung, so dass es trotz seiner 9,70 Meter Länge und einer Breite von 4,50 Meter auch im teilweise begrenzten Raum der Wartungshangars gut manövrierbar ist. Die Lithium-Ionen-Akkus haben eine Kapazität von 180 Kilowattstunden. Das entspricht in etwa der fünf- bis sechsfachen Kapazität eines handelsüblichen Elektroautos. Im Bedarfsfall können die Akkus auch während des Betriebs mit Hilfe eines integrierten Dieselmotors, dem Range Extender, nachgeladen werden. Das Dieselaggregat erfüllt damit eine absichernde Aufgabe, so dass in jedem Fall die anstehenden Missionen durchgeführt werden können.

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E-Schlepper Lufthansa Leos an Boeing 747-400 VM

Der eSchlepper ist ein Projekt innerhalb der Initiative E-PORT AN am Flughafen Frankfurt. Sie verfolgt das Ziel, einzelne Fahrzeugtypen auf dem Vorfeld sukzessive auf elektromobile Antriebstechniken umzurüsten. Partner der Initiative sind neben der Lufthansa Group die Fraport AG, das Land Hessen und die Modellregion Elektromobilität Rhein-Main. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert die Investitionen der Partner in Höhe von mehreren Millionen Euro in diese zukunftsweisenden Elektromobilitätsprojekte. Wissenschaftlich begleitet wird die Initiative von der Technischen Universität Darmstadt und der Technischen Universität Berlin. 2014 hat E-PORT AN den renommierten GreenTec Award in der Kategorie Luftfahrt erhalten, 2016 den Air Transport World Award als Eco-Partnership of the Year. Bereits 2013 hatte die Bundesregierung E-PORT AN als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet.

Quelle: Lufthansa

DLR und TU Braunschweig vereinbaren Zusammenarbeit bei der Batterieforschung

 

Dienstag, 24. April 2018

  • DLR und TU BS unterzeichnen Absichtserklärung für die Zusammenarbeit im Bereich der Batterieforschung.
  • Neuer Zweig am DLR-Standort Braunschweig soll die bisherige DLR-Batterieforschung an den Standorten Oldenburg, Ulm, Stuttgart und Köln ergänzen.
  • Schwerpunkt(e): Energie, Batterieforschung

DLR und TU Braunschweig vereinbaren Zusammenarbeit bei der Batterieforschung

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Technische Universität Braunschweig (TU BS) haben am 24. April 2018 auf der Hannover Messe eine Absichtserklärung für gemeinsame Arbeiten im Bereich der Batterieforschung unterzeichnet. Das DLR und die TU BS wollen zukünftig bei der Entwicklung neuer Batteriesysteme eng zusammenarbeiten, um die Kette von Forschung über Entwicklung bis hin zur Fertigung vollständig abzubilden.

Prof. Dr. Karsten Lemmer, DLR-Vorstandsmitglied für Energie und Verkehr sagte: “Leistungsstarke Batterien sind essentiell für eine nachhaltige Energieversorgung und insbesondere auch für den Ausbau der Elektromobilität. Das DLR hat in der Grundlagenforschung und in der anwendungsbezogenen Forschung ein breites Kompetenzspektrum an seinen Standorten Ulm, Stuttgart, Köln und Oldenburg aufgebaut. Ich freue mich, dass wir die Batterieforschung mit unserem langjährigen Partner, der TU Braunschweig, weiter ausbauen.”

Am Forschungsflughafen Braunschweig arbeiten das Niedersächsische Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik (NFF) der TU Braunschweig und das DLR traditionell eng zusammen. “Die neue Kooperation verstärkt die Batterieforschung am Standort Braunschweig. Sie ergänzt das Gesamtkonzept, das unsere Spitzenforscher hier mit der Battery Lab Factory der TU Braunschweig entwickelt haben und das sich mit dem geplanten ‘Fraunhofer Center für Smarte Energiespeicher und Systeme’ in den kommenden Jahren noch weiterentwickeln wird”, erklärte Prof. Dr. Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig. “Wir wollen gemeinsam erforschen, welche Energiespeicher gerade für die Mobilität der Zukunft notwendig sind. Die nachhaltige und energieeffiziente Fortbewegung ist ein Schwerpunktthema der TU Braunschweig. Daher ist das DLR ein ausgezeichneter Partner für uns.”

