Lufthansa und SWISS Kunden können bei der Buchung ihrer Flüge klimaneutrale Treibstoffe kaufen

IASA e.V. - nachhaltige Luftfahrt
  • Lufthansa und SWISS bauen Optionen für CO2-Kompensation aus und integrieren „Compensaid“-Angebot des Lufthansa Innovation Hubs in ihre Buchungsportale 
  • Nachhaltige alternative Treibstoffe ermöglichen nahezu CO2-neutrales Fliegen
  • Langjähriger Partner myclimate arbeitet eng mit „Compensaid“ zusammen und unterstützt den Service der Plattform

14.11.2019

Nach erfolgreich abgeschlossener Testphase wird die vom Lufthansa Innovation Hub entwickelte Plattform „Compensaid“ das zentrale Kompensationsangebot der Lufthansa Group. Ab sofort finden Kunden von Lufthansa und SWISS „Compensaid“ direkt im Buchungsportal der Fluggesellschaften. Damit haben sie die Möglichkeit, die bei ihrer Flugreise unvermeidlich entstehenden CO2-Emissionen mit nachhaltigen alternativen Kraftstoffen weitgehend auszugleichen. Dieses sogenannte Sustainable Aviation Fuel (SAF) ist eine der vielversprechendsten Optionen, um die Zukunft des Fliegens klimaneutral zu gestalten.

„Die Förderung nachhaltiger, alternativer Treibstoffe ist zentraler Teil unserer Klimastrategie. Wir machen sie als eine der ersten Airlines weltweit unseren Kunden als Kompensationslösung verfügbar und treiben so ihre Entwicklung voran“, so Harry Hohmeister, Konzernvorstand Deutsche Lufthansa AG und Chief Commercial Officer Network Airlines. „Damit legen wir gemeinsam mit unseren Kunden einen weiteren wichtigen Grundstein für eine nachhaltigere Luftfahrt.“

Eine industrieweite Nutzung scheitert bislang an der verfügbaren Menge und den hohen Kosten des innovativen Treibstoffes, da bislang nur wenige Raffinerien weltweit in der Lage sind, SAF zertifiziert und in ausreichenden Mengen zu produzieren.

„Compensaid“ macht SAF erstmals einem breiten Publikum zugänglich

„Wir sind überwältigt von den positiven Reaktionen, die ‚Compensaid‘ im Testbetrieb erfahren hat“, sagt Gleb Tritus, Managing Director Lufthansa Innovation Hub. „Wir freuen uns, dass wir nach der überaus erfolgreichen Anlaufphase nun ein langfristiges Angebot für Lufthansa und SWISS Kunden geschaffen haben. Damit machen wir SAF und die noch junge Technologie dahinter erstmals einem breiten Publikum bekannt.“

Es handelt sich um die weltweit erste Onlineplattform dieser Art, die Endkunden eine transparente und schnell wirksame Möglichkeit gibt, mithilfe von alternativen Treibstoffen ihren CO2-Verbrauch beim Fliegen auszugleichen.

IASA e.V. - nachhaltige Luftfahrt

Betankung Lufhansa Flugzeug in Frankfurt

“Compensaid“ arbeitet eng mit Partner myclimate zusammen

Für die CO2-Kompensation über „Compensaid“ stehen den Reisenden zwei Optionen zur Verfügung: Sie können einerseits fossile Flugkraftstoffe eins-zu-eins durch SAF ersetzen. Dafür berechnet die Plattform die Preisdifferenz zwischen SAF und fossilem Kerosin. Kunden zahlen lediglich den Aufpreis für den innovativen Kraftstoff. Das Fuel Management der Lufthansa Group speist das SAF innerhalb von sechs Monaten in Frankfurt in den Flugbetrieb ein.

