magniX und AeroTEC kündigen erfolgreichen Erstflug des weltweit größten vollelektrischen Flugzeugs an

magniX Elektroflug

Erstflug des weltweit größten vollelektrischen Flugzeugs

Moses Lake, Washington (ots/PRNewswire)

Der Jungfernflug der vollelektrischen Cessna 208B Grand Caravan markiert einen weiteren Meilenstein, der die neue Ära der elektrischen Luftfahrt einläutet

magniX, das Unternehmen, das die Revolution der elektrischen Luftfahrt vorantreibt, und AeroTEC, ein führendes unabhängiges Unternehmen, das sich auf Tests, Konstruktion und Zertifizierung in der Luft- und Raumfahrt spezialisiert, gaben heute den erfolgreichen Flug einer vollelektrischen Cessna Grand Caravan 208B bekannt. Der erfolgreiche Flug der eCaravan, der durch ein magni500-Antriebssystem mit 750 PS (560 KW) verstärkt wurde, fand heute Morgen im AeroTEC-Flugtestzentrum auf dem Grant County International Airport (KMWH) in Moses Lake, Washington, statt. Als das größte vollelektrische kommerzielle Verkehrsflugzeug weltweit ist dies ein bedeutender Meilenstein für eine Unterbrechung der Transportindustrie und die Beschleunigung der elektrischen Luftfahrt.

“Die ikonische Caravan ist seit Jahrzehnten ein Arbeitspferd der Industrie, das Menschen und Güter auf kurzen Strecken transportiert”, so Roei Ganzarski, CEO von magniX. “Der Jungfernflug der eCaravan ist ein weiterer Schritt, diese Flugzeuge für mittlere Flugstrecken zu einem Bruchteil der Kosten und mit null Emissionen von und zu kleineren Flughäfen einzusetzen. Diese elektrischen Verkehrsflugzeuge werden Flugdienstleistungen für Personen und Pakete auf noch nie da gewesene Weise ermöglichen.

“Ich bin stolz auf die Pionierarbeit unserer Ingenieure, Techniker und Flugerprobungsteams”, so Lee Human, President und CEO von AeroTEC. “Es gibt keine Roadmap für die Erprobung und Zertifizierung von Elektroflugzeugen. Dies ist ein ganz neues Gebiet und AeroTEC ist an vorderster Front dabei, Prozess und beste Praktiken zu entwickeln, die den Weg für die elektrische Luftfahrt ebnen werden.”

Der Flug der eCaravan ist ein weiterer kritischer Schritt im Zertifizierungs- und Zulassungsprozess des magni500-Antriebssystems und ermöglicht zukünftige Umrüstungen weitere Flugzeuge auf die vollelektrische Antriebstechnologie von magniX.

Der historische Flug wurde live gestreamt und von Menschen weltweit verfolgt. Im Anschluss an den Flug fand im Hangar des Testzentrums eine virtuelle Pressekonferenz statt. Bilder, Aufzeichnungen der virtuellen Pressekonferenz und Videos vom Jungfernflug des weltweit größten vollelektrischen Flugzeugs finden Sie hier: https://magnix.aero/ecaravan/.

Informationen zu AeroTEC

AeroTEC entwickelt und zertifiziert neue Luftfahrtprodukte mithilfe von innovativen und skalierbaren Entwicklungs-, Test- und Zertifizierungsverfahren, um große und kleine Luft- und Raumfahrtunternehmen weltweit zu unterstützen, damit sie ihre Produkte schnell, einfach und effizient auf den Markt bringen können. Weitere Informationen finden Sie auf www.aerotec.com.

Informationen zu magniX

magniX mit Firmensitz in Redmond, US-Bundesstaat Washington, zielt darauf ab, Gemeinden mit einem erschwinglichen und sauberen kommerziellen Flugverkehr zu verbinden, wobei die Flugzeuge vollständig elektrisch angetrieben werden. Entwickelt mit proprietärer Technologie bietet magniX eine Reihe revolutionärer Lösungen, darunter die vollelektrischen Antriebssysteme 375HP und 750HP, mit verbesserter Effizienz und null Emissionen, sowie Leistungselektroniklösungen für verschiedene Luftfahrtanwendungen. Weitere Informationen finden Sie auf: www.magnix.aero.