Diagnoseverfahren und Einsatz neuartiger Materialien

Neben den DLR-Standorten Oldenburg, Ulm, Stuttgart und Köln, die bereits seit vielen Jahren im Bereich der Batterieforschung arbeiten, entsteht im Rahmen der Absichtserklärung ein neuer Zweig am DLR-Standort Braunschweig, der die bisherigen Aktivitäten in idealer Weise ergänzt. Die Forschungsarbeiten in den Materialwissenschaften, der Modellierung von Zellen und neuen Batteriekonzepten führen zu neuen Schwerpunkten bei technischen Materialsyntheseverfahren und deren Skalierung. So wird eine Verbindung zur Battery Lab Factory mit einer prototypischen Produktion neuartiger Batterietypen und zur Pilotfertigung neuer Materialien geschaffen. Ein weiterer gemeinsamer Forschungsschwerpunkt in Braunschweig soll die Entwicklung, Simulation und Diagnose von Batterien unter Einsatz neuartiger Materialien und Zellaufbauten für den stationären und mobilen Einsatz einschließlich der Strukturintegration werden. 

DLR und TU BS unterzeichnen Absichtserklärung für die Zusammenarbeit im Bereich der Batterieforschung. (v.l.n.r.) Prof. Dr.-Ing. Ulrike Klewer, Institutsleiterin der TU Braunschweig, Prof. Dr. Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig, Prof. Dr. Karsten Lemmer, DLR-Vorstandsmitglied für Energie und Verkehr sowie Bernhard Milow, Programmdirektor Energie.


 

Vahana, das selbststeuernde eVTOL-Flugzeug von A³ by Airbus, absolviert erfolgreich ersten vollständigen Testflug

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Meilenstein bei der Entwicklung des urbanen Lufttransports zwei Jahre nach Programmstart von Vahana erreicht

Vahana, das rein elektrische, selbststeuernde eVTOL-Flugzeug von A³ by Airbus, schloss heute den ersten vollständigen Testflug, bei dem es eine Höhe von 5 Metern (16 Fuß) erreichte, erfolgreich ab. Anschließend landete es wieder sicher. Der Test wurde am 31. Januar 2018 um 8.52 Uhr (Pazifische Zeit) auf dem Testgelände Pendleton UAS Range in Pendleton, Oregon, durchgeführt. Der erste Flug mit einer Dauer von 53 Sekunden war vollständig selbstpilotiert. Am folgenden Tag schloss Vahana einen zweiten Flug ab.

„Heute feiern wir einen bedeutenden Durchbruch in der Luftfahrtinnovation“, sagte Zach Lovering, Project Executive von Vahana. „Das Vahana-Team nahm eine Entwurfsskizze auf einer Serviette und baute in nur zwei Jahren ein vollständig selbststeuerndes Flugzeug, das jetzt seinen ersten Flug erfolgreich abgeschlossen hat. Unser Team bedankt sich für die Unterstützung, die wir von A³ und der Airbus-Familie sowie von unseren Partnern, einschließlich MTSI und der Pendleton UAS Range, erhalten haben.“

Vahana ist ein Projekt, das bei , dem Vorposten von Airbus im Silicon Valley, entwickelt wurde. A³ ermöglicht den Zugang zu einzigartigen Talenten und Ideen, neuen Partnerschaftsmöglichkeiten und einer zügigen Ausführung. Ziel von Vahana ist es, den individuellen Flug zu demokratisieren und dem wachsenden Bedürfnis nach urbaner Mobilität durch den Einsatz neuester Technologien in den Bereichen Elektroantrieb, Energiespeicherung und Bildverarbeitung (Machine Vision) gerecht zu werden.

„Der erste Flug von Vahana zeigt die einzigartige Fähigkeit von Airbus, ambitionierte Ideen zügig umzusetzen – ohne Kompromisse bei der Qualität und Sicherheit, für die das Unternehmen bekannt ist. Für A³ ist dies ein Beweis, dass wir sinnvolle Innovationen mit energischen Projektzeitplänen hervorbringen können, um einen echten Wettbewerbsvorteil für Airbus zu schaffen“, sagte Rodin Lyasoff, A³ CEO und ehemaliger Project Executive von Vahana. „Wir müssen uns nun darauf konzentrieren, die Leistung des hart arbeitenden Vahana-Teams zu feiern und gleichzeitig die daraus entstandene Dynamik zu nutzen.“

Vahana verhilft damit seinen Selbstpilotierungsfähigkeiten ohne Passagier zum Durchbruch. Nach diesen erfolgreichen Schwebeflügen wird das Team weitere Tests, einschließlich der Übergänge und des Vorwärtsflugs, durchführen.