Alternativ können Reisende über die Schweizer Stiftung myclimate, die bereits seit 2007 Partner der Lufthansa Group für wirksamen Klimaschutz ist, Waldaufforstungsprojekte unterstützen und damit langfristig positive Klimaeffekte erzielen. Mit der „Compensaid“-Plattform haben Kunden die Wahl, über welchen Ansatz sie die CO2-Emissionen ihrer Flugreise reduzieren möchten. Ebenso möglich ist die Kombination der Alternativen.

Die Lufthansa Group bekennt sich seit Jahrzehnten zu einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmenspolitik und engagiert sich mit Nachdruck dafür, die Umweltauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf ein unvermeidbares Maß zu begrenzen. Dafür investiert der Konzern kontinuierlich: In den nächsten zehn Jahren erhält die Lufthansa Group im Schnitt alle zwei Wochen ein neues, treibstoffeffizienteres Flugzeug.

Informationen zu „Compensaid“ finden Sie unter lufthansa.compensaid.com und swiss.compensaid.com.

Quelle: Lufthansa


 

Lufthansa Group stellt neuen Treibstoffeffizienzrekord auf

nachhaltige Luftfahrt
Spezifische Treibstoffverbrauch sinkt um 4,5 Prozent
Frankfurt, 6. Juni 2018: Die Lufthansa Group hat einen neuen Treibstoffeffizienzrekord aufgestellt: Die Flugzeuge der Passagierflotten benötigten 2017 durchschnittlich nur 3,68 Liter Kerosin, um einen Fluggast 100 Kilometer weit zu befördern (2016: 3,85 l/100pkm). Dies entspricht einer Verbesserung von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Lufthansa Group hat damit das Airline-Branchenziel der jährlichen Effizienzsteigerung um 1,5 Prozent mehr als erfüllt. Dazu haben alle Fluggesellschaften des Konzerns beigetragen.
„Das ist das erfreuliche Resultat unserer kontinuierlichen Flottenmodernisierung und Effizienzprogramme. Um unseren Flugbetrieb so umweltverträglich wie möglich zu gestalten, werden wir auch weiterhin in wirtschaftliche, sparsame und leise Flugzeuge investieren. Wir wollen auch beim wichtigen Aspekt der Nachhaltigkeit eine führende Rolle in unserer Industrie einnehmen.“, so Carsten Spohr, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG, im Vorwort des heute veröffentlichten Nachhaltigkeitsberichts „Balance“.
Die Lufthansa Group arbeitet kontinuierlich und systematisch daran, die Umweltverträglichkeit ihrer international angebotenen Dienstleistungen weiter zu verbessern. 2017 hat der Aviation-Konzern 29 neue Flugzeuge in Dienst gestellt, darunter weitere äußerst effiziente Modelle der Typen A350-900, A320neo und Bombardier C Series. Insgesamt stehen bei der Lufthansa Group aktuell rund 190 Flugzeuge auf der Bestellliste mit Auslieferung bis 2025.
Darüber hinaus setzten die Treibstoffeffizienz-Experten der Lufthansa Group 2017 insgesamt 34 Projekte zur Treibstoffeinsparung um, die die CO2-Emissionen um rund 64.400 Tonnen nachhaltig reduzierten. Die eingesparte Menge Kerosin betrug 25,5 Millionen Liter – dies entspricht dem Verbrauch von circa 250 Hin- und Rückflügen auf der Strecke München-New York mit dem Airbus A350-900. Der positive finanzielle Effekt dieser Maßnahmen betrug 7,7 Millionen Euro.
Umfangreiche Informationen, Kennzahlen und Interviews zu diesen und weiteren Themen der unternehmerischen Verantwortung liefert der heute veröffentlichte 24. Nachhaltigkeitsbericht „Balance“ der Lufthansa Group. Die Berichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit den international anerkannten GRI Standards der Global Reporting Initiative.
nachhaltige Luftfahrt
Quelle: Lufthansa