Quelle: PRESSEPORTAL

„Testfeld eFliegen BW“ nimmt weiter Gestalt an

IASA: Nachhaltige Luftfahrt - Sustainable Aviation

Das vom Wirtschaftsministerium geförderte „Testfeld eFliegen BW“ erprobt das elektrische und autonome Fliegen unter realitätsnahen Umgebungsbedingungen. Die beiden Standorte in Lahr und Mengen bei Sigmaringen sollen in Kürze auch externen Partnern für Testflüge zur Verfügung stehen.

Das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau geförderte „Testfeld eFliegen BW“ nimmt weiter Gestalt an. Bereits in wenigen Wochen sollen an den beiden Standorten in Lahr und Mengen bei Sigmaringen auch Testflüge für externe Partner möglich sein. „Elektrisches, energieeffizientes und autonomes Fliegen kann ein wichtiger Baustein der Mobilität der Zukunft sein. Baden-Württemberg ist in diesem Bereich in einer hervorragenden Ausgangsposition. Damit wir auf diesem Markt jedoch auch weiterhin international ganz vorne mitspielen können, müssen wir stets up to date bleiben“ sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole-Hoffmeister-Kraut.

„Baden-Württembergs Stärke lebt auch davon, dass hervorragende Wissenschaft auf einen wirtschaftlichen Nährboden trifft. Deshalb ist es wichtig, beide Bereiche im Land noch stärker miteinander zu verzahnen. Mit dem ‚Testfeld eFliegen BW‘ erproben wir neue Konzepte unter realitätsnahen Umgebungsbedingungen und bauen so die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich noch weiter aus“, sagte die Ministerin. „Mit dem Projekt stärken wir gezielt den Standort Baden-Württemberg und seine Innovationskraft in diesem wichtigen Zukunftsfeld. Die beiden Teststandorte tragen maßgeblich dazu bei, dass wir als Innovationsland zeitnah zukunftsweisende Forschungsergebnisse vorweisen können“, so die Ministerin.

Zahlreiche zukunftsweisende Anwendungsfelder

„Hochautomatisierte und hybrid elektrisch angetriebene Flugzeuge könnten zukünftig sowohl die urbane Mobilität als auch den Individualverkehr über mittlere Distanzen unterstützen. Daneben gibt es zahlreiche weitere, zukunftsweisende Anwendungsfelder. Hierzu gehören beispielsweise elektrisch betriebene Drohnen für Katastropheneinsätze oder zur Überwachung großflächiger Waldbrände. Das Testfeld dient als ideale Plattform zur Erprobung entsprechender Technologien und Systeme“, sagte Prof. Walter Fichter, dessen Institut für Flugmechanik und Flugregelung an der Universität Stuttgart den Aufbau des Testfelds koordiniert.

Florian Reuter, Geschäftsführer (CEO) von Volocopter: „Als junges Unternehmen aus Baden-Württemberg ist es großartig, wiederholt aktiv Unterstützung durch die Landesregierung zu erfahren. Das hilft uns, unsere innovative Technologie voranzutreiben. Wenn man einen ganz neuen Markt aufbaut, wie wir es bei Volocopter tun, kann eine solche Initiative entscheidend für den internationalen Erfolg des Unternehmens sein.“

Erprobung des urbanen und des autonomen Fliegens

Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt mit insgesamt 1,3 Millionen Euro. Die Aufteilung des „Testfeld eFliegen BW“ auf zwei Standorte ermöglicht es, den spezifischen Anforderungen sowohl des urbanen als auch des autonomen Fliegens gerecht zu werden. Die Testumgebung in Lahr bietet sich besonders für den Bereich des urbanen Fliegens an, während der Standort in Mengen-Hohentengen zur Erprobung des autonomen Fliegens, also ohne einen Piloten an Bord, besonders gut geeignet ist.

Aktuell befindet sich das Testfeld in der Aufbauphase, die bis zum Jahresende abgeschlossen sein wird. Nachdem einzelne Projektpartner bereits erste Erprobungsflüge durchgeführt hatten, soll das Testfeld nach Lockerung der Corona-Beschränkungen bereits in wenigen Wochen auch für Erprobungsflüge von externen Partnern zur Verfügung stehen. „Ich freue mich sehr, dass sich mittlerweile ein großes Konsortium aus mehr als zehn Projektpartnern gefunden hat. Die beiden Forschungsflugplätze sind als Plattform zu verstehen, um dort zukünftig weitere Akteure zu integrieren. Ich lade daher alle interessierten Firmen – auch außerhalb des Landes – ein, sich als mögliche Partner zu beteiligen und dieses Testfeld mit seinen hervorragenden Möglichkeiten breit zu nutzen“, sagte Hoffmeister-Kraut abschließend.