Weitere Informationen finden Sie unter: vahana.aero

https://www.businesswire.com/news/home/20180201006610/en/Vahana-Self-Piloted-eVTOL-aircraft-A%C2%B3-Airbus-Successfully

Bilder finden Sie unter: https://www.airbus-sv.com/media

Über A³ by Airbus
A³ („A-cubed“) wurde im Mai 2015 als Vorposten für Zukunftsprojekte von Airbus im Silicon Valley gegründet. A³ konzentriert sich auf Projekte mit drei Merkmalen: Geschwindigkeit, Transparenz und Verpflichtung, produktfähige oder überzeugende Demonstratoren hervorzubringen. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie uns unter www.airbus-sv.com oder auf Twitter und LinkedIn.

Über das Projekt Vahana
Vahana ist ein Fahrzeugprojekt, dessen Schwerpunkt auf der Entwicklung selbststeuernder, senkrecht startender und landender (VTOL) elektrischer Flüge liegt. Es wird bei A³, dem Vorposten für Zukunftsprojekte von Airbus im Silicon Valley, entwickelt. Weitere Informationen finden Sie unter vahana.aero und folgen Sie uns auf Twitter.us

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Quelle: Airbus


 

Lilium entwickelt fünfsitziges Elektro-Lufttaxi

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Finanzierung des neuen Fünfsitzers von Lilium Aviation gesichert

05.09.2017

Lilium Aviation verkündet den Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde mit 90 Millionen Dollar

Die Fördergruppe von Lilium Aviation besteht aus u.a. aus Tencent und dem Skype Mitbegründer Niklas Zennström. 

Die neuen Finanzmittel werden für die Entwicklung des Fünf-Sitz-Lilium-Jets verwendet, der kommerziell eingesetzt werden soll und dienen zudem zur Aufstockung des aktuellen Teams auf dann mehr als 70 Mitglieder.

Im April gelang dem Prototypen erstmals sein kompliziertestes Manöver – den Übergang zwischen Hover-Modus und horizontalem Flug

Daniel Wiegand, Mitbegründer und CEO von Lilium Aviation sagte, dass diese Investition ein enorm wichtiger Schritt für Lilium ist, denn er ermöglicht es, den fünfsitzigen Jet Realität werden zu lassen. Dies sei die nächste Etappe in der rasanten Entwicklung von der Idee bis hin zur Produktion eines kommerziell erfolgreich einsetzbaren Flugzeuges, das die Art und Weise, wie wir in den Städten der Welt und dazwischen reisen, revolutionieren wird. Es mache Lilium zu einem der besten elektrischen Flugzeugprojekte weltweit. 

Die eingesetzten Elektro-Jet-Motoren sind nach Angabe von Lilium hocheffizient und extrem geräuscharm, so dass die Jets auch in dicht besiedelten städtischen Gebieten geflogen werden können. 

Der Lilium Jet kann mit einer Batterieladung eine Stunde lang fliegen und das mit einer Geschwindigkeit bis zu 300 km pro Stunde – das bedeutet zum Beispiel, dass die 19km Strecke von Manhattan zum JFK Flughafen weniger als fünf Minuten dauern würde.

Luft-Taxi nachhaltige Luftfahrt

Foto: Lilium

 

Quelle der kompletten Original-News: https://lilium.com/news/


 

DLR/NASA-Design Challenge

Nachhaltige Luftfahrt

Nachwuchsforscher entwerfen das Flugzeug der Zukunft

Donnerstag, 17. August 2017

  • DLR und NASA veranstalten einen gemeinsamen Studierenden-Wettbewerb auf der Suche nach dem Flugzeug der Zukunft
  • In Braunschweig wurden jetzt die Sieger prämiert
  • Schwerpunkt(e): Luftfahrt, Digitalisierung

Leise, umweltfreundlich, aerodynamisch elegant: So stellen sich deutsche Studierende das Flugzeug der Zukunft vor. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat jetzt die nationalen Gewinner eines gemeinsam mit der NASA ausgetragenen Wettbewerbs um die besten Ideen für künftige Luftfahrzeuge ausgezeichnet. Gewinner ist ein Team der TU München.