Lufthansa LEOS nimmt zweiten eSchlepper am Flughafen Frankfurt in Betrieb

eMobility
04.06.2018
LEOS - eTug/eSchlepper
  • Das E-Fahrzeug sorgt für umweltschonende Schlepps von Großraumflugzeugen wie dem Airbus A380 und der Boeing 747
  • Bis zu 75 Prozent weniger Emissionen im Vergleich zu einem konventionellen Flugzeugschlepper

Bei Lufthansa LEOS, dem Experten für Bodenverkehrsdienste an den deutschen Großflughäfen, ist seit 2016 der weltweit erste eSchlepper am Flughafen Frankfurt im Einsatz. Jetzt hat die Tochtergesellschaft der Lufthansa Technik ein zweites Exemplar in Betrieb genommen. Bei dessen Bau wurden einige Verbesserungspotenziale berücksichtigt, die das Unternehmen aufgrund der operationellen Erfahrungen mit dem ersten eSchlepper gemacht hat – sowohl was das technische Design des Fahrzeugs als auch die Ergonomie für den Fahrer angeht.

Das von der schwedischen Firma Kalmar Motor AB entwickelte, 700 kW starke Elektrofahrzeug ist im Frühjahr dieses Jahres bei Lufthansa LEOS in Frankfurt eingetroffen. Nach den nötigen Aufrüstungsarbeiten, wie zum Beispiel dem Einbau von Funk und Transponder, ist es nun am Flughafen Frankfurt im Einsatz. Der eSchlepper sorgt für umweltschonende Wartungs- und Positionierungsschlepps sowie Pushbacks großer Passagierflugzeuge. Er bringt Flugzeuge wie den Airbus A380 oder die Boeing 747 rein elektrisch zu ihren Parkpositionen, in die Werft, ans Gate oder auf den Weg mittels Pushback und kann Flugzeuge bis zu einem maximalen Startgewicht von 600 Tonnen bewegen. Das ist das 15-fache seines eigenen Gewichts.

Mit dem Einsatz des eSchleppers lassen sich bis zu 75 Prozent der Emissionen im Vergleich zu einem konventionellen, dieselbetriebenen Flugzeugschlepper einsparen. Auch der Geräuschpegel des eSchleppers ist deutlich geringer.

Das Elektrofahrzeug verfügt über Allradantrieb und Allradlenkung, so dass es trotz seiner 9,70 Meter Länge und einer Breite von 4,50 Meter auch im teilweise begrenzten Raum der Wartungshangars gut manövrierbar ist. Die Lithium-Ionen-Akkus haben eine Kapazität von 180 Kilowattstunden. Das entspricht in etwa der fünf- bis sechsfachen Kapazität eines handelsüblichen Elektroautos. Im Bedarfsfall können die Akkus auch während des Betriebs mit Hilfe eines integrierten Dieselmotors, dem Range Extender, nachgeladen werden. Das Dieselaggregat erfüllt damit eine absichernde Aufgabe, so dass in jedem Fall die anstehenden Missionen durchgeführt werden können.

eMobility

E-Schlepper Lufthansa Leos an Boeing 747-400 VM

Der eSchlepper ist ein Projekt innerhalb der Initiative E-PORT AN am Flughafen Frankfurt. Sie verfolgt das Ziel, einzelne Fahrzeugtypen auf dem Vorfeld sukzessive auf elektromobile Antriebstechniken umzurüsten. Partner der Initiative sind neben der Lufthansa Group die Fraport AG, das Land Hessen und die Modellregion Elektromobilität Rhein-Main. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert die Investitionen der Partner in Höhe von mehreren Millionen Euro in diese zukunftsweisenden Elektromobilitätsprojekte. Wissenschaftlich begleitet wird die Initiative von der Technischen Universität Darmstadt und der Technischen Universität Berlin. 2014 hat E-PORT AN den renommierten GreenTec Award in der Kategorie Luftfahrt erhalten, 2016 den Air Transport World Award als Eco-Partnership of the Year. Bereits 2013 hatte die Bundesregierung E-PORT AN als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet.

Quelle: Lufthansa

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