Das elektrische und autonome Fliegen

Gesellschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel und die zunehmende Urbanisierung bringen bestehende Verkehrssysteme zunehmend an ihre Grenzen. Mobilitätskonzepte der Zukunft müssen sich diesen Herausforderungen stellen. Ein starker Trend in diesem Bereich ist das elektrische und autonome Fliegen, der sich über ein breites Spektrum von Fluggeräten erstreckt. Ein zentraler Impulsgeber in den Bereichen elektrischer Antriebe und Autonomie in der Luftfahrt sind sogenannte Flugtaxis, die zukünftig Personen- und Gütertransport im Bereich kurzer bis mittlerer Distanzen bedienen sollen.

Bei der Entwicklung von elektrisch angetriebenen und automatisierten Fluggeräten, insbesondere bei den Flugtaxis, befindet sich Baden-Württemberg in einer sehr guten Ausgangsposition. Eines der weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung von Flugtaxis ist die Firma Volocopter in Bruchsal, die als Partner ebenfalls in das Projekt eingebunden ist. Zudem verfügt das Land über eine hervorragende Forschungslandschaft in diesem Bereich. So gibt es an der Universität Stuttgart eine lange Tradition in der Luft- und Raumfahrttechnik, mit einer eigenständigen Fakultät mit über zehn Instituten in diesem Bereich. Die Fakultät ist auch stark in industrielle Projekte im Bereich der Flugtaxis involviert.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg

DLR – Konzeptstudie für ökoeffizientes Fliegen

IASA e.V. - Konzeptstudie für Ökoeffizientes Fliegen

Ökoeffizientes Fliegen

  • In vier Jahren entsteht ein Konzept für die Perspektive eines nachhaltigen Luftverkehrs.
  • Antriebskonzepte für Kurzstreckenflugzeuge mit erheblich verringerten Emissionen und weniger Lärm unter Betrachtung von Batterien, Brennstoffzellen sowie Wasserstoff stehen im Fokus.
  • Auswirkungen auf das gesamte Öko- und Luftfahrtsystem, also auf Flughäfen, Airlines sowie die Flugsicherung und Atmosphäre werden untersucht.
  • Schwerpunkte: Luftfahrt, Digitalisierung, klimaschonendes Fliegen

Wie müsste Elektromobilität am Himmel beschaffen sein, um die durch den Luftverkehr verursachten Emissionen drastisch zu senken? Wie können Flugzeuge mit alternativen Antrieben ökologisch und wirtschaftlich zugleich sein? Verändern solche neuartigen Flugzeuge das Luftfahrtsystem, beispielsweise Flughäfen oder Wartungshallen? Auf diese Fragen will das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) innerhalb der nächsten vier Jahre Antworten geben.

Konzeptstudie für Ökoeffizientes Fliegen

Seit Anfang des Jahres 2020 arbeiten 45 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 20 DLR-Instituten gemeinsam im Projekt EXACT (Exploration of Electric Aircraft Concepts and Technologies) an der Entwicklung neuer Technologiebausteine für ein ökoeffizientes Verkehrsflugzeug.

Übergeordnetes Ziel ist es, bis zum Jahr 2040 die erforderlichen Technologien für ein ein solches Luftfahrzeug mit mindestens 70 Sitzen und einer Reichweite von 2.000 Kilometern zur Einsatzreife zu bringen. Hierfür sollen im ersten Schritt unterschiedliche hybrid-elektrische Antriebskonzepte und mögliche Flugzeugkonfigurationen untersucht werden. Aber auch  Wechselwirkungen mit der Flughafeninfrastruktur werden betrachtet, ebenso wie sich neuartige Antriebe auf die Atmosphäre und somit auf das Klima auswirken „Das DLR verfügt über eine weltweit einzigartige Kompetenz für die Durchführung einer solch komplexen Studie In unserem 45-köpfigen Team bündeln wir unsere Kompetenzen aus den unterschiedlichen Forschungsbereichen. So erreichen wir sowohl die nötige thematische Breite als auch die wissenschaftliche Tiefe“, sagt Dr. Johannes Hartmann vom DLR-Institut für Systemarchitekturen der Luftfahrt, der das Projekt federführend leitet.