Die Münchner entwarfen mit ihrem “Urban Liner” ein ungewöhnlich aussehendes Flugzeug mit Hybridantrieb. Auffallendstes Merkmal ist das einzelne Triebwerk, das am Heck zwischen den Leitwerken angebracht ist. Geht es nach den Studierenden, soll der Treibstoffverbrauch halbiert und der Stickoxidausstoß gar um 80 Prozent verringert werden können.

“Die vorgeschlagenen Technologien beim “Urban Liner” sind hochinnovativ und alles wurde zu einem stimmigen Gesamtkonzept entwickelt”, würdigte DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke bei der Preisverleihung in Braunschweig den Münchner Entwurf.

Bei dem Ziel, ein leiseres Flugzeug zu entwerfen, verfolgten die Münchner einen radikalen Ansatz: “Normalerweise wird beim Flugzeug erst spät im Entwurf auf Möglichkeiten der Lärmreduzierung geachtet”, so Teamleiter Christian Decher, “wir haben dem von Anfang an alles andere untergeordnet.”

Mit dem zweiten Platz wurde das Konzept “HORUS 3000-300” der FH Aachen ausgezeichnet. Die Jury aus Luftfahrtforschern des DLR zeigte sich von den vielfältigen Ideen aller teilnehmenden Studierenden beeindruckt. “Unsere größte Herausforderung als Luftfahrtforscher ist, trotz weltweit stetig wachsender Passagierzahlen den Umwelteinfluss des Flugverkehrs weiter zu mindern und so Emissionen und Lärm zu reduzieren. Dafür brauchen wir frische und ungewöhnliche Ideen, und solche haben die Studierenden präsentiert”, sagte Henke.

Im Wettbewerb waren neben Design-Vorschlägen für leiseres Fliegen auch solche für effiziente Überschalljets gefragt. Das Konzeptflugzeug sollte mindestens 200 Passagiere beziehungsweise 12 beim Überschallflieger transportieren und bis 2035 realisiert werden können. Die teilnehmenden Studierenden-Teams in Deutschland und Amerika wählten eines der Themen für ihren Wettbewerbsbeitrag. Ein innovatives Konzept für ein Überschallflugzeug, quasi ein umweltfreundlicher Nachfolger der Concorde, präsentierte ein Team der Universität Stuttgart, das mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde. Deren Konzept “HELESA” schlägt ein langgestrecktes Flugzeug mit vorwärts gepfeilten Schwenkflügeln vor.

63 Studierende aus sieben Universitäten

Für die NASA/DLR-Design Challenge hatten sich auf deutscher Seite 63 Studierende verteilt auf zehn Teams aus sieben Hochschulen angemeldet. Die vier Erstplatzierten sind:

1.    TU München: “Urban Liner”
2.    FH Aachen: “HORUS 3000-300”
3.    Universität Stuttgart: “High-Efficient Low-Emission Supersonic Aircraft HELESA”
4.    RWTH Aachen: “Low Noise Hybrid Passenger Aircraft”

Außerdem nahmen Teams der TU Berlin und der TU Hamburg-Harburg teil. Auf amerikanischer Seite gibt es ebenfalls eine zweistellige Anzahl teilnehmender Teams verschiedener Hochschulen. Das deutsche Gewinnerteam des Wettbewerbs reist im Herbst 2017 zur amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA in die USA. Dort präsentieren sie neben den amerikanischen Siegern ihre prämierte Arbeit in einem Symposium mit international anerkannten Luftfahrtforschern. “Mit dieser gemeinsamen Aktion zur Nachwuchsförderung wird auch die hervorragende Kooperation des DLR mit der NASA im Bereich Luftfahrtforschung weiter gestärkt”, stellte Prof. Henke abschließend fest.

DLR/NASA-Design Challenge - Nachhaltige Luftfahrt

Quelle: DLR


 

Flughafen Stuttgart – Vorreiter bei Umstellung auf abgasfreien Vorfeldtransport

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Neuer Gepäckschlepper in Hannover vorgestellt

Hannover, April 2017: Auf der Hannover Messe 2017 (24. bis 28. April) stellt der Flughafen Stuttgart den Einsatz von Elektrofahrzeugen auf dem Vorfeld vor, darunter den neusten Zuwachs – ein Elektro-Gepäckschlepper mit Lithium-Ionen-Batterie.
In Punkto Elektromobilität nimmt die Flughafen Stuttgart GmbH eine Vorreiterrolle unter den deutschen Airports ein. Noch 2017 wird der Passagier- und Gepäcktransport auf dem Vorfeld komplett auf leise und abgasfreie Elektroantriebe umgestellt. Bereits jetzt sind dort 25 Elektrofahrzeuge im Einsatz. In den nächsten drei Jahren soll die Elektroflotte um rund 40 weitere Abfertigungsfahrzeuge wie Passagierbusse, Gepäck- und Frachtschlepper, Förderbänder und Pushback-Fahrzeuge erweitert werden.
Dieses Ziel verfolgt der Flughafen in Zusammenarbeit mit dem Abfertigungsdienstleister Losch Airport Service GmbH und dem Öko-Institut e.V. im Rahmen des Projekts scale-up!. Dabei wird untersucht, wie sich die Beschaffung von Vorfeldfahrzeugen mit elektrischen Antrieben von ihrer Produktion über die Energieversorgung bis hin zur Entsorgung der Batterie auf Umwelt und Wirtschaftlichkeit auswirken.
nachhaltige Luftfahrt

In Stuttgart im Einsatz: Neuer Elektro-Gepäckschlepper mit Lithium-Ionen-Batterie

Quelle: Flughafen Stuttgart

E-Mobility: Flughafen Stuttgart plant abgasfreie Passagier- und Gepäckabfertigung

GATE Future 2016: Stuttgart plant abgasfreie Passagier- und Gepäckabfertigung auf dem Vorfeld

Berlin, 29. September 2016: Elektrisch angetriebene Vorfeldbusse sind nicht nur gut für das Klima, das Image und die Betriebsabläufe, sie sind auch bei den Fahrern überaus beliebte Arbeitsplätze, das berichtete Martin Hofmann von der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) im Nachhaltigkeits-Workshop anlässlich der Fachkonferenz GATE Future 2016 in Berlin. Die Reichweite der Fahrzeuge sei bei voller Batterieladung mit zirka 80 km völlig ausreichend, um die im Tagesverlauf anfallenden Fahrten problemlos durchzuführen. Der Geräuschpegel der E-Busse hat sich halbiert und der Wegfall der bisher unangenehmen Dieselgerüche werden von den Busfahrern und den Passagieren sehr angenehm wahrgenommen. Die Standzeiten der Busse während der vorgeschriebenen Pausen der Fahrer genügen, so Hofmann, um im Tagesgang einen hohen Ladestand der Batterien vorzuhalten. Ursprünglich einmal angedachte Zwischenstopps zum Nachladen konnten damit entfallen. Die Erfahrungen mit den von Cobus Industries gefertigten Bussen seien so gut, dass nun auch die noch verbliebenen konventionellen Busse durch elektrisch angetriebene Fahrzeuge ersetzt werden.

nachhaltige Mobilität am Flughafen Stuttgart

Wie Hofmann in Berlin weiter berichtete, plant der Flughafen Stuttgart den Vorfeldverkehr im Rahmen des Passagier- und Gepäcktransports bis 2017 vollständig auf Elektroantrieb umzustellen und hat mit einem entsprechend großzügig dimensioniertem neuen Trafo bereits die energetischen Voraussetzungen geschaffen. Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) wolle damit ihre Vorreiterrolle als Anwender umweltfreundlicher Antriebstechniken weiter ausbauen und lokale Emissionen weiter senken. Schon heute gelte Stuttgart europaweit als der Referenzflughafen für energieeffiziente und umweltfreundliche Vorfelddienste. In diesem Zusammenhang investierte die FSG seit 2013 mehr als 4,4 Mio. Euro in die Beschaffung von 25 Abfertigungsfahrzeugen mit Elektroantrieb sowie in die für den Betrieb erforderliche Infrastruktur. Bis 2017 sollen neben den noch verbliebenen Diesel-betriebenen Passagierbussen auch alle Hybridschlepper durch batteriebetriebe Neufahrzeuge ersetzt werden.