Digitaler Entwurfsprozess

Mit Hilfe von Daten aus dem gesamten Lebenszyklus eines Flugzeugs, vom Entwurf über die Produktion bis zum Betrieb und der späteren Entsorgung, verfügen die Forscherinnen und Forscher über Informationen, aus denen sie Wissen für den Flugzeugentwurf ableiten können. Die vorgegebenen Ziele sind, dass die Emissionen des Flugzeugs das Klima nicht negativ beeinflussen und es dabei gleichzeitig wirtschaftlich zu betreiben ist. Der Entwurfsprozess wird ganzheitlich betrachtet und anhand dieser Ziele ausgerichtet. Die Planung der Produktion, des Betriebs und der Wartung fließen von Anfang an in den Entwurf mit ein. In der Vergangenheit wurden Flugzeuge primär kostengetrieben entwickelt und ihre Klimawirkung erst im Nachgang analysiert. „Wir drehen diesen Prozess erstmals um und wählen damit einen revolutionären Ansatz für unsere Arbeiten“, erklärt Hartmann.

Klimaneutrale Antriebskonzepte

Flugzeuge mit verbesserter Klimabilanz erfordern grundlegend neue Antriebstechnologien. Das Projektteam untersucht, welche Antriebskonzepte für Kurzstreckenflugzeuge erheblich verringerte Emissionen und weniger Lärm im Betrieb zur Folge hätten und mit den Interessen der Wirtschaft vereinbar sind. Durch Batterien, Brennstoffzellen oder mit Wasserstoff angetriebene Flugzeuge bieten das Potenzial, diese Anforderungen miteinander in Einklang bringen.

Das DLR-Institut für Technische Thermodynamik analysiert und bewertet bereits seit einigen Jahren die Leistungsklassen von Brennstoffzellen für die Luftfahrt. So werden unter diesem Aspekt Brennstoffzellen im Labor charakterisiert und im viersitzigen Passagierflugzeug Hy4 untersucht. Das im Projekt EXACT erarbeitete Wissen soll nun, mit Hilfe von Simulationsmodellen und Pilotanwendungen, das Zusammenspiel der hybriden Energiekonzepte in größerer Leistungsklasse bewerten und einsetzbar machen.

Luftverkehrssystem 2040

Neuartige Flugzeuge werden das gesamte derzeitige Luftfahrtsystem beeinflussen und umgekehrt. Dr. Kai Wicke vom DLR-Institut für Instandhaltung und Modifikation betrachtet im Projekt EXACT die betriebliche und ökologische Integration der neuen Flugzeugkonfigurationen: “Ob ein neuartiges Flugzeug mit Wasserstoff, Brennstoffzelle oder Batterie angetrieben wird – wir betrachten ganzheitlich, welche Auswirkungen dies auf das gesamte Öko- und Luftfahrtsystem hätte, also auf Flughäfen, Airlines sowie die Flugsicherung und Atmosphäre.“

Sein Team stellt Modelle für Klimawirkung, Lärm sowie Produkt- und Energielebenszyklen auf. Hierbei werden sowohl Umweltwirkungen als auch Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten untersucht. Würde ein Flugzeug mit Wasserstoff betankt, wären dafür spezielle Betankungssysteme nötig. Batterien müssten geladen, gelagert und recycelt werden können. Zu klären ist, welche Anforderungen die vorhandene Infrastruktur für den Betrieb eines neuen Flugzeugs stellt.

In vier Jahren soll ein erstes ganzheitliches Konzept für den umweltkompatiblen Luftverkehr stehen. Flugzeugingenieure, Atmosphärenforscher und Elektrotechniker aus 20 verschiedenen DLR-Instituten arbeiten gemeinsam daran, valide Modelle aufzustellen und Lösungen zu erarbeiten.

Ein ausführlicher Artikel zum Projekt findet sich auch in der aktuellen Ausgabe des DLR-Magazins.

Quelle: DLR

siehe auch: https://iasaev.org/de/dlr-emissionsfreier-antrieb-fuer-die-luftfahrt/


 

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