Elektromobilität am Flughafen Stuttgart

Die besonderen Anforderungen und Einsatzmöglichkeiten von Elektrofahrzeugen an Flughäfen erforschte die FSG im Projekt „efleet“ in Zusammenarbeit mit Projektpartnern wie dem Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt e.V. (DLR) sowie der Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie e-mobil BW GmbH. Das Forschungsprojekt war Teil der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten baden-württembergischen Initiative „LivingLab BWe mobil“, eines der bundesweit vier Förderprogramme im „Schaufenster Elektromobilität“.

Siemens: Extra 330LE fliegt

Weltrekord-Elektromotor absolviert Erstflug

 

München / Dinslaken, 04. Juli 2016: Erfolgreicher Jungfernflug: Erstmals fliegt ein Flugzeug der Zertifizierungs-Kategorie CS23 mit Permit-to-Fly rein-elektrisch. Der Siemens-Motor hat eine Leistung von 260 Kilowatt und ein Gewicht von nur 50 Kilogramm – damit verfügt er über ein Rekord-Leistungsgewicht.

Extra 330LE fliegt nahezu lautlos

Siemens-Forscher haben den neuartigen Elektromotor für Flugzeuge entwickelt, der fünfmal so viel elektrische Dauerleistung liefert wie vergleichbare Antriebe. Das Rekord-Antriebssystem hat am 4. Juli 2016 auf dem Flughafen Dinslaken Schwarze Heide seinen ersten Flug vor der Öffentlichkeit absolviert und dabei ein Kunstflugzeug vom Typ Extra 330LE nahezu lautlos angetrieben. Seinen Jungfernflug hatte der neue Antrieb bereits einige Tage zuvor, am 24. Juni 2016, bestritten. Damit werden hybride Elektroflugzeuge mit vier oder mehr Sitzen möglich.

Link zum Video

Technik wird in Kooperation mit Airbus eingebracht

“Heute ist ein Tag, der die Luftfahrt verändern wird”, sagt Frank Anton, Leiter eAircraft bei der zentralen Siemens-Forschung Corporate Technology. “Zum ersten Mal ist ein Elektroflugzeug in der Leistungsklasse von einem Viertel Megawatt geflogen.” Die rund 1.000 Kilogramm schwere Extra 330LE dient dabei als Erprobungsträger für den neuen Antrieb – als Kunstflugzeug eignet sie sich besonders dafür, die Komponenten an ihre Grenzen zu bringen, zu testen und weiterzuentwickeln.

Die Technologie wird Siemens zudem in seine Kooperation mit Airbus zum Elektrischen Fliegen einbringen, die beide Unternehmen im April 2016 vereinbart hatten. Elektrische Antriebe sind skalierbar – auf Basis des Rekord-Motors werden Siemens und Airbus hybrid-elektrische Regionalflugzeuge entwickeln. “Bis 2030 erwarten wir erste Maschinen mit bis zu 100 Passagieren und rund 1.000 Kilometern Reichweite”, erklärt Anton.

Russwurm: “Wir brauchen disruptive Ideen”

“Der Erstflug unseres Antriebssystems ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Elektrifizierung der Luftfahrt”, sagt Siemens-Technikvorstand Siegfried Russwurm. “Um diesen Weg weiter erfolgreich zu begehen, braucht es disruptive Ideen und Mut zum Risiko. Daher ist die Entwicklung elektrischer Antriebe für Luftfahrzeuge auch das erste Projekt unserer neuen Start-up-Organisation next47.” Siemens ist entschlossen, die hybrid-elektrischen Antriebssysteme für Luftfahrzeuge als künftiges Geschäft aufzubauen.

Extra 330LE

Erfolgreicher Jungfernflug: Erstmals fliegt ein Flugzeug der Zertifizierungs-Kategorie CS23 mit Permit-to-Fly rein-elektrisch. Der Siemens-Motor hat eine Leistung von 260 Kilowatt und ein Gewicht von nur 50 Kilogramm – damit verfügt er über ein Rekord-Leistungsgewicht.

Das Antriebssystem hat Siemens mit Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Deutschen Luftfahrtforschungsprogramms LuFo entwickelt. Die Extra 330LE ist in Zusammenarbeit von Siemens, Extra Aircraft, MT-Propeller und Pipistrel (Batterie) entstanden.

Extra 330LE ist in Zusammenarbeit von Siemens, Extra Aircraft, MT-Propeller und Pipistrel entstanden

Dipl.-Phys. Frank Anton, Leiter eAircraft im Hause Siemens, mit Firmengründer und Testpilot Walter Extra (links)

Quelle: Siemens

ADV: Umwelt macht Zukunft!

Deutsche Flughäfen Vorreiter beim Klimaschutz

Berlin, 5. Juni 2016: Den weltweit unter dem Motto ‘Stadt. Land. Leben. – Umwelt macht Zukunft’ begangenen ‘Tag der Umwelt’ nahm die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) zum Anlass, auf die Bemühungen der Airports beim Erreichen der Klimaschutzziele hinzuweisen. Umwelt- und Kli­ma­schutz sei an den deut­schen Flug­hä­fen Teil des Arbeits­all­tags und stehe auch im Fokus stra­te­gi­scher Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen, so der Flughafenverband ADV.  Die Zah­len zu den CO2-Emissionen bele­gten den Erfolg der gemein­sa­men Kli­ma­-Stra­te­gie: allein inner­halb von vier Jah­ren (2010–2014) konnten die Flug­hä­fen die CO2-Emissionen um 12 % sen­ken, obwohl sich die Ver­kehrs­zah­len im gleichen Zeitraum um 11% erhöhten. Pro Pas­sa­gier seien das 21 % weni­ger Emis­sio­nen.

Zu den wir­kungs­vol­len Kli­ma­schutz­an­stren­gun­gen der Flug­hä­fen erklärt Ralph Bei­sel, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Flug­ha­fen­ver­ban­des ADV anläss­lich des Tages der Umwelt: „Die deut­schen Flug­hä­fen neh­men beim Umwelt- und Kli­ma­schutz eine Spit­zen­po­si­tion ein und gehö­ren zu den Vor­rei­tern die­ser Bran­che in Europa. Um die CO2-Emissionen zu sen­ken, wer­den an den Flug­hä­fen viele Maß­nah­men ent­wi­ckelt, erprobt und umge­setzt.” Das effi­zi­ente Klima­schutz­ma­nage­ment, wie bei­spiels­weise die Opti­mie­rung der Heizungs- und Kli­ma­tech­nik, der Aus­tausch von tau­sen­den Glüh­lam­pen in der Vor­feld­be­leuch­tung gegen strom­spa­rende LEDs oder der Ein­satz von emis­si­ons­freien Elek­tro­fahr­zeu­gen auf dem Vor­feld zah­le sich aus, so Beisel.

Das Enga­ge­ment der Flug­hä­fen im Bereich Elek­tro­mo­bi­li­tät solle wei­ter aus­ge­wei­tet wer­den. Die poli­ti­sche Unter­stüt­zung sei dafür lei­der jedoch noch unzu­rei­chend. Aktu­ell seien bereits über 700 E-Fahrzeuge an den Flug­hä­fen im Ein­satz, es kön­nten jedoch bis zu 10.000 wer­den. „Es ist zu begrü­ßen, dass die große Koali­tion ver­bes­serte Rah­men­be­din­gun­gen für die Elek­tro­mo­bi­li­tät schaf­fen möchte. In den bis­he­ri­gen Plä­nen wird aller­dings das Poten­tial der Flug­hä­fen nicht berück­sich­tigt. Rege­lun­gen für rein inner­be­trieb­li­che gewerb­li­che Ver­kehre sowohl für Pkw ohne Stra­ßen­zu­las­sung als auch für nicht öffent­li­che Lad­ein­fra­struk­tur sind der­zeit nicht vor­ge­se­hen. Die meis­ten E-Fahrzeuge, die an den Vor­fel­dern zum Ein­satz kom­men, besit­zen keine Stra­ßen­zu­las­sung. Hier besteht drin­gen­der Hand­lungs­be­darf“, for­dert Ralph Bei­sel.

Deutsche Flughäfen Vorreiter beim Klimaschutz

Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV

Quelle: ADV